Henrichmann: Keine vorschnelle Bewertung von SabotagefÀllen
Veröffentlicht am: 02.09.2026 um 16:27 Uhr | dpa, AD HOC NEWS"Die Lehre aus Leipzig ist, dass wir uns vor vorschnellen Bewertungen hĂŒten", sagte der CDU-Politiker der "Rheinischen Post". Dort hĂ€tten die professionell gefĂŒhrten Ermittlungen StĂŒck fĂŒr StĂŒck belastbare Fakten geliefert. "Genau das erwarte ich auch jetzt in JĂ€nschwalde und Bergheim."
Nur Klarheit lasse wirksamen Schutz zu, sagte Henrichmann. "Das Muster passt sowohl zu Linksextremisten, die seit Jahren unsere Energieversorgung angreifen, als auch zu staatlich gelenkten Low-Level-Agenten, die unsere Gesellschaft destabilisieren wollen. Der zeitliche Zufall mit der Wahl in Sachsen-Anhalt mag auffĂ€llig sein, taugt fĂŒr sich genommen aber noch nicht als Beweis fĂŒr die Urheberschaft oder den Zusammenhang."
Weitere Àhnliche VorfÀlle möglich
Henrichmann hĂ€lt weitere VorfĂ€lle Ă€hnlicher Art fĂŒr möglich. "Wer mit derart niedrigschwelligen Mitteln gezielt KurzschlĂŒsse und maximalen Schaden erzeugen kann, wird es wieder versuchen". Dem "Handelsblatt" sagte er, dass das Stromnetz bislang gehalten habe, sei kein Grund zur Entwarnung, "sondern der Beweis, dass Resilienz mehr denn je hart erarbeitet werden muss".
Bergheim und JĂ€nschwalde binnen 24 Stunden seien "keine EinzelfĂ€lle mehr, das ist eine Serie von Angriffen gegen unsere Energieversorgung", sagte der CDU-Politiker. "AuffĂ€llig ist: Es braucht gar keine groĂen Sprengungen, kein aufwendiges Arsenal. Ein gezielt herbeigefĂŒhrter Kurzschluss an der richtigen Stelle reicht, um maximalen Schaden anzurichten." Man sehe "eiskaltes KalkĂŒl mit niedrigschwelligen Mitteln".
