Maschinenbauer blicken pessimistisch auf die nÀchsten Monate
09.10.2025 - 09:18:33 | dpa.deIn der jĂŒngsten Konjunkturumfrage des Branchenverbandes VDMA bewertet ein Drittel (33 Prozent) der 877 Unternehmen die aktuelle Lage als "schlecht" oder "sehr schlecht". Mehr als die HĂ€lfte (61 Prozent) rechnet nicht mit einer Besserung in den nĂ€chsten sechs Monaten, knapp jedes fĂŒnfte Unternehmen (18 Prozent) erwartet gar eine weitere EintrĂŒbung der Situation.
"Neben dem Zollkonflikt mit den USA und dem stÀrker werdenden Wettbewerber China schlÀgt die anhaltende SchwÀche in zentralen Kundenbranchen zunehmend auf den Maschinen- und Anlagenbau durch", erlÀutert der Chefvolkswirt des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), Johannes Gernandt.
So schlÀgt etwa die Krise in der Automobilindustrie auf Fachzweige wie Werkzeugmaschinen, Robotik + Automation oder PrÀzisionswerkzeuge durch. Im AuslandsgeschÀft bremsen höhere Zölle die exportorientierte Branche.
UmsatzrĂŒckgang und Personalabbau
Gut ein Drittel (35 Prozent) der befragten Maschinenbauer rechnet im laufenden Jahr mit einem nominalen UmsatzrĂŒckgang, etwas mehr als ein Viertel (27 Prozent) hĂ€lt gleichbleibende Erlöse fĂŒr realistisch. Immerhin 38 Prozent erwarten ein Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr.
Angesichts der insgesamt schwierigen und unsicheren Rahmenbedingungen dĂŒrfte sich nach EinschĂ€tzung des VDMA der Personalabbau in der Branche in den nĂ€chsten Monaten fortsetzen. Zwar erwarte mehr als die HĂ€lfte der Unternehmen (55 Prozent) eine unverĂ€nderte Stammbelegschaft in den nĂ€chsten sechs Monaten. Doch mehr als jedes vierte Unternehmen (26 Prozent) sehe sich zum Personalabbau gezwungen.
Zum 30. Juni dieses Jahres waren in Branchenunternehmen mit mehr als 50 BeschĂ€ftigten insgesamt etwa 1,01 Millionen Menschen tĂ€tig, wie der VDMA im August auf Basis der amtlichen Statistik mitgeteilt hatte. Inklusive kleinerer Betriebe waren im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland nach jĂŒngster SchĂ€tzung des Verbandes Ende 2024 mehr als 1,2 Millionen Menschen tĂ€tig.
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