Rhein fordert Kompromiss bei Bund-LĂ€nder-Finanzen
04.12.2025 - 23:13:10Nach der MinisterprĂ€sidentenkonferenz und dem GesprĂ€ch mit Bundeskanzler Friedrich Merz sagte Rhein in Berlin, die ReformfĂ€higkeit unseres Staates sei eine SchlĂŒsselfrage fĂŒr eine stabile und starke Demokratie. Bund und LĂ€nder hatten sich zuvor auf rund 200 MaĂnahmen zur EntbĂŒrokratisierung und schnelleren Verfahren verstĂ€ndigt.
Keine AnnĂ€herung gab es dagegen bei der Reform der Bund-LĂ€nder-Finanzbeziehungen. Rhein sagte, man sei einer tragfĂ€higen Lastenteilung nicht nĂ€hergekommen. Wer Leistungen bei LĂ€ndern und Kommunen bestelle, zum Beispiel in der Sozialpolitik, der mĂŒsse sie auch bezahlen, sagte er. Der MinisterprĂ€sident forderte die Bundesregierung auf, einen Kompromiss vorzulegen.
Rhein warb erneut fĂŒr eine "Föderalismuskommission III". Die Finanzbeziehungen seien aus der Balance geraten. Hilfen dĂŒrften GeberlĂ€nder nicht ĂŒberfordern. "Wenn Hessen als starkes Land Schulden aufnehmen muss, um andere LĂ€nder mit fast vier Milliarden im LĂ€nderfinanzausgleich zu unterstĂŒtzen, stimmt etwas grundsĂ€tzlich nicht mehr", sagte er.

