GEW, NRW

GEW NRW warnt vor Ungerechtigkeiten bei Bildungsreformen

25.03.2026 - 00:00:40 | boerse-global.de

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft übt scharfe Kritik an der Umsetzung von A13, Kita-Gebühren, einem Feedback-Portal und dem Ganztagsanspruch. Sie fordert strukturelle Nachbesserungen und mehr Investitionen.

GEW NRW warnt vor Ungerechtigkeiten bei Bildungsreformen - Foto: über boerse-global.de
GEW NRW warnt vor Ungerechtigkeiten bei Bildungsreformen - Foto: über boerse-global.de

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in NRW erhöht den Druck auf die Landesregierung. Anlass sind mehrere ungelöste Probleme bei der Umsetzung wichtiger Bildungsvorhaben.

A13 für alle: Ein teurer Sieg mit Schattenseiten

Die Einführung der Besoldungsgruppe A13 für alle Lehrkräfte ab August 2026 ist historisch. Doch der Gewerkschaft reicht das nicht. Sie kritisiert, dass das Gesetz Aufstiegsämter und Spezialrollen abwerte. „Die Angleichung des Einstiegsgehalts allein ist unzureichend“, erklärt ein GEW-Sprecher. Ohne eine strukturelle Zulage für alle verliere der Aufstieg innerhalb von Schulen an Attraktivität.

Die jüngsten Ablehnungsbescheide für „A13-Z“-Zulagen haben zudem neuen juristischen Widerstand ausgelöst. Die GEW unterstützt ihre Mitglieder bei Widersprüchen. Die Kernforderung: Ein gerechtes System muss die gestiegenen Anforderungen an allen Schularten abbilden.

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Kita-Gebühren: Das Postleitzahlen-Lotto der frühen Bildung

Eine Studie der Gewerkschaft vom 18. März offenbart massive Ungleichheit. Die Höhe der Kita-Gebühren in NRW hängt stark vom Wohnort ab. Die GEW spricht von einer „Bildungslotterie“, die Chancengleichheit von Anfang an verhindere.

Die Gewerkschaft fordert einheitlichere Landesregeln. So sollen Kinder in wirtschaftlich schwachen Regionen nicht durch höhere Gebühren oder schlechtere Betreuungsschlüssel benachteiligt werden. Dieser Vorstoß ist Teil der Kampagne für eine Reform des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz), das die GEW für veraltet hält.

Digitales Feedback: Mehr Druck statt Entlastung?

Sorge bereitet der GEW ein neues, anonymes Feedback-Portal des Schulministeriums. Es startete am 16. März. Die Gewerkschaft warnt vor zusätzlichem psychologischen Druck auf Lehrkräfte. Diese seien bereits durch Personalmangel und hohe Arbeitslast belastet.

Feedback sei wichtig, müsse aber in einer Vertrauenskultur eingebettet sein, so die GEW. Das Portal dürfe kein Werkzeug zur Überwachung oder Bewertung Einzelner werden. Die Forderung: Klare Richtlinien zum Schutz der Pädagogen und eine Fokussierung auf das Lernklima, nicht auf individuelle Kritik.

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Rechtsanspruch Ganztag: Förderschulen im Stich gelassen

Ab August 2026 gilt der Rechtsanspruch auf einen Ganztagsplatz. Eine GEW-Umfrage zeigt: Förderschulen sind darauf nicht vorbereitet. Es fehlt an spezialisiertem Personal und passender Infrastruktur.

Der Bedarf in der Sonderpädagogik ist besonders hoch. Er benötigt bessere Betreuungsschlüssel und therapeutische Ressourcen. Ohne eine Investitionsoffensive der Landesregierung drohe der Rechtsanspruch für die vulnerabelsten Schüler zum „Papiertiger“ zu verkommen, warnt die GEW.

Ausblick: Gewerkschaftstag und anstehende Gehaltsrunde

Höhepunkt der Mobilisierung wird der Gewerkschaftstag vom 28. bis 30. Mai in Essen sein. Dort will die GEW ihre Forderungen für die kommenden Jahre bündeln. Im Fokus stehen Bildungsfinanzierung und der Zusammenhang von Bildung und demokratischer Stabilität.

Kurzfristig beobachtet die Gewerkschaft die Umsetzung der TV-L-Erhöhungen. Die erste Stufe von 2,8 Prozent tritt im April in Kraft. Die GEW hält diese Steigerung jedoch für unzureichend, um gestiegene Lebenshaltungskosten und Berufsanforderungen auszugleichen. Die entscheidenden Monate bis zum 1. August werden zeigen, ob die Reformen nachhaltig wirken.

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