Hochschulen, Gesundheitsmanagement

Hochschulen setzen auf ganzheitliches Gesundheitsmanagement

22.03.2026 - 00:00:37 | boerse-global.de

Deutsche Hochschulen führen umfassendes Gesundheitsmanagement ein, um die psychische Belastung von Mitarbeitern und Studierenden zu reduzieren. Studien belegen hohen Stress, digitale Tools und gesunde Führung sind zentrale Ansätze.

Hochschulen setzen auf ganzheitliches Gesundheitsmanagement - Foto: über boerse-global.de
Hochschulen setzen auf ganzheitliches Gesundheitsmanagement - Foto: über boerse-global.de

Die deutschen Hochschulen rücken die Gesundheit ihrer Mitarbeiter und Studierenden massiv in den Fokus. Auslöser sind alarmierende Daten zur psychischen Belastung im Wissenschaftsbetrieb. Die Antwort heißt „Hochschulisches Gesundheitsmanagement“ (HGM).

Studie zeigt: Akademiker am Limit

Die aktuelle PROFESS-Studie der Techniker Krankenkasse und der LMU München zeichnet ein klares Bild: Viele Professorinnen und Professoren arbeiten an der Grenze ihrer Belastbarkeit. Sie berichten von dauerhaft hohem Stress und mentaler Erschöpfung. Rund zwei Drittel der Befragten wünschen sich mehr Unterstützung und passgenaue Gesundheitsangebote.

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Diese hochschulspezischen Befunde decken sich mit branchenübergreifenden Trends. Eine Studie der FOM Hochschule und der BARMER zeigt: Psychische Erkrankungen und die Verschmelzung von Berufs- und Privatleben durch Digitalisierung treiben die Fehlzeiten.

Neuer Ansatz: Ein Gesundheitskonzept für den gesamten Campus

Die Lösung soll ein Paradigmenwechsel bringen. Bisher wurden die Gesundheit von Beschäftigten (BGM) und Studierenden (SGM) oft getrennt betrachtet. Jetzt streben die Hochschulen eine Verschmelzung zum umfassenden „Hochschulischen Gesundheitsmanagement“ (HGM) an.

Eine Blaupause dafür liefert die erste bundesweite Publikation zum HGM, herausgegeben vom Kompetenzzentrum Gesundheitsfördernde Hochschulen und der TK. Sie bündelt das Wissen zahlreicher Universitäten. Ein erfolgreiches HGM geht dabei weit über Betriebssport oder Obstkörbe hinaus. Es zielt auf gesundheitsorientierte Rahmenbedingungen für das gesamte Studien- und Arbeitsumfeld.

Digitale Tools und gesunde Führung im Fokus

Die praktische Umsetzung wird zunehmend digital. Thüringer Hochschulen organisieren etwa hochschulübergreifende „Mental Health Days“ über Online-Plattformen. Angebote wie die „bewegte Pause“ oder virtuelle Gesundheitskalender haben sich etabliert. Sie bieten Flexibilität für Beschäftigte im Homeoffice oder am Campus.

Doch Technologie allein reicht nicht. Ein zentraler Erfolgsfaktor ist gesundheitsorientierte Führung. Vorgesetzte und Institutsleitungen prägen, wie gesunde Arbeit im akademischen Betrieb gelebt wird. Diesem Thema widmet sich die bundesweite Fachtagung „HGM im Fokus“ im Juni 2026 in Hannover. Sie bringt Hochschulkanzler und Entscheider zusammen, um das Thema auf Leitungsebene zu verankern.

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Gesundes Arbeiten als Wettbewerbsvorteil

Warum investieren Hochschulen jetzt so massiv? Der demografische Wandel und der Fachkräftemangel zwingen zum Umdenken. Hochschulen konkurrieren um die besten Talente. Ein attraktives, gesundes Arbeitsumfeld wird zum entscheidenden Faktor für die Gewinnung und Bindung von Mitarbeitern.

Da die Gehaltsstrukturen an öffentlichen Hochschulen oft starrer sind als in der Wirtschaft, gewinnen solche „weichen“ Faktoren an Bedeutung. Auch die großen Krankenkassen haben das Potenzial erkannt und investieren in langfristige Kooperationen, um die Gesundheitsförderung im Bildungssektor voranzutreiben.

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