Drohnenalarm ĂŒber mehreren FlughĂ€fen in DĂ€nemark
25.09.2025 - 08:47:03Der Luftraum ĂŒber dem Flughafen der Stadt Aalborg im Norden des Landes wurde aus dem Grund fĂŒr mehrere Stunden gesperrt. Auch in der NĂ€he der Airports in der wichtigen Hafenstadt Esbjerg und in SĂžnderborg nahe der deutschen Grenze wurden Drohnen beobachtet, ebenso am MilitĂ€rflugplatz Skrydstrup. Eine Gefahr fĂŒr Flugpassagiere und Menschen habe nicht bestanden, teilten die zustĂ€ndigen Polizeidienststellen mit.
Erst am Montagabend hatte die Sichtung mehrerer gröĂerer Drohnen zur gut vierstĂŒndigen Sperrung des Flughafens von Kopenhagen gefĂŒhrt, der zu den wichtigsten Airports Skandinaviens zĂ€hlt. Rund 100 FlĂŒge wurden gestrichen, Zehntausende Passagiere waren von BeeintrĂ€chtigungen betroffen.
MinisterprĂ€sidentin Mette Frederiksen sprach vom "bislang schwersten Anschlag auf dĂ€nische kritische Infrastruktur". Wer dahintersteckt, ist weiter unklar. Frederiksen wollte eine Verantwortung Russlands nicht ausschlieĂen. Der Kreml dementierte eine Verwicklung. Mittlerweile lĂ€uft der Flugbetrieb in Kopenhagen wieder normal.
Drohnenalarm in der Heimat der Regierungschefin
Nun musste auch der Flughafen in Aalborg - der Heimatstadt von Regierungschefin Frederiksen, die als entschiedene UnterstĂŒtzerin der Ukraine gilt - musste vorĂŒbergehend fĂŒr Starts und Landungen gesperrt werden. Da der Airport deutlich kleiner als der Hauptstadtflughafen ist und die Drohnen erst am spĂ€ten Mittwochabend gesichtet wurden, mussten lediglich vereinzelte FlĂŒge umgeleitet oder gestrichen werden. Nach wenigen Stunden wurde der Luftraum wieder freigegeben.
Gegen 3.00 Uhr in der Nacht erklĂ€rte die Polizei den dortigen Einsatz vor Ort fĂŒr beendet, kĂŒndigte aber intensive Ermittlungen an. Einsatzleiter Jesper BĂžjgaard Madsen erklĂ€rte, es sei nicht gelungen, die Drohnen vom Himmel zu holen. Man gehe jedoch davon aus, dass sie sich nicht mehr in der Gegend befĂ€nden. Am Morgen konnten erste Flieger wieder abheben.
Ăhnliches Muster in Aalborg und Kopenhagen
Die DrohnenaktivitÀt in Aalborg Àhnele derjenigen in Kopenhagen, sagte der Chef der dÀnischen Reichspolizei, Thorkild Fogde, auf einer nÀchtlichen Pressekonferenz. Man sehe ein Àhnliches Muster, die Drohnen seien gut sichtbar und mit eingeschaltetem Licht unterwegs.
Die Polizei vor Ort sprach von mehreren Drohnen einer gewissen GröĂe - die Reichspolizei schloss bereits aus, dass es sich um private Modelle handelte. Bei dem Vorfall in Kopenhagen ist von Polizeiseite bislang von einem "fĂ€higen Akteur" die Rede, also von TĂ€tern, die die nötigen FĂ€higkeiten und Werkzeuge haben, um ein solches Manöver zu bewerkstelligen - entweder, um dadurch Unruhe zu stiften oder möglicherweise auch bloĂ, um auszutesten, wie lange ihre Drohnen in der Luft unbeobachtet bleiben.
Weitere Sichtungen in WestdÀnemark
Die ersten Drohnen waren in Aalborg gegen 21.44 Uhr beobachtet worden - fast zeitgleich folgten Ă€hnliche Sichtungen in Esbjerg, SĂžnderborg und Skrydstrup. Alle diese Orte befinden sich wie Aalborg in JĂŒtland, dem westlichen Teil von DĂ€nemark, der im SĂŒden an Deutschland grenzt. Auch hier waren die Flugkörper nach Polizeiangaben mit angeschaltetem Licht unterwegs und vom Boden aus sichtbar. Anders als Aalborg mussten die FlughĂ€fen nicht gesperrt werden - bis in die Morgenstunden waren von dort keine FlĂŒge geplant gewesen.
Die Polizei konnte am Morgen auch hier noch nicht sagen, wer die Drohnen gesteuert habe und welches Motiv dahinterstecke. DĂ€nemarks Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen und Justizminister Peter Hummelgaard wollten sich am Morgen zu der Situation Ă€uĂern.
Unklare Lage in Billund
Als wĂ€re das nicht genug, wurde auch der Flughafen der Kleinstadt Billund in der Nacht kurzfristig fĂŒr eine knappe Stunde gesperrt. HintergrĂŒnde sind noch unklar - Berichte ĂŒber mögliche DrohnenaktivitĂ€t blieben zunĂ€chst unbestĂ€tigt. Die Stadt ist vor allem als Heimat des dĂ€nischen Spielwarenkonzerns Lego bekannt.

