ROUNDUP, Gewinne

Gewinne der Allianz sprudeln weiter - Aktie gibt trotzdem nach

26.02.2026 - 13:00:36 | dpa.de

Geringere KatastrophenschÀden haben der Allianz DE0008404005 im vergangenen Jahr einen Rekordgewinn im TagesgeschÀft beschert.

Das operative Ergebnis stieg um gut acht Prozent auf knapp 17,4 Milliarden Euro, wie der Versicherer am Donnerstag in MĂŒnchen mitteilte. Auch unterm Strich sprudelt der Gewinn in etwa wie von Analysten erwartet. Den Anteilseignern winken eine höhere Dividende und ein milliardenschwerer AktienrĂŒckkauf. An der Börse zĂŒndeten die Neuigkeiten jedoch nicht.

Die Allianz-Aktie ging am Morgen in den Sinkflug. Zur Mittagszeit lag sie noch mit 0,7 Prozent im Minus bei 378,90 Euro und gehörte damit zu den schwĂ€cheren Werten im Dax DE0008469008. Seit dem Jahreswechsel hat das Papier rund drei Prozent eingebĂŒĂŸt. Wer die Aktie seit drei Jahren im Depot hat, kann sich allerdings immer noch ĂŒber einen Kursgewinn von etwa 75 Prozent freuen. Außerdem bezahlte die Allianz jedes Jahr eine hohe Dividende - und so soll es auch jetzt wieder kommen.

So verdiente der Konzern 2025 unter dem Strich fast 10,8 Milliarden Euro, etwa achteinhalb Prozent mehr als im Vorjahr. Die Dividende soll nun um elf Prozent auf 17,10 Euro je Aktie steigen. Außerdem will die Allianz - wie seit Mittwochabend bekannt - fĂŒr bis zu 2,5 Milliarden Euro eigene Aktien zurĂŒckkaufen.

FĂŒr 2026 nimmt sich Vorstandschef Oliver BĂ€te einen operativen Gewinn in Höhe von 16,4 bis 18,4 Milliarden Euro vor. Damit hĂ€lt er sich im Vergleich zum Ergebnis des Vorjahres eine Spanne von jeweils einer Milliarde Euro nach oben und unten offen. Analysten hatten fĂŒr 2026 zuletzt bereits etwa 18 Milliarden Euro auf dem Zettel.

Im vergangenen Jahr wuchs das gesamte GeschÀftsvolumen des Konzerns um vier Prozent auf knapp 187 Milliarden Euro. Am besten entwickelte sich das Schaden- und UnfallgeschÀft, zu dem auch die Auto- und die GebÀudeversicherung gehören.

Der operative Gewinn der Sparte stieg um 14 Prozent auf knapp neun Milliarden Euro. Dabei kam der Allianz wie bei anderen Versicherern das GlĂŒck zu Hilfe: Bei dem Dax-Konzern fielen die NaturkatastrophenschĂ€den mit gut 1,1 Milliarden Euro vergleichsweise niedrig aus. Im Vorjahr hatte die Allianz dafĂŒr fast 1,8 Milliarden Euro bezahlen mĂŒssen.

Weniger deutlich legte die Lebens- und Krankenversicherung zu: Ihr operativer Gewinn wuchs lediglich um knapp zwei Prozent auf 5,6 Milliarden Euro.

Etwas stÀrker aufwÀrts ging es im FondsgeschÀft, zu dem die Konzerntöchter Pimco und Allianz Global Investors (AGI) gehören. Der operative Gewinn stieg um gut drei Prozent auf 3,3 Milliarden Euro. Ohne den starken Euro hÀtte der Anstieg fast sieben Prozent betragen.

Treiber waren sowohl die nach wie vor gute Entwicklung der FinanzmĂ€rkte als auch das Zutrauen der Kunden, die 139 Milliarden Euro zusĂ€tzlich anlegten. Das fĂŒr Dritte verwaltete Vermögen wuchs in diesem Zuge bis Ende Dezember auf 1,99 Billionen Euro und lag damit so hoch wie nie zuvor.

Die Allianz ist mit 156.000 Mitarbeitern in knapp 70 LĂ€ndern aktiv und damit der grĂ¶ĂŸte deutsche Versicherungskonzern. Anders als die deutsche Industrie ist die Versicherungsbranche von der seit Jahren anhaltenden Wirtschaftsflaute in Europa kaum getroffen.

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