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Google Chrome verliert ab Juli 2026 Support für ältere Macs

29.01.2026 - 20:00:12

Google stellt den Support für seinen Chrome-Browser auf Macs mit macOS 12 Monterey ein. Ab Juli 2026 erhalten diese Systeme keine Sicherheitsupdates mehr – ein Schritt, der Hunderttausende Nutzer betrifft und den Druck auf Hardware-Updates erhöht.

Der Cut kommt mit Chrome Version 151, die für den 28. Juli 2026 geplant ist. Danach benötigt der Browser mindestens macOS 13 Ventura für künftige Updates. Zwar läuft Chrome weiter auf Monterey, doch das Fehlen von Sicherheits-Patches öffnet Cyberangriffen Tür und Tor. Betroffen sind vor allem Mac-Modelle, die nicht auf Ventura aktualisiert werden können: iMacs vor 2017 und MacBook Airs vor 2018.

Die Entscheidung trifft eine ganze Generation von Apple-Computern. Neben den genannten Modellen sind auch viele MacBook Pro, Mac mini und Mac Pro aus der Mitte der 2010er Jahre betroffen. macOS Monterey selbst erschien im Oktober 2021 und wird von Apple nicht mehr aktiv mit Sicherheitsupdates versorgt. Für Google wird es damit immer schwieriger, einen sicheren Browser für diese Plattform zu gewährleisten.

Nutzer stehen vor einer unangenehmen Wahl: Sie können die unsichere Chrome-Version weiter nutzen, auf einen alternativen Browser wie Firefox oder Safari wechseln – oder in neue Hardware investieren. Künftig wird Chrome beim Start auf den betroffenen Systemen eine Warnung anzeigen. Branchenexperten sind alarmiert: „Ein ungepatchter Browser ist ein Einfallstor für Hacker“, warnt ein Sicherheitsanalyst. „Neue Schwachstellen werden täglich entdeckt.“

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Googles konsistente Strategie für alle Plattformen

Der Schritt bei macOS ist keine Ausnahme. Google verfolgt eine klare Linie, um Entwicklungskapazitäten zu bündeln und die Sicherheit zu erhöhen. Das Unternehmen setzt damit einen Trend fort, der sich durch die gesamte Tech-Branche zieht.

Bereits im August 2025 stellte Google die Updates für Android 8.0 Oreo und 9.0 Pie ein. Seit Chrome 139 ist mindestens Android 10 erforderlich. Auch im Windows-Ökosystem gab es ähnliche Einschnitte: Seit Chrome 109 Anfang 2023 werden Windows 7 und 8.1 nicht mehr unterstützt. Selbst sehr alte PCs ohne SSE3-Befehlssatz – meist Baujahr vor 2005 – sind seit Jahren aus dem Support gefallen.

Sicherheit und Innovation als Triebfedern

Hinter der Abkehr von alten Systemen stehen zwei Hauptgründe: Sicherheit und Innovationsfähigkeit. Moderne Browser sind komplexe Anwendungen, die auf die Sicherheitsfunktionen des Betriebssystems angewiesen sind. Wenn Apple oder Microsoft den Support einstellen, kann Google keine sichere Umgebung mehr garantieren.

Gleichzeitig erlauben neue Web-Technologien wie fortschrittliche Grafikbeschleunigung oder KI-Features oft nur moderne Hardware. Durch höhere Mindestanforderungen können Entwickler leistungsfähigere und sicherere Features implementieren, ohne von veralteter Technik ausgebremst zu werden. Für die breite Masse der Nutzer entsteht so ein robusteres digitales Ökosystem.

Was betroffene Nutzer jetzt tun sollten

Die Zukunft für Nutzer alter Geräte ist risikoreich. Neben der Sicherheitslücke droht langfristig Inkompatibilität mit modernen Webseiten und Apps. Die dringende Empfehlung für Mac-Nutzer lautet: Prüfen Sie, ob Ihr Gerät macOS 13 Ventura oder neuer unterstützt, und führen Sie das Update durch.

Ist ein Hardware-Upgrade nicht möglich, bleibt nur der Wechsel zu einem Browser, der den alten OS-Standard noch unterstützt. Doch das ist eine Übergangslösung. Der Trend ist eindeutig: Alle großen Browser-Hersteller werden den Support für veraltete Systeme irgendwann einstellen. Am Ende dieses Software-Lebenszyklus steht für viele Nutzer unausweichlich die Anschaffung neuer Hardware.

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