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Google Classroom setzt mit KI auf Podcast-Lektionen

23.01.2026 - 05:00:12

Google integriert KI-generierte Audio-Lektionen in seine Bildungsplattform – kostenlos für Millionen Nutzer. Die neuen Funktionen sollen Lehrkräfte entlasten und Unterricht für Schüler attraktiver machen.

Auf der Bildungsmesse BETT 2026 in London stellte Google die Erweiterung vor. Kernstück ist die KI „Gemini“, die aus Stichpunkten oder vorhandenen Materialien komplette Audio-Lektionen erzeugt. Die KI formatiert den Inhalt oft als Gespräch zwischen Lehrer und Schüler. Das Ziel: lebendigeren, zugänglicheren Unterricht zu schaffen, der besonders auditiven Lerntypen entgegenkommt.

Lehrkräfte können das Tool individuell anpassen. Sie legen die Zielklassenstufe, Schlüsselthemen und Lernziele fest. Auch das Audio-Format ist wählbar – vom Interview bis zur Gruppendiskussion. Die fertigen Dateien lassen sich direkt in Google Drive speichern und einfach in Classroom-Aufgaben teilen.

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Antwort auf die Podcast-Generation

Die Strategie hinter der Audio-Offensive ist klar: Sie trifft die Mediengewohnheiten der „Generation Z“. Podcasts sind bei Jugendlichen extrem populär. Mit dem vertrauten Format will Google die Schüler dort abholen, wo sie sind. Dies ermöglicht ein „fragmentiertes Vertiefungslernen“ – etwa auf dem Schulweg oder beim Sport, wo bildschirmbasiertes Lernen nicht infrage kommt.

Die Podcast-Funktion ist Teil eines größeren Updates mit über 30 neuen KI-gestützten Features. Sie sollen den Arbeitsalltag von Lehrern vereinfachen, etwa bei der Erstellung von Unterrichtsplänen oder Bewertungsrastern. Zudem können nun beide Seiten – Lehrer und Schüler – Audio- und Videoaufnahmen direkt in Aufgaben und Feedback einbinden.

Mainstream für KI im Klassenzimmer

Die Integration generativer KI in eine so weit verbreitete Plattform wie Google Classroom ist ein bedeutender Schritt. Die Plattform hat weltweit über 150 Millionen Nutzer. Indem Google die mächtigen Tools kostenlos anbietet, positioniert es sich als zentraler Player im wachsenden EdTech-Markt und konkurriert direkt mit spezialisierten KI-Nachhilfeplattformen.

Experten sehen darin einen Push hin zu einer interaktiveren, KI-assistierten Lernumgebung. Der Fokus liegt auf flexiblen, anpassbaren Inhalten für individuelle Bedürfnisse, wobei die Pädagogen die inhaltliche Kontrolle behalten. Schuladministratoren müssen Gemini zunächst für ihr Kollegium freischalten. Das Rollout der Features begann bereits Anfang Januar 2026 und wird für verschiedene Workspace-for-Education-Pakete verfügbar sein.

Weniger Verwaltung, mehr Menschlichkeit

Die Entwicklung zeigt den Trend zu personalisierter, zugänglicher digitaler Bildung. Mit fortschrittlicheren KI-Modellen wird das Potenzial für adaptive Lernmaterialien weiter wachsen. Weitere Neuerungen umfassen eine überarbeitete Startseite, die als „Dashboard“ mit unterschiedlichen Metriken für Schulleiter, Lehrer und Schüler dient.

Langfristig versprechen die KI-Tools, den Verwaltungsaufwand für Lehrer zu reduzieren. So gewinnen sie mehr Zeit für die direkte Interaktion mit den Schülern und die menschliche Seite des Unterrichts. Mit der Fähigkeit, sekundenschnell Zusatzmaterial wie Audio-Lektionen zu generieren, können Pädagogen ein inklusiveres Lernumfeld schaffen – das die vielfältigen Arten der Wissensaufnahme berücksichtigt.

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