Ginkgo biloba: Nutzen bei Demenz, nicht zur Vorbeugung
21.03.2026 - 07:32:03 | boerse-global.deEin aktueller Cochrane-Review bestätigt: Ginkgo-Extrakte können bei bestehender Demenz leichte Symptome lindern. Für die Vorbeugung bei leichten Gedächtnisproblemen fehlt dagegen der Beleg.
Die Analyse von 82 Studien mit über 10.000 Teilnehmern zeichnet ein klares, aber differenziertes Bild. Bei Patienten mit diagnostizierter Demenz zeigten sich bescheidene Verbesserungen in Kognition und Alltagsfähigkeiten. Der standardisierte Extrakt EGb 761 in einer Dosis von 240 mg täglich ist daher in der deutschen Leitlinie als Therapieoption bei leichter bis mittelgradiger Demenz aufgeführt.
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Ernüchterndes Ergebnis für MCI
Anders sieht es bei der leichten kognitiven Beeinträchtigung (MCI) aus. Diese gilt als mögliche Vorstufe der Demenz. Eine Meta-Analyse von zwölf Studien mit fast 2.000 MCI-Patienten fand keinen signifikanten Nutzen gegenüber einem Placebo. Weder Gedächtnis noch Alltagsfunktionen verbesserten sich messbar.
Die Schlussfolgerung der Forscher ist eindeutig: Ginkgo biloba eignet sich nicht zur Prävention einer Demenz bei Menschen mit ersten Gedächtnisproblemen. Der Extrakt kann bei einem bereits ausgebrochenen Krankheitsbild leichte Symptome lindern, den Ausbruch aber nicht verhindern.
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Wie wirkt Ginkgo überhaupt?
Die potenziellen Effekte werden auf zwei Inhaltsstoffgruppen zurückgeführt: Flavonoide und Terpenoide. Ihnen werden antioxidative und durchblutungsfördernde Eigenschaften zugeschrieben. Sie sollen Nervenzellen schützen und die Durchblutung des Gehirns verbessern.
Trotz dieser plausiblen Mechanismen bleibt die klinische Relevanz umstritten. Einige kleinere Studien deuten auf stabilisierende Effekte bei bestimmten MCI-Patienten hin. Diese müssen aber in größeren Studien erst bestätigt werden.
Was Verbraucher beachten sollten
Standardisierte Extrakte gelten allgemein als gut verträglich. Mögliche Nebenwirkungen sind leichte Magen-Darm-Beschwerden oder Kopfschmerzen. Besondere Vorsicht ist bei der Einnahme blutverdünnender Medikamente geboten – hier kann Ginkgo das Blutungsrisiko erhöhen.
Experten raten zu einer vorherigen ärztlichen Absprache. Sie empfehlen zudem, auf apothekenpflichtige, standardisierte Präparate zurückzugreifen, um eine gleichbleibende Qualität und Dosierung zu gewährleisten.
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