Henkel, Aktie

Henkel Aktie: Übernahme-Offensive

27.03.2026 - 17:17:24 | boerse-global.de

Der Düsseldorfer Konsumgüterkonzern setzt seine aggressive Akquisitionsstrategie fort und erwirbt die angeschlagene Haarpflegemarke mit deutlichem Aufpreis. Analysten bewerten das Potenzial für Synergien.

Henkel Aktie: Übernahme-Offensive - Foto: über boerse-global.de
Henkel Aktie: Übernahme-Offensive - Foto: über boerse-global.de

Henkel greift erneut zu. Mit der Übernahme von Olaplex für 1,4 Milliarden Dollar setzt der Düsseldorfer Konzern seine aggressive Einkaufstour im Haarpflege-Segment fort — und das in einem schwierigen Marktumfeld.

Der vereinbarte Preis von 2,06 Dollar je Aktie liegt deutlich über dem Schlusskurs vom Mittwoch von 1,33 Dollar. Für Olaplex-Aktionäre ist das ein Aufschlag von rund 55 Prozent. An der Börse quittierte der Markt den Deal mit einem leichten Plus von 0,8 Prozent für die Henkel-Aktie — eine verhaltene, aber positive Reaktion in einem Umfeld, in dem der DAX insgesamt 1,5 Prozent verlor.

Schnäppchen mit Schönheitsfehlern

Olaplex war 2021 als gefeierter Börsengang gestartet, der Kurs kletterte zeitweise auf fast 30 Dollar. Was folgte, war ein langer Absturz. Massiver Wettbewerbsdruck ließ den Umsatz in drei aufeinanderfolgenden Jahren schrumpfen. Zuletzt erzielte das Unternehmen rund 370 Millionen Euro Jahresumsatz bei einem Börsenwert von knapp 890 Millionen Dollar.

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Dass Henkel jetzt mit einem Aufpreis von 1,4 Milliarden Dollar zugreift, hat Analysten gespalten. JPMorgan sieht Potenzial durch Synergien mit Henkels bestehender globaler Salonpräsenz, mahnt aber zugleich, dass die Umsatzschwäche der vergangenen Jahre keine Garantie für eine schnelle Trendwende bietet. Auch der Hauptaktionär Advent stimmte dem Verkauf zu — ein Zeichen, dass man die Bewertung als fair erachtet.

Drittes Milliarden-Geschäft in zwei Monaten

Olaplex ist nur der jüngste Baustein in einer bemerkenswert dichten Übernahme-Serie. Anfang März hatte Henkel bereits die US-Haarpflegemarke „Not Your Mother's" übernommen — eine Marke mit rund 190 Millionen Euro Umsatz im Jahr 2025 und zweistelligem Wachstum. Noch davor, im Februar, stand die Übernahme der Spezialbeschichtungsfirma Stahl für 2,1 Milliarden Euro auf dem Programm.

Drei Zukäufe in zwei Monaten, Gesamtvolumen deutlich über vier Milliarden Euro. Das Tempo ist ungewöhnlich für ein Unternehmen, das für 2026 lediglich organisches Umsatzwachstum von ein bis drei Prozent erwartet und eine bereinigte Ebit-Marge zwischen 14,5 und 16 Prozent anstrebt. CEO Carsten Knobel hatte noch im März vor geopolitischen Risiken und Handelskonflikten gewarnt — und kauft gleichzeitig beherzt zu.

Der Olaplex-Deal muss noch regulatorische Hürden nehmen, dürfte aber keine größeren Hindernisse erwarten. Für Henkel-Aktionäre bleibt die entscheidende Frage, ob die Zukäufe das schwache organische Wachstum mittelfristig ausgleichen können — oder ob der Konzern schlicht teuer eingekaufte Umsätze in einer stagnierenden Kategorie angehäuft hat.

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