ROUNDUPRekordrally, Goldpreis

Goldpreis nÀhert sich 4.000-Dollar-Marke

06.10.2025 - 22:22:46 | dpa.de

Gold hat am Montag wegen des anhaltenden "Shutdowns" in den Vereinigten Staaten und zunehmender Sorgen ĂŒber die hohe Verschuldung vieler Staaten an seine Rekordjagd der vergangenen Woche angeknĂŒpft.

Das Edelmetall kostete am Abend zeitweise 3.970 US-Dollar pro Unze (etwa 31,1 Gramm) und damit so viel wie noch nie. Das Niveau konnte die Unze nicht ganz halten, legte zuletzt aber immer noch um knapp zwei Prozent auf 3.962 US-Dollar zu.

Das Edelmetall hatte Anfang vergangener Woche drei Tage in Folge ein Rekordhoch erreicht. Über alle fĂŒnf Handelstage in der vergangenen Woche gesehen legte der Goldpreis um fast 130 Dollar oder mehr als drei Prozent zu. Grund fĂŒr den Anstieg war hauptsĂ€chlich die Haushaltskrise in den Vereinigten Staaten. Der teilweise Stillstand der RegierungsgeschĂ€fte in den USA dauert an.

Republikaner und Demokraten verharrten zuletzt auf ihren Standpunkten, keine der beiden Parteien zeigte Anzeichen eines Einlenkens. In der vergangenen Woche hatte es mehrere Abstimmungen im US-Senat zu EntwĂŒrfen fĂŒr den Haushalt gegeben - doch diese verfehlten die notwendige Zahl der Stimmen. Die Republikaner benötigen Stimmen der Demokraten. Nun gibt es kein frisches Geld. Montag ist Tag sechs des teilweisen Stillstands.

Der letzte Regierungs-"Shutdown" ist fast sieben Jahre her - um den Jahreswechsel 2018/2019. Dieser dauerte 35 Tage und fiel in die erste Amtszeit von US-PrÀsident Donald Trump.

Wegen der Haushaltskrise werden zurzeit auch viele Konjunkturdaten nicht veröffentlicht - so fiel der eigentlich am Freitag geplante Arbeitsmarktbericht aus. Dies erhöht die Unsicherheit fĂŒr Investoren und treibt damit Kapital in als sichere Hafen geltende Anlageklassen wie Gold.

Im bisherigen Jahresverlauf zog der Goldpreis um etwas mehr als 50 Prozent an - das Edelmetall steuert damit auf den stĂ€rksten Jahresanstieg seit 1979 zu. Gold legte seit Ende 2024 deutlich mehr als viele andere Anlageklassen zu. So gewann etwa der Bitcoin, die Ă€lteste und bekannteste DigitalwĂ€hrung, seit Ende 2024 nur knapp 34 Prozent. Der Dax DE0008469008, der Leitindex fĂŒr den deutschen Aktienmarkt, legte im bisherigen Jahresverlauf um rund 22 Prozent zu.

In den vergangenen drei Jahren kletterte der Goldpreis um mehr als 130 Prozent, wobei geopolitische Risiken wie der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine die Flucht in den als vergleichsweise sicher eingeschĂ€tzten Anlagehafen verstĂ€rkt haben. Hinzu kommen die aggressive Zollpolitik der US-Regierung sowie die Angriffe von Trump gegen die Notenbank Fed, die Sorgen um ihre UnabhĂ€ngigkeit verstĂ€rken. Zudem kaufen LĂ€nder wie China und Indien schon lĂ€nger aus strategischen GrĂŒnden Gold.

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