Gold: Doppeltes Spiel am Hormus
14.04.2026 - 21:44:36 | boerse-global.deEine Marineblockade in Kraft, und gleichzeitig Signale aus Teheran, dass man reden will. Dieser Widerspruch treibt den Goldpreis am Dienstag in ein enges Spannungsfeld — und erklärt, warum das Edelmetall trotz eskalierender Lage kaum vom Fleck kommt.
Gold notiert bei 4.761 Dollar je Unze, ein moderates Plus von 0,33 Prozent gegenüber dem Vortag. Der Anstieg wirkt bescheiden — und er ist es auch. Seit Beginn des US-Iran-Konflikts hat Gold rund zehn Prozent verloren, obwohl Krisen das Edelmetall normalerweise beflügeln.
Warum Gold trotz Eskalation fällt
Das Paradox hat einen Namen: Inflation. Die US-Marine blockiert aktiv iranische Häfen und kappt damit eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt. Öl kletterte daraufhin auf über 100 Dollar pro Barrel — WTI auf 104,89 Dollar, Brent auf 102,15 Dollar. Die Energiepreise treiben die US-Inflation weiter an, die im März bereits auf 3,3 Prozent gestiegen ist, den höchsten Stand seit Mai 2024.
Höhere Inflation bedeutet: Die Fed kann Zinsen nicht senken. Und hohe Zinsen belasten Gold, weil das Edelmetall keine Rendite abwirft. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im April liegt laut CME-Daten bei null Prozent. Das begrenzt das Aufwärtspotenzial strukturell.
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Diplomatie im Hintergrund — Blockade im Vordergrund
Den leichten Kursanstieg am Dienstag verdankt Gold vor allem neuen Gesprächssignalen. Irans Präsident Pezeshkian bestätigte die Bereitschaft zu weiteren Verhandlungen. Trump erklärte, iranische Beamte hätten seine Regierung kontaktiert und wollten „einen Deal ausarbeiten". Berichten zufolge signalisierte Trump intern sogar Bereitschaft, die Konfrontation zu beenden — auch ohne vollständige Wiederherstellung der freien Durchfahrt durch die Straße von Hormus.
Das klingt nach Entspannung. Ist es aber nicht vollständig: Die Blockade läuft weiter, keine öffentliche Einigung existiert, und der bestehende Waffenstillstand läuft in acht Tagen aus. Das dürfte die Volatilität in den kommenden Handelstagen hochhalten.
Technisch zwischen Support und Deckel
Charttechnisch hält Gold die Unterstützungszone bei 4.700 bis 4.730 Dollar. Die 50-Tage-EMA dreht nach oben — ein konstruktives Zeichen. Allerdings fungiert die 200-Tage-EMA bei rund 4.780 Dollar als unmittelbarer Widerstand, darüber liegt die psychologische Marke von 4.800 Dollar. Der 200-Perioden-SMA bei 4.854 Dollar deckt den übergeordneten Aufwärtsdrang ab.
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Solange Gold über 4.700 Dollar hält, bleibt die kurzfristige Struktur intakt. Ein Rutsch darunter würde einen Test bei 4.610 Dollar wahrscheinlich machen.
Am Mittwoch veröffentlicht die Fed ihr Beige Book, am Donnerstag folgen die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe — und am 29. April steht die nächste Zinsentscheidung an. Ob die Diplomatie bis dahin die Blockade überlebt, wird die entscheidende Variable für den Goldpreis bleiben.
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