Sparkassen-Coup: Erste Kunden bekommen Dokumente zurĂŒck
08.05.2026 - 09:17:18 | dpa.deEs handele sich dabei vor allem um namentlich klar zuzuordnende Dokumente wie KaufvertrĂ€ge, Urkunden, Fahrzeugbriefe oder FamilienstammbĂŒcher, sagte eine Sparkassensprecherin.
Sie gehörten zu den rund 50.000 GegenstĂ€nden, die die Einbrecher Ende 2025 in dem verwĂŒsteten Tresorraum zurĂŒckgelassen hatten. Die Dokumente und GegenstĂ€nde wĂŒrden schrittweise den jeweiligen Kunden zugeordnet und zurĂŒckgegeben. Das sei nicht leicht und gleiche einem gigantischen Puzzle, hatte Sparkassenchef Michael Klotz gesagt.
Nach der RĂŒckgabe beginnt die Schadenermittlung
Unter den von den Einbrechern zurĂŒckgelassenen GegenstĂ€nden könnten durchaus auch werthaltige Dinge sein, sagte die Sprecherin. Wenn die RĂŒckgabe abgeschlossen ist, soll final der Schaden der gut 3.000 Kunden durch den Tresorraum-Einbruch ermittelt werden.
Die SchlieĂfĂ€cher sind standardmĂ€Ăig bis zu 10.300 Euro pro Fach versichert, wenn Kunden den Nachweis ĂŒber entsprechend wertvolle Inhalte erbracht haben. Nach eigenen Angaben hatten viele Kunden deutlich höhere BetrĂ€ge in ihren FĂ€chern.
Die Polizei wies am Morgen darauf hin, dass alle in Empfang genommenen WertgegenstĂ€nde im Nachgang bei der Polizei angegeben werden mĂŒssten. "Nur so ist gewĂ€hrleistet, dass all jene GegenstĂ€nde, die im Zuge der polizeilichen Vernehmungen zunĂ€chst als gestohlen gemeldet wurden, nicht weiter zur Sachfahndung ausgeschrieben sind." Dazu sollten sich betroffenen Personen telefonisch bei der Polizei melden.
Suche nach TÀtern lÀuft weiter
Im "Morgenecho" auf WDR 5 warb Sparkassenchef Klotz angesichts von RĂŒcktrittsforderungen bei Betroffenen um VerstĂ€ndnis. Auch die Bank selbst sei Opfer geworden, das gerate völlig in den Hintergrund. Seit dem Einbruch sei kein einziger Tag vergangen, an dem er und seine Mitarbeitenden sich nicht mit der Tat beschĂ€ftigt hĂ€tten. Man sehe keine Verletzung der Sorgfaltspflicht seitens der Sparkasse.
Bei dem spektakulĂ€ren Einbruch hatten die unbekannten TĂ€ter nach Weihnachten 2025 alle Sicherheitssysteme der Sparkasse ĂŒberwunden, sich mit einem Kernbohrer Zutritt zum Tresorraum verschafft und fast alle der 3.100 SchlieĂfĂ€cher aufgebrochen. Der Gesamtschaden wurde kurz nach dem Einbruch von der Polizei auf einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag geschĂ€tzt, er könnte aber auch noch wesentlich höher im möglicherweise deutlich dreistelligen Millionenbereich liegen.
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
