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Google Meet: Neue KI-Kontrollen für Unternehmen

29.01.2026 - 22:52:11

Google erweitert seine KI-Notizfunktion in Meet um zentrale Administratoreinstellungen, um die Verbreitung sensibler Protokolle zu steuern und Compliance-Anforderungen zu erfüllen.

Google stattet seine KI-gesteuerte Notizfunktion in Meet mit unternehmensweiten Admin-Einstellungen aus. Die am 26. Januar vorgestellte Erweiterung gibt IT-Administratoren mehr Kontrolle über die Verbreitung automatisch generierter Meeting-Zusammenfassungen. Damit reagiert der Konzern auf Sicherheitsbedenken bei der Einführung generativer KI in sensiblen Geschäftsbereichen.

Granulare Steuerung für KI-Notizen

Die neuen Funktionen zielen auf das Feature „Take notes for me“ ab, das automatisch Protokolle und Aufgabenlisten erstellt. Bislang fehlten zentrale Richtlinien für die Weitergabe dieser sensiblen Inhalte. Jetzt können Administratoren eine Standard-Freigaberegel für alle KI-Notizen im Unternehmen festlegen. Zur Wahl stehen:

  • Nur Gastgeber und Co-Gastgeber: Die restriktivste Option.
  • Eingeladene Gäste innerhalb der Organisation: Die Standardeinstellung.
  • Alle eingeladenen Gäste: Für Meetings mit externen Partnern.

Ein zentraler Schalter entscheidet zudem, ob Meeting-Gastgeber diese Vorgabe in Einzelfällen überschreiben dürfen. Ist er deaktiviert, gilt die Unternehmensrichtlinie verbindlich. So wird verhindert, dass sensible Inhalte aus Finanz-, Rechts- oder Personalgesprächen versehentlich zu weit verteilt werden.

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Mehr Sicherheit für die KI-Ära

Die Maßnahmen sind eine direkte Antwort auf wachsende Compliance-Anforderungen. Für viele Firmen war die unkontrollierte Verbreitung von KI-Protokollen ein Risiko. „Durch diese Admin-Kontrollen können Unternehmen KI-Produktivitätstools einführen und gleichzeitig ihre Compliance-Vorgaben einhalten“, erklärt Google.

Die Möglichkeit, eine restriktive Standardeinstellung zu wählen, sorgt dafür, dass alle KI-generierten Dokumente standardmäßig geschützt sind. Eine bewusste Handlung ist nötig, um sie breiter zu teilen. Dies soll das Vertrauen sicherheitsbewusster Unternehmen in die Technologie stärken.

Googles großangelegter KI-Ausbau

Das Update ist Teil einer ganzen Serie von KI-Erweiterungen für Google Workspace, die Ende Januar 2026 vorgestellt wurden. Bereits am 26. Januar kündigte Google eine KI-Funktion im Kalender an, die optimale Meeting-Termine vorschlägt. Einen Tag später folgte die tiefergehende Integration des KI-Forschungstools NotebookLM in die Gemini-App.

Während ein früheres Update im Januar mehr Kontrolle für Endnutzer brachte, konzentriert sich diese Ankündigung auf die administrative Steuerung von oben. Google schafft so ein umfassendes Kontrollsystem, das sowohl Nutzerautonomie als auch Unternehmensrichtlinien unter einen Hut bringt.

Der Trend zur eingebauten KI-Governance

Die Verfügbarkeit ausgefeilter Admin-Kontrollen wird zunehmend zum entscheidenden Faktor bei der Wahl von Kollaborationsplattformen. Das Update unterstreicht den branchenweiten Trend, Sicherheits- und Compliance-Features direkt in die KI-Tools einzubetten.

Experten erwarten, dass Google die Governance-Optionen weiter ausbauen wird. Künftige Updates könnten detailliertere Steuerungen für andere KI-Funktionen wie generierte Hintergründe oder Live-Untertitel bringen. Die Fähigkeit, Richtlinien für Aufbewahrung, Zugriff und externe Freigabe aller KI-Inhalte zu definieren, wird entscheidend sein. Mit diesem Kurs positioniert sich Google für die komplexen Sicherheitsanforderungen des modernen, KI-gesteuerten Arbeitsplatzes.

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