Heidelberger, Druck

Heidelberger Druck Aktie: LĂĽcke zwischen Anspruch und Kurs

27.03.2026 - 15:35:18 | boerse-global.de

Heidelberger Druckmaschinen meldet Umsatzwachstum und gründet Joint Venture für Drohnenabwehr, doch die Aktie verliert deutlich an Wert. Der Markt wartet auf konkrete Umsätze aus dem neuen Geschäftsfeld.

Heidelberger Druck Aktie: LĂĽcke zwischen Anspruch und Kurs - Foto: ĂĽber boerse-global.de
Heidelberger Druck Aktie: LĂĽcke zwischen Anspruch und Kurs - Foto: ĂĽber boerse-global.de

Neues Verteidigungsgeschäft, solide Quartalszahlen, gesicherte Kreditlinie — und trotzdem hat die Aktie seit Jahresbeginn rund ein Drittel ihres Werts verloren. Bei Heidelberger Druckmaschinen klafft eine bemerkenswerte Lücke zwischen dem, was das Unternehmen operativ liefert, und dem, was der Markt dafür honoriert.

ONBERG: Absichtserklärung wird operative Realität

Am 18. März gründete Heidelberger Druckmaschinen gemeinsam mit dem amerikanisch-israelischen Sicherheitsanbieter Ondas Autonomous Systems das Joint Venture ONBERG Autonomous Systems. Die im Dezember 2025 unterzeichnete Absichtserklärung hat damit eine konkrete Struktur bekommen. Heidelberger hält 49 Prozent am neuen Unternehmen.

ONBERG soll als Anbieter autonomer Drohnenabwehrsysteme eine Marktlücke beim Schutz kritischer Infrastrukturen in Europa schließen. Am Standort Brandenburg an der Havel, wo rund 380 Mitarbeiter beschäftigt sind, entsteht ein Kompetenzzentrum für Drohnenabwehr — mit lokaler Montage in Deutschland. In der Anfangsphase stehen Lieferungen nach Deutschland und in die Ukraine im Vordergrund, darunter das System „Iron Drone Raider". Den adressierbaren Markt für handgehaltene Counter-UAS-Systeme beziffert Ondas auf knapp 10 Milliarden US-Dollar über fünf Jahre.

Die Technologien verfolgen eine Dual-Use-Strategie: Anwendungen reichen vom Schutz militärischer Einrichtungen bis zur Absicherung industrieller Anlagen.

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Kerngeschäft mit gemischten Signalen

Im operativen Geschäft zeigt sich ein ähnlich zweischneidiges Bild. In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres wuchs der Umsatz trotz negativer Währungseffekte von 44 Millionen Euro auf 1,6 Milliarden Euro — ein Plus von rund sechs Prozent. Die bereinigte EBITDA-Marge verbesserte sich von 5,7 auf 7,1 Prozent.

Im dritten Quartal (Oktober bis Dezember 2025) stieg der Umsatz um vier Prozent auf 617 Millionen Euro, das bereinigte EBITDA sank jedoch von 55 auf 50 Millionen Euro. Die Jahresziele — Umsatz von 2,35 Milliarden Euro und eine operative Marge im unteren Bereich von bis zu acht Prozent — hält das Management aufrecht.

Zusätzlichen Aufwand erzeugt das Schutzschirmverfahren des Kooperationspartners Manroland Sheetfed. Heidelberger muss nun für die gemeinsam entwickelte Presse Cartonmaster CX 145 vollständig die Verantwortung übernehmen — Vertrieb, Service und Integration ins Prinect-Ökosystem inklusive. Das bindet Ressourcen, verschafft dem Unternehmen aber auch die Möglichkeit, das Produkt eigenständig zu vermarkten.

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Markt wartet auf den ersten Beweis

Dass die Ankündigung von ONBERG nicht unbeachtet blieb, zeigt das Handelsvolumen: Am Tag nach der Bekanntgabe erreichte es zeitweise 422 Prozent eines durchschnittlichen Handelstages. Solche Ausschläge deuten eher auf massive Umschichtungen in der Aktionärsstruktur hin als auf breite Begeisterung.

Erste nennenswerte Umsatzbeiträge aus der Sicherheitssparte erwartet das Management frühestens im zweiten Halbjahr 2026, den operativen Break-even zwölf Monate nach dem vollständigen Anlauf. Mitte April präsentiert Heidelberger technische Details und die Roadmap der Defense-Sparte. Der härtere Test folgt am 10. Juni 2026, wenn die vollständigen Zahlen für das vierte Quartal erscheinen — und erstmals zeigen, ob die Margen im Kerngeschäft trotz der Investitionskosten stabil bleiben.

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