Hexagon, SE0015961909

Hexagon Geosystems HxGN SmartNet - Präzise GNSS-Korrekturdaten für Vermesser

30.06.2026 - 22:43:05 | ad-hoc-news.de

HxGN SmartNet liefert GNSS-Korrekturdaten mit Zentimeter-Genauigkeit für Vermessung, Bau und Landwirtschaft in zahlreichen europäischen Ländern. Wer Hexagon Aktien (ISIN SE0015961909) hält, sollte dieses Produkt kennen.

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Verantwortlich: Nora Steinfeld, ad hoc news Fachredaktion Neuheiten & Launch. Geprueft am 30.06.2026, 22:42 Uhr. Details im Impressum.

HxGN SmartNet surrt im Hintergrund, während eine Vermesserin den GNSS-Rover über den frisch abgezogenen Schotter einer Baustelle führt. Das Tablet in ihrer Hand zeigt stabile Fix-Lösungen, die Position wandert in sauberer Spur über den Bildschirm. Genau diese Art von präzisen Korrekturdaten will Hexagon mit SmartNet als Abo-Service skalieren.

GNSS-Korrekturdaten als Service

HxGN SmartNet ist ein Netzwerk-basierter GNSS-Korrekturdienst, der Echtzeit-RTK- und Netzwerkkorrekturen für GPS, GLONASS, Galileo und Beidou bereitstellt. Der Dienst wird von Hexagon Geosystems betrieben und adressiert vor allem Vermesser, Bauunternehmen und Maschinensteuerungslösungen. Auf der europäischen Produktseite beschreibt Hexagon SmartNet als „High-precision GNSS correction service“, verfügbar über Mobilfunk und kompatibel mit vielen Empfängermarken, nicht nur hauseigenen Leica Geosystems Sensoren.

Produktmanagerin Lisa Andersson aus dem Geosystems-Team erklärt in einem Webinar sinngemäß, dass SmartNet-Nutzer typischerweise Fehler im Bereich von wenigen Zentimetern erreichen, solange ein stabiler Mobilfunkzugang besteht und passende GNSS-Hardware verwendet wird. Der Dienst wird über unterschiedliche regionale Abdeckungen vermarktet, darunter spezifische Netze für Deutschland, Skandinavien und Großbritannien, jeweils mit eigenen Referenzstationen.

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Abdeckung, Formate und Branchen-Fokus

SmartNet wird in Europa über ein Netz von dauerhaft betriebenen Referenzstationen realisiert, deren Daten zentral verarbeitet und als Korrektursignale an Kunden gestreamt werden. Hexagon hebt insbesondere Deutschland, die Nordics, Großbritannien und Irland als Regionen hervor, in denen der Dienst flächendeckend oder weitgehend verfügbar ist. Nutzern stehen typische RTK-Formate wie RTCM sowie verschiedene Transformationen zur Verfügung, um lokale Koordinatensysteme korrekt anzusprechen.

Ein typischer SmartNet-Kunde ist ein Vermessungsbüro, das mit GNSS-Rovern und Feldsoftware wie Leica Captivate arbeitet. Statt eigene Basisstationen aufzubauen, buchen die Teams SmartNet-Abos und nutzen die nächstgelegene Referenzstation aus dem Netzwerk. Dadurch entfallen Investitionen in Basis-Hardware und die laufende Wartung, was gerade kleineren Büros Planungssicherheit verschafft. Auch Maschinensteuerungslösungen im Tiefbau oder Landmaschinen mit GPS-Lenkung greifen auf SmartNet-Korrektursignale zurück, um Schichten und Fahrspuren präzise zu positionieren.

Preismodell und Integration in Workflows

Hexagon positioniert HxGN SmartNet als abonnementbasierten Service mit Jahresgebühren und regional unterschiedlichen Tarifen, die je nach Land und Abdeckung variieren. In Deutschland bietet der Dienst etwa verschiedene Lizenzstufen für Vollnutzer und zeitlich beschränkte Zugänge, wobei Details üblicherweise über lokale Partner und Händler kommuniziert werden. Technisch erfolgt die Anbindung meist über Mobilfunk, der GNSS-Empfänger verbindet sich über NTRIP oder proprietäre Client-Software mit dem SmartNet-Server.

