Google Chrome: KI-Assistent Auto Browse übernimmt digitale Aufgaben
04.02.2026 - 05:03:12Google setzt mit Auto Browse einen neuen Standard für Webbrowser. Die KI-Funktion für Chrome erledigt komplexe Online-Aufgaben automatisch – vom Preisvergleich bis zur Terminbuchung.
Vom Browser zum aktiven Assistenten
Der Tech-Riese hat Ende Januar 2026 eine Vorschauversion von Auto Browse gestartet. Die Funktion nutzt das Gemini 3-Modell und verwandelt Chrome von einem passiven Werkzeug in einen aktiven digitalen Helfer. Statt nur Informationen anzuzeigen, navigiert die KI selbstständig durch Websites, klickt Buttons und füllt Formulare aus.
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So funktioniert die digitale Delegation
Nutzer geben ihre Aufgabe in natürlicher Sprache ein. Auto Browse öffnet dann einen speziell markierten Tab und beginnt mit der Ausführung. Ein seitliches Gemini-Panel protokolliert jeden Schritt transparent.
„Finde Dekorationen für eine Gartenparty unter 50 Euro und lege sie in den Warenkorb“
Solche mehrstufigen Aufträge meistert die KI problemlos. Sie berücksichtigt Budgetvorgaben, sucht nach Rabattcodes und vergleicht Angebote. Sensible Aktionen wie Käufe oder Social-Media-Posts bestätigt sie jedoch stets mit dem Nutzer.
Die Technologie arbeitet cloud-basiert, agiert aber auf dem lokalen Gerät. Für den Zugriff auf gespeicherte Passwörter aus dem Google Password Manager benötigt sie explizite Erlaubnis.
Praxistests zeigen breites Anwendungsspektrum
In Testphasen bewältigte Auto Browse vielfältige digitale Routineaufgaben:
- Terminplanung über mehrere Kalender hinweg
- Ausfüllen komplexer Formulare und Anträge
- Zusammenstellung von Steuerunterlagen
- Vergleich von Dienstleister-Angeboten
- Verwaltung von Online-Abonnements
- Reiseplanung mit Preisvergleich für Flüge und Hotels
Besonders zeitintensive Recherchen profitieren von der Automatisierung. Die KI analysiert parallel verschiedene Websites und Zeiträume, um die optimale Lösung zu finden.
Limitierter Start mit unklarer Europa-Perspektive
Seit dem 28. Januar 2026 können US-Abonnenten die Funktion auf Desktop-Systemen testen. Die Nutzung ist jedoch eingeschränkt: AI Pro-Nutzer haben 20 Auto-Browse-Aufgaben täglich, AI Ultra-Kunden bis zu 200.
Google plant zunächst keine Veröffentlichung für kostenlose Nutzer oder internationale Märkte. Besonders in Europa könnten regulatorische Hürden wie die Digital Markets Act (DMA) und der KI-Gesetzentwurf zu Verzögerungen führen.
Wettlauf der Tech-Giganten um KI-Agenten
Mit Auto Browse positioniert sich Google im direkten Wettbewerb mit Microsoft Edge, OpenAI und Opera. Alle entwickeln ähnliche KI-Assistenten mit automatisierten Browser-Fähigkeiten.
Googles Trumpfkarte ist die tiefe Integration eigener Dienste. Die Gemini-Seitenleiste greift auf Daten aus Gmail, Kalender, Maps und Flights zu. So kann die KI beispielsweise persönliche und berufliche Termine abgleichen, bevor sie einen Tisch reserviert.
Diese Vernetzung, kombiniert mit den multimodalen Fähigkeiten von Gemini 3, könnte den entscheidenden Vorteil im hart umkämpften Markt bringen.
Perspektive: Der Browser als proaktiver Partner
Auto Browse ist nur der Anfang. Google arbeitet bereits an „Personal Intelligence“ – einer Erweiterung, die Kontext aus vorherigen Gesprächen speichert. Dadurch wird die Assistance immer persönlicher und effektiver.
Langfristig könnte diese Technologie grundlegend verändern, wie wir das Internet nutzen. Statt jeden Klick manuell auszuführen, delegieren wir einfach das gewünschte Ergebnis. Für Unternehmen verspricht dies erhebliche Produktivitätsgewinne.
Die Einführung über ein Bezahlmodell deutet auf Googles Strategie hin: Zuerst mit engagierten Nutzern optimieren, dann möglicherweise breiter veröffentlichen. Der Weg zu intelligenten, autonomen digitalen Partnern ist damit eingeschlagen.
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