Gerresheimer Aktie: Dramatischer Absturz
24.02.2026 - 18:04:11 | boerse-global.deFĂŒr die Gerresheimer-Aktie wird es zunehmend ungemĂŒtlich. Die UBS hat am Montagabend die EinschĂ€tzung von "Neutral" auf "Sell" gesenkt â und das Kursziel von 29 auf gerade einmal 12,90 Euro mehr als halbiert. Ein Votum, das aufhorchen lĂ€sst.
Analysten-Urteil mit ĂŒber 55 Prozent Abschlagspotenzial â das kommt nicht alle Tage vor. UBS-Analyst Olivier Calvet hat sich die zum Verkauf stehende US-Tochter Centor sowie das internationale GlasgeschĂ€ft (Moulded Glass) genauer angesehen. Sein Fazit: Bei der BemĂŒhung, die Schulden abzubauen, droht eher EnttĂ€uschung als Erleichterung. Die Risiken steigen, das Wachstum verlangsamt sich. Calvet kappte daraufhin sowohl seine kurzfristigen als auch mittelfristigen GewinnschĂ€tzungen.
GroĂinvestoren ziehen sich zurĂŒck
WĂ€hrend die Analysten skeptisch werden, verabschieden sich auch groĂe Investoren. Die Deka Investment reduzierte ihre Position deutlich: Am 17. Februar 2026 sank der Stimmrechtsanteil von 3,76 auf 2,81 Prozent. Die Fondsgesellschaft hĂ€lt jetzt nur noch 969.696 Aktien â ein klarer RĂŒckzug aus dem Investment.
Gleichzeitig baut JPMorgan Chase seine Position ebenfalls ab. Die US-GroĂbank meldete per 17. Februar einen RĂŒckgang der Gesamtposition von 9,03 auf 8,65 Prozent. Der direkte Stimmrechtsanteil liegt bei 3,75 Prozent, hinzu kommen Finanzinstrumente mit 4,89 Prozent. Interessant: JPMorgan hĂ€lt ĂŒber AktienleihgeschĂ€fte und Equity Swaps eine komplexe Struktur â mit Laufzeiten teilweise bis Juli 2032.
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Verkaufsprozess unter Druck
Im Kern geht es um die strategische Neuausrichtung des Spezialverpackungsherstellers. Gerresheimer hat Centor und das GlasgeschĂ€ft "ins Schaufenster gestellt", wie es in der Branche heiĂt. Doch der erhoffte Befreiungsschlag lĂ€sst auf sich warten. Die UBS sieht "eine Menge möglicher Szenarien" â nur eben keine besonders rosigen. Der Schuldenabbau stockt, wĂ€hrend sich institutionelle Anleger wie Deka und JPMorgan bereits positionieren.
Die Kombination aus drastischer Analystensenkung und gleichzeitigen VerkĂ€ufen groĂer Investoren ist selten ein gutes Zeichen. FĂŒr Gerresheimer wird der Druck gröĂer, im Verkaufsprozess endlich Erfolge vorzuweisen â und das zu akzeptablen Konditionen.
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