Für Planer wie Bauingenieur Martin Keller ist SmartNet damit ein Baustein in digitalen Workflows, bei denen Felddaten direkt in BIM-Modelle und CAD-Pläne zurückfließen. Die GNSS-Korrekturen sorgen dafür, dass vermessene Punkte konsistent zum amtlichen Koordinatenrahmen liegen. So lassen sich Achsen, Gebäude-Ecken oder Trassen später ohne aufwendige Nachmessungen wiederfinden. In Kombination mit Robotik-Totalstationen und Laserscannern entsteht ein Messökosystem, in dem Hexagon sowohl Hardware als auch Cloud-Dienste liefert.

Technische Grundlagen und Genauigkeit

Die technische Grundlage von SmartNet liegt im Network-RTK-Prinzip. Mehrere Referenzstationen erfassen GNSS-Signale und ihre Fehlerkomponenten, etwa ionosphärische und troposphärische Einflüsse sowie Orbitabweichungen. Ein zentraler Server berechnet aus diesen Daten Korrektursignale, die auf den Nutzerstandort interpoliert werden. Der Rover auf der Baustelle kann damit in Echtzeit seine Position mit hoher Genauigkeit bestimmen, oft im Bereich von 1 bis 3 Zentimetern in der Ebene, sofern die Messumgebung frei von starken Abschattungen oder Störungen ist.

In der Praxis spielen auch Faktoren wie Mehrwegeffekte durch nahe Gebäude oder Bäume eine Rolle. SmartNet kann diese nicht vollständig kompensieren, reduziert aber systematische Fehler deutlich. Hexagon verweist in technischen Materialien darauf, dass Nutzer die volle Leistungsfähigkeit nur ausschöpfen, wenn Empfänger, Antennen, Einstellungen im Feld-Controller und das lokale Bezugssystem sauber aufeinander abgestimmt sind. Für viele Anwendungen, etwa die Baustellen-Absteckung, reicht die kombinierte Genauigkeit aber weit über das hinaus, was reine GPS-Empfänger ohne Korrekturen liefern.

Support, Qualitätssicherung und Ausfallsicherheit

Da Korrekturdaten in Echtzeit vorliegen müssen, spielt die Stabilität des SmartNet-Dienstes eine zentrale Rolle. Hexagon betreibt die Referenzstationen mit Überwachungssystemen, die Ausfälle und Qualitätsabweichungen früh erkennen sollen. Fällt eine Station aus, übernehmen benachbarte Punkte im Netz, sodass die Nutzer meist ohne große Unterbrechungen weiterarbeiten können. Für kritische Infrastruktur-Projekte oder 24/7-Betriebe sind solche Mechanismen entscheidend, weil Messungen sonst verschoben oder abgesagt werden müssten.

Im Alltag melden Anwender Störungen über Hotline oder Online-Portale, wobei regional organisierte Supportteams reagieren. Für Vermessungsleiterin Jana Brückner, die mehrere Teams koordiniert, zählt neben der technischen Qualität vor allem die klare Kommunikation bei geplanten Wartungen oder Netzumbauten. Hexagon kommuniziert solche Eingriffe in der Regel im Voraus und hält alternative Zugriffspunkte bereit, damit laufende Projekte nur begrenzt betroffen sind.

Wettbewerbslandschaft und Positionierung

HxGN SmartNet bewegt sich in einem Markt mit mehreren etablierten GNSS-Korrekturdiensten. Nationale Vermessungsbehörden betreiben häufig eigene Dienstenetze, teils kostenfrei oder mit moderaten Gebühren. Darüber hinaus existieren kommerzielle Angebote, die ähnlich wie SmartNet auf dichte Referenzstationnetze setzen. Hexagon setzt in diesem Umfeld vor allem auf die Kombination aus Dienst, Hardware und Software im eigenen Portfoliokosmos. Kunden, die bereits Leica-Geosystems-Sensoren und HxGN-Software nutzen, können SmartNet mit wenig Integrationsaufwand ergänzen.

