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Google: Staatliche Hacker nutzen Gemini für Angriffe

12.02.2026 - 18:02:12

Googles eigene KI wird von staatlichen Hackern aus mehreren Ländern als Werkzeug für präzisere Phishing-Angriffe, schnellere Malware-Entwicklung und gezielte Spionage eingesetzt.

Google enthüllt, dass staatliche Hacker seine eigene KI missbrauchen. Ein heute veröffentlichter Bericht des Google Threat Intelligence Group (GTIG) zeigt, wie Hacker aus China, Iran, Nordkorea und Russland das Gemini-Modell systematisch für Cyberangriffe einsetzen. Die KI wird zum unverzichtbaren Werkzeug, um Angriffe schneller und präziser durchzuführen.

Gemini als Schweizer Taschenmesser für Hacker

Die Analyse beschreibt einen klaren Wandel: Künstliche Intelligenz ist für fortgeschrittene Hackergruppen kein Experiment mehr, sondern ein fester Bestandteil ihres Arsenals. Sie nutzen öffentlich zugängliche Modelle wie Gemini in allen Phasen eines Angriffs.

  • Perfektionierte Phishing: Die KI hilft, täuschend echte und personalisierte Betrugsnachrichten zu erstellen. Sie übersetzt Texte, versteht lokale Redewendungen und eliminiert so klassische Warnsignale wie holprige Grammatik.
  • Schnellere Malware-Entwicklung: Beim Schreiben, Debuggen und Optimieren von Schadcode beschleunigt die KI die Arbeit der Angreifer erheblich.
  • Zielgerichtete Spionage: Für die Aufklärung analysieren Hacker mit KI riesige Mengen öffentlicher Daten, um Schwachstellen bei Personen oder Organisationen zu finden.

Diese staatlichen Gruppen sind aktiv

Der Bericht nennt konkrete Akteure, die Gemini bereits operativ nutzen. Dazu gehören die iranische Gruppe APT42, die das Tool für gezielte Phishing-Kampagnen einsetzt, und die chinesische Hackergruppe Temp.HEX, die es zur Recherche über Ziele in Pakistan verwendete. Auch nordkoreanische Akteure wie UNC2970 setzen die KI zur Profilerstellung von hochrangigen Zielen ein.

Die Bedrohung ist damit global. Die verfeinerten Methoden zielen nicht nur auf Regierungen und Konzerne, sondern machen auch jeden Einzelnen zum potenziellen Ziel – oft über das private Smartphone.

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Warum dieser Bericht ein Weckruf ist

Die Nutzung frei verfügbarer KI-Tools markiert eine strategische Verschiebung. Staatliche Akteure müssen keine eigenen, teuren Systeme mehr entwickeln, sondern lagern Teile ihrer Operationen einfach aus. Das senkt die Hürden und beschleunigt ihre Fähigkeiten massiv.

Google hat als Reaktion die Konten der identifizierten Gruppen gesperrt und betont laufende Verbesserungen der Sicherheitsvorkehrungen. Der Bericht zeigt jedoch: Das Wettrüsten hat eine neue Stufe erreicht. Die Verteidigung muss nun mit KI-gestützten Systemen auf die immer raffinierteren, ebenfalls KI-gestützten Angriffe reagieren.

@ boerse-global.de

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