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Hohe Ölpreise senken Schulden von BP - Aktie gewinnt

Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 10:07 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Die hohen Ölpreise lassen den britischen Ölkonzerns BP GB0007980591 sein Verschuldungsziel deutlich früher erreichen als erwartet.

Das Management rechnet per Ende September mit einer Nettoverschuldung zwischen 13,5 und 14,5 Milliarden US-Dollar (12,1 bis 13 Mrd Euro), wie das Unternehmen am Dienstag in London mitteilte. Zum Vergleich: Im zweiten Quartal hatte die Nettoverschuldung noch bei 22,3 Milliarden Dollar gelegen. Ähnlich hoch war sie auch 2025. Eigentlich hatte BP erwartet, die Schulden erst bis Ende 2027 auf 14 und 18 Milliarden Dollar drücken zu können. Nun aber spielten der Energiehandel und das Raffineriegeