Geplante, Grübelzeit

Geplante Grübelzeit: So stoppen Sie das Sorgenkarussell

23.01.2026 - 09:00:27

Die Methode der geplanten Grübelzeit aus der Verhaltenstherapie hilft, unkontrollierte Ängste zu stoppen, indem Sorgen auf feste Zeiten und Orte begrenzt werden.

Eine einfache Methode aus der Psychotherapie hilft gegen ständiges Grübeln: die geplante Grübelzeit. Auch „Sorgenstunde“ genannt, bricht diese Technik aus der kognitiven Verhaltenstherapie den Teufelskreis unkontrollierter Ängste. Statt Sorgen zu unterdrücken, plant man ihnen gezielt Raum ein – und gewinnt so die mentale Kontrolle zurück.

Was steckt hinter der „Sorgenstunde“?

Das Prinzip ist einfach: Das Gehirn lernt, dass Sorgen nicht den ganzen Tag regieren müssen. Anstatt bei jedem aufkommenden ängstlichen Gedanken sofort in eine Grübelspirale zu verfallen, wird dieser bewusst notiert und vertagt. Die Auseinandersetzung findet erst zu einem festen Termin statt.

  • Ein fester Zeitrahmen: Täglich 15 bis 30 Minuten werden dafür reserviert – keinesfalls direkt vor dem Schlafengehen.
  • Ein fester Ort: Ein bestimmter Stuhl oder Platz wird zum „Sorgenplatz“.
  • Aktive Vertagung: Außerhalb dieses Fensters werden aufkommende Sorgen kurz notiert und bewusst auf die nächste Sitzung verschoben.

Dieser Ablauf unterbricht den Automatismus und schafft gesunde Distanz zu den eigenen Gedanken.

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Warum die Methode psychologisch wirkt

Die geplante Grübelzeit basiert auf dem Prinzip der Stimuluskontrolle aus der Verhaltenstherapie. Indem das Grübeln strikt an Zeit und Ort gebunden wird, verliert es seine Macht, ungefragt in alle Lebensbereiche einzudringen.

Fachleute betonen: Nicht die Sorgen selbst sind das Problem, sondern der unkontrollierte Umgang mit ihnen. Permanentes Grübeln ist eine erlernte Gewohnheit – und die kann man auch wieder verlernen. Die Methode stärkt das Gefühl der Selbstwirksamkeit und reduziert Hilflosigkeit.

So setzen Sie es im Alltag um

Die Umsetzung erfordert Konsequenz, ist aber unkompliziert. So gelingt der Start:

  1. Terminieren: Legen Sie einen täglichen, festen Zeitpunkt fest (15-20 Minuten).
  2. Platz wählen: Suchen Sie einen bestimmten Stuhl oder Tisch als „Sorgenplatz“.
  3. Grübeln erlauben: In dieser Zeit dürfen alle notierten Sorgen bedacht werden. Aufschreiben hilft, Muster zu erkennen.
  4. Abschließen: Beenden Sie die Zeit bewusst mit einem Ritual – etwa dem Aufstehen und Weglegen der Notizen.

Mit regelmäßigem Training fällt es immer leichter, Gedanken zu steuern und die grübelfreie Zeit zu verlängern.

Ein Werkzeug für die moderne Psyche

In einer schnelllebigen, von Unsicherheiten geprägten Welt gewinnen solche Selbstregulations-Techniken an Bedeutung. Die geplante Grübelzeit ist ein pragmatischer Ansatz für alle, denen es schwerfällt, Gedanken einfach „ziehen zu lassen“.

Im Vergleich zu Meditation, die auf wertfreies Beobachten abzielt, bietet die Sorgenstunde eine aktive, strukturierte Herangehensweise. Experten sehen in der Fähigkeit, Sorgen zu kontrollieren statt von ihnen kontrolliert zu werden, eine Schlüsselkompetenz für die psychische Gesundheit heute.

Ein Baustein für die digitale Gesundheitszukunft

Einfach anzuwenden und wissenschaftlich fundiert, eignet sich die Methode ideal für breite Prävention. Sie könnte künftig stärker in betriebliche Gesundheitsprogramme oder digitale Gesundheitsanwendungen (DiGAs) einfließen.

Die geplante Grübelzeit zeigt: Ein proaktiver Umgang mit negativen Gedanken ist erlernbar. In einer Zeit, die mentale Flexibilität erfordert, bietet sie ein robustes Werkzeug für die psychische Balance.

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