Dennoch bleibt der Dienst technisch offen, sodass auch Empfänger anderer Hersteller über standardisierte Protokolle angebunden werden können. Für Planer ist dieser Hardware-Mix Alltag: Auf einer großen Baustelle stehen oft Sensoren unterschiedlicher Marken, die alle Korrekturdaten benötigen. Solange sie NTRIP und die passenden Formate unterstützen, kann SmartNet die Rolle eines zentralen Korrekturkanals übernehmen. Hexagon zielt damit bewusst auf eine breite Nutzerbasis, über die sich wiederkehrende Abo-Umsätze generieren lassen.

Anwendungsbeispiele von Feld bis Büro

Im Feld verbinden Vermesser ihren Rover über ein Mobilfunkmodem mit SmartNet, wählen ein Mountpoint-Profil und prüfen nach wenigen Sekunden, ob eine stabile Fix-Lösung vorliegt. Die Anzeige zeigt dann typischerweise eine niedrige horizontale und vertikale Standardabweichung. Punkte wie Gebäudeecken, Rohrtrassen oder Geländeprofile werden aufgenommen und direkt mit Metadaten wie Datum, Uhrzeit und Messqualität versehen. Die spürbare Erleichterung: Keine eigene Basisstation aufstellen, kein zeitintensives Einmessen des Basisstands.

Im Büro fließen die so erhobenen Daten in CAD- oder BIM-Systeme, in denen Architekten und Planer weiterarbeiten. SmartNet schafft die Grundlage dafür, dass verschiedene Gewerke mit demselben Koordinatenrahmen arbeiten und ihre Modelle fehlerarm überlagern können. Für Infrastrukturprojekte wie Straßen- oder Gleisbau ist diese Konsistenz kritisch, da kleine Lageabweichungen später teure Korrekturen nach sich ziehen. Der Dienst fungiert damit als unsichtbare Infrastruktur, die physische Bauprozesse mit digitalen Planungen synchronisiert.

Strategische Bedeutung für Hexagon

Für Hexagon fügt sich HxGN SmartNet in die Strategie, wiederkehrende, servicebasierte Umsätze zu steigern. Die Gruppe berichtet in ihren Segmentunterlagen, dass Software- und Dienstleistungsanteile am Gesamtumsatz in den vergangenen Jahren gewachsen sind, während der reine Hardwareverkauf ergänzt, aber nicht mehr dominiert. SmartNet steht exemplarisch für diesen Shift im Geosystems-Geschäft: Statt einmalige Verkaufserlöse generiert der Dienst planbare Einnahmen über Abo-Modelle, oft gekoppelt mit Service- und Supportpaketen.

Anleger, die die Hexagon Aktie beobachten, sehen in solchen Diensten einen Hebel für Margenstabilität, weil Betrieb und Skalierung von Serverinfrastruktur oft weniger kapitalintensiv sind als das Hardwaregeschäft. Gleichzeitig hängt der Erfolg von SmartNet direkt an der Nutzung im Feld. Bleiben Aboverlängerungen aus oder wechseln Kunden zu anderen Diensten, wirkt sich das auf Segmentzahlen aus. Für die Hexagon Aktien, die in Stockholm gehandelt werden, gilt der SmartNet-Beitrag als einer von mehreren Bausteinen im breiten Portfolio, nicht als alleiniger Werttreiber.

Fakten zu HxGN SmartNet

  • Produkt: HxGN SmartNet
  • Hersteller: Hexagon AB
  • Kategorie: Neuheit/Launch – GNSS-Korrekturdienst
  • Markteinführung: Schrittweise seit Mitte der 2000er Jahre, laufend erweitert
  • UVP / Preis: Jahresabo, länderabhängige Tarife, typischerweise im unteren bis mittleren vierstelligen Eurobereich für Vollzugänge
  • Verfügbarkeit: Europa mit Fokus auf Deutschland, Nordics, Großbritannien und Irland; weitere Regionen über separate Netze
  • Zielgruppe: Vermesser, Bauunternehmen, Maschinensteuerung, Landwirtschaft, Infrastrukturprojekte
  • Besonderheit / USP: Netzwerk-RTK-Korrekturdaten mit Zentimeter-Genauigkeit, direkt integrierbar in GNSS-Workflows ohne eigene Basisstation

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Dieser Artikel wurde a.i.-gestützt erstellt und redaktionell geprüft. Produktinformationen ohne Gewähr; Preise und Verfügbarkeit können sich kurzfristig ändern. Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Börsengeschäfte sind mit Risiken bis zum Totalverlust verbunden.

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