Mama-Betrug, Kriminelle

Hallo Mama-Betrug: So tricksen Kriminelle Eltern aus

28.01.2026 - 00:05:12

Kriminelle täuschen per Messenger als Kinder in Not und erbeuten hohe Summen. Experten warnen vor neuen Varianten und geben klare Schutzempfehlungen.

Eine perfide Betrugsmasche über WhatsApp versetzt weiterhin Tausende in Deutschland, Österreich und der Schweiz in Sorge. Kriminelle geben sich als Kinder in Not aus und erbeuten hohe Geldsummen. Aktuelle Polizeimeldungen zeigen: Die Zahl der Betrugsversuche bleibt hoch.

Die Masche ist eine digitale Weiterentwicklung des klassischen „Enkeltricks“. Sie beginnt mit einer Nachricht von einer unbekannten Nummer, die sich als Sohn oder Tochter ausgibt. Die Täter behaupten, ihr Handy sei kaputt oder verloren, weshalb sie nun von dieser Nummer schreiben. Dieser erste Kontakt dient dazu, Vertrauen aufzubauen.

Die raffinierte Vorgehensweise der Betrüger

Sobald das Opfer die neue Nummer gespeichert hat, folgt der zweite Schritt. Die Täter schildern eine dringende finanzielle Notlage. Ein häufiger Vorwand: Durch das neue Handy sei der Zugriff aufs Online-Banking blockiert, aber eine wichtige Rechnung müsse sofort bezahlt werden.

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Die Betrüger bitten dann um die Begleichung per Echtzeit-Überweisung auf ein fremdes Konto. In Wirklichkeit gehören diese Konten sogenannten Finanzagenten, die von den Betrügerbanden rekrutiert werden. Die Schadenssummen reichen von hunderten bis zu mehreren zehntausend Euro pro Fall.

Psychologischer Druck und neue Varianten

Der Erfolg basiert auf emotionaler Manipulation. Die Ansprache als „Mama“ oder „Papa“ löst bei vielen Eltern einen starken Hilfsimpuls aus und setzt rationales Denken außer Kraft. Die Täter kommunizieren oft in einem lockeren, umgangssprachlichen Ton – das erhöht paradoxerweise die Glaubwürdigkeit.

Sicherheitsexperten warnen aktuell vor zwei neuen Entwicklungen:
* Die Täter fragen nach persönlichen Fotos, die später für gefälschte Profile oder Erpressung missbraucht werden können.
* Der mögliche Einsatz von KI-gestützten Stimm-Klonern könnte die Täuschung durch gefälschte Sprachnachrichten noch überzeugender machen.

So schützen Sie sich: Die entscheidenden Tipps

Polizei und Verbraucherzentralen geben klare Empfehlungen. Der wichtigste Schritt ist die Verifizierung. Wer eine solche Nachricht erhält, sollte:
* Unter keinen Umständen auf Geldforderungen eingehen.
* Umgehend versuchen, das Kind unter der altbekannten Telefonnummer anzurufen.
* Bei Unklarheit Kontrollfragen stellen, deren Antwort nur das echte Kind wissen kann.

Jegliche Aufforderung zur Überweisung an unbekannte Konten ist ein sofortiges Alarmzeichen. Experten raten zudem, die Privatsphäre-Einstellungen bei WhatsApp zu überprüfen.

Ermittlungserfolge und notwendiges Handeln

Die Ermittlungsbehörden verzeichnen auch Erfolge. In Nürnberg konnte eine bundesweit agierende Bande zerschlagen werden, in Zürich wurden mutmaßliche Telefonbetrüger verhaftet. Diese Erfolge zeigen, dass die polizeilichen Maßnahmen greifen.

Doch die Wachsamkeit jedes Einzelnen bleibt der effektivste Schutz. Opfer eines Betrugs sollten sich umgehend an ihre Bank wenden und Anzeige bei der Polizei erstatten. Alle Chatverläufe und Screenshots sind dabei als Beweismittel zu sichern.

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