General Mills Aktie: 15-Jahres-Tief
30.03.2026 - 05:08:49 | boerse-global.deGeneral Mills hat ein Bewertungsniveau erreicht, das zuletzt während der Erholung nach der Finanzkrise 2008 zu beobachten war. Der Kursrückgang von rund 37% innerhalb der vergangenen zwölf Monate spiegelt eine tiefgreifende Neubewertung des gesamten Fertignahrungssektors wider — und stellt Anleger vor eine ungewöhnliche Situation.
Warum der Absturz so tief geht
Hinter dem Kursverfall steckt mehr als kurzfristiger Gegenwind. Verbraucher weichen zunehmend auf Eigenmarken aus, das Nordamerika-Einzelhandelsgeschäft verlor im dritten Quartal 4% organisch. Das bereinigte operative Ergebnis brach um 32% ein, die operative Marge fiel um 420 Basispunkte auf 12,3%. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet das Unternehmen nun einen Rückgang des bereinigten Gewinns je Aktie von 16% bis 20%.
Das KGV liegt inzwischen zwischen 8,4 und 8,9 — ein Niveau, das die Skepsis der Märkte gegenüber einer schnellen Erholung deutlich zum Ausdruck bringt.
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Dividende als Stabilitätsanker
Trotz des Drucks auf die Ergebnisse hält General Mills an seiner Dividende fest. 127 Jahre ununterbrochene Ausschüttungen sind eine bemerkenswerte Bilanz. Die aktuelle Quartalsdividende von 0,61 US-Dollar je Aktie ergibt annualisiert 2,44 US-Dollar — bei einer Ausschüttungsquote von rund 53% des Gewinns und 54% des freien Cashflows. Das Management bekräftigt zudem ein Ziel für die Free-Cashflow-Konversion von mindestens 95% des bereinigten Nachsteuergewinns.
Die daraus resultierende Dividendenrendite von 6,7% liegt deutlich über den Vergleichswerten von Coca-Cola (2,8%) und PepsiCo (3,8%).
Umbau läuft, Erholung braucht Zeit
General Mills arbeitet aktiv an der Neuausrichtung. Das Nordamerika-Joghurtgeschäft wurde bereits verkauft, das Brasilien-Geschäft soll bis Ende 2026 folgen. Ein Restrukturierungsprogramm in der Lieferkette soll bis 2029 rund 96 Millionen US-Dollar an Kosten verursachen, mittelfristig aber die Margen stützen. Das internationale Segment wuchs zuletzt um 3% organisch, das Blue-Buffalo-Tiernahrungsgeschäft zeigt sich in Premium-Kategorien widerstandsfähig.
Der Umbau ist also in vollem Gange — die Frage ist, ob das Tempo ausreicht, um den Volumenschwund im Kerngeschäft zu kompensieren, bevor die Geduld der Märkte endet. Die nächsten Quartalszahlen, die für Ende Mai erwartet werden, dürften zeigen, ob sich die Trendwende bereits abzeichnet.
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