Gewerkschaft, Brauerei

Gewerkschaft: Brauerei Oettinger zieht auch Vertrieb aus Gotha ab

Veröffentlicht am: 18.12.2024 um 16:43 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-GaststĂ€tten (NGG) in ThĂŒringen kritisiert einen vollstĂ€ndigen RĂŒckzug der Oettinger Brauerei aus Gotha.

Nach dem Verkauf der Gothaer an die MĂŒnchner Paulaner-Brauerei Ende 2022 wolle Oettinger den nĂ€chsten Schritt vollziehen, erklĂ€rte die NGG in Erfurt. Es gehe um BĂŒro- und VertriebsarbeitsplĂ€tze. Eine Sprecherin der Oettinger Brauerei kĂŒndigte auf Anfrage eine Stellungnahme des Unternehmens an.

Laut NGG hat die GeschĂ€ftsfĂŒhrung auf einer Betriebsversammlung angekĂŒndigt, die verbliebenen 16 BeschĂ€ftigten zum 1. April 2025 nach Oettingen zu versetzen. Betroffen von der BĂŒroschließung in Gotha seien BeschĂ€ftigte aus dem Bereich Telefonverkauf und Export.

NGG: Homeoffice statt Umzug

"Gerade in Zeiten, in denen Homeoffice und mobiles Arbeiten an der Tagesordnung sind, ist es vollkommen unverstĂ€ndlich, dass man langjĂ€hrige BeschĂ€ftigte mehrere hunderte Kilometer nach Oettingen in Bayern versetzen möchte", erklĂ€rte Jens Löbel, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der NGG Region ThĂŒringen. Mit der AnkĂŒndigung, die BĂŒros in Gotha dauerhaft zu schließen, ziehe sich die Oettinger Brauerei komplett aus dem Osten zurĂŒck. Gewerkschaft und Betriebsrat gehe es darum, die ArbeitsplĂ€tze in Gotha zu erhalten.

Die Paulaner-Brauerei hatte die Oettinger-Brauerei in Gotha nach einer PrĂŒfung durch das Bundeskartellamt ĂŒbernommen. Alle ArbeitsplĂ€tze innerhalb der Brauerei sollten erhalten bleiben. Laut Paulaner ging es vor zwei Jahren um die Bereiche Herstellung, AbfĂŒllung, Logistik und Zentrale Dienste mit rund 170 ArbeitsplĂ€tzen. BeschĂ€ftigte in den Abteilungen Vertrieb, Export und Marketing verblieben bei Oettinger. FĂŒr den Erhalt der Brauerei hatten sich Arbeitnehmer und Einwohner der ThĂŒringer Stadt eingesetzt.

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