Ergebnisse, Produktion/Absatz

Symrise hÀlt Wachstumskurs - UnverÀnderte Jahresziele enttÀuschen teils

01.08.2024 - 11:24:51

Gute GeschĂ€fte mit teuren ParfĂŒms sowie mit ZusĂ€tzen fĂŒr Heimtiernahrung haben das Wachstum von Symrise DE000SYM9999 im ersten Halbjahr angetrieben.

Zudem blieb, auch dank eines Sparprogramms, anteilig mehr vom Umsatz als operativer Gewinn hÀngen. Der seit April amtierende Konzernchef Jean-Yves Parisot will verstÀrkt auf die ProfitabilitÀt achten. In diesem Zusammenhang steht nun das Aqua-Feed-GeschÀft zum Verkauf. Die Jahresziele bestÀtigte Parisot. An der Börse hatte sich manch ein Anleger mehr erhofft, der Aktienkurs geriet am Donnerstag unter Druck.

Den Umsatz steigerte der Hersteller von Duftstoffen und Aromen im ersten Halbjahr im Jahresvergleich um 6,3 Prozent auf 2,57 Milliarden Euro. Aus eigener Kraft - also ohne negative Wechselkurseffekte sowie Effekte aus Zu- und VerkÀufen von Unternehmensteilen - lag das Plus bei 11,5 Prozent.

Als Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) blieben vom Umsatz 20,7 Prozent hĂ€ngen. Damit stieg der operative Gewinn um 11,5 Prozent auf knapp 530 Millionen Euro, was etwas mehr ist als von Analysten im Mittel erwartet. Der Überschuss verbesserte sich von fast 188 Millionen auf gut 239 Millionen Euro.

FĂŒr das Gesamtjahr strebt Parisot weiterhin ein organisches Umsatzwachstum von 5 bis 7 Prozent an, bei einer Ebitda-Marge von um die 20 Prozent.

Die jĂŒngste GeschĂ€ftsentwicklung liege im Einklang mit den Markterwartungen, doch könnte die ausgebliebene Zielerhöhung fĂŒr 2024 einige Investoren enttĂ€uschen, erklĂ€rte Analyst Charles Eden von der Schweizer Bank UBS in einer ersten EinschĂ€tzung.

Die Symrise-Aktien waren mit einem Minus von rund drei Prozent auf 113,25 Euro am Donnerstag unter den grĂ¶ĂŸten Verlierern im deutschen Leitindex Dax. Allerdings waren sie auch erst am Vortag auf den höchsten Stand seit Anfang 2022 gestiegen. Die Erwartungen waren also hoch.

Symrise-Finanzvorstand Olaf Klinger betonte in einer Telefonkonferenz, dass er optimistisch sei, zumindest am oberen Ende der Zielspanne fĂŒr das organische Umsatzwachstum herauszukommen. Mehr dazu könnte es bei der Vorlage der Zahlen zum dritten Quartal geben.

FĂŒr Analystin Georgina Fraser von der Investmentbank Goldman Sachs enttĂ€uscht eher die ProfitabilitĂ€t. Die Marktwartung fĂŒr die operative Gewinnmarge 2024 könnte sich als ambitioniert erweisen, zumal die Marge in der zweiten JahreshĂ€lfte traditionell niedriger ausfalle als in der ersten JahreshĂ€lfte.

Derweil tritt die UnternehmensfĂŒhrung auf die Kostenbremse. Das im ersten Quartal angestoßene Programm habe bereits etwa die HĂ€lfte der angestrebten Einsparungen von rund 50 Millionen Euro erbracht, teilte Symrise weiter mit.

Und auch Portfolioanpassungen sollen kĂŒnftig positiv auf die Gewinnmarge wirken. Verkauft wird das Aqua-Feed-GeschĂ€ft rund um Zusatzstoffe fĂŒr Futtermittel fĂŒr Aquakulturen. Die Trennung von zwei Tochtergesellschaften in Costa Rica und Ecuador sowie die Schließung des zugehörigen Entwicklungs- undVerwaltungsbereichs in Frankreich sind vorgesehen. Symrise sei hier zu klein, erklĂ€rte Parisot. Die zur VerĂ€ußerung stehenden Teile erzielten laut einer PrĂ€sentation einen Jahresumsatz von rund 20 Millionen Euro.

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