vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. / Hochwertige ...
22.04.2026 - 15:48:12 | dpa.deV. lehnt die PlĂ€ne der EU-Kommission zu einem Quality Jobs Act im Rahmen der Quality Jobs Roadmap entschieden ab . "Als bayerische Wirtschaft unterstĂŒtzen wir jedes Bestreben , hochwertige ArbeitsplĂ€tze zu schaffen. Neue BeschrĂ€nkungen zum flexiblen Arbeitseinsatz bewirken aber das glatte Gegenteil . ZusĂ€tzliche BĂŒrokratie im ArbeitsverhĂ€ltnis ist Gift fĂŒr die WettbewerbsfĂ€higkeit unserer Unternehmen. In der aktuell sehr schwierigen wirtschaftlichen Lage dĂŒrfen wir den Unternehmen nicht noch zusĂ€tzliche Belastungen aufbĂŒrden", erklĂ€rte vbw HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer Bertram Brossardt bei einem Politischen Dialog in BrĂŒssel und ergĂ€nzte: "Im Gegenteil: Die Wirtschaft braucht in diesen Zeiten nicht weniger Spielraum, sondern wieder deutlich mehr Beinfreiheit . Wir mĂŒssen resilienter werden - auch angesichts der geopolitischen Dynamik. Die EU wird nur dann weiter eine Rolle spielen, wenn sie auch wirtschaftlich stark ist."
Konkret kritisiert die vbw die PlĂ€ne der Quality Jobs Roadmap zu zusĂ€tzlichen Vorschriften in etablierten und funktionierenden Arbeitsfeldern . Es gibt bereits umfassende Regeln zu den von der Kommission ins Auge gefassten Themen wie algorithmisches Management, dem Einsatz von KI, mobiler Arbeit, der Vergabe von Sub-VertrĂ€gen sowie zu ĂbergĂ€ngen und zur Transformation von ArbeitsverhĂ€ltnissen. " Hochwertige ArbeitsplĂ€tze können europĂ€ische Unternehmen nur dann gewĂ€hrleisten, wenn sie auch innerhalb attraktiver Rahmenbedingungen wirtschaften können. Nur ein wettbewerbsfĂ€higer Arbeitsplatz ist ein hochwertiger Arbeitsplatz", machte Brossardt deutlich. Die vbw fordert daher eine weitere Omnibus-Initiative auf EU-Ebene zum Abbau von BĂŒrokratie- und Berichtspflichten im Arbeits- und Sozialrecht . Die AnkĂŒndigungen der EU-Kommission zu verschiedenen Omnibus-Paketen sowie die jĂŒngste Verabschiedung der Omnibus-I-Initiative, unterstĂŒtzt die bayerische Wirtschaft ausdrĂŒcklich.
Insgesamt fehlt aus Sicht der vbw aber noch der groĂe Befreiungsschlag beim BĂŒrokratieabbau . "Der EuropĂ€ische Rat hat die Kommission am 19. MĂ€rz dieses Jahres ausdrĂŒcklich aufgefordert , Vorschriften zu vereinfachen und Verwaltungsaufwand zu reduzieren - auf sĂ€mtlichen Ebenen. Regulierungs-, Verwaltungs- und Befolgungskosten gelte es zu verringern. Neue Belastungen seien zu vermeiden. Dem schlieĂt sich die bayerische Wirtschaft vollumfĂ€nglich an . Wir erwarten daher von der Kommission, diesen Appell zu beherzigen - dann schaffen wir echte hochwertige ArbeitsplĂ€tze", so Brossardt.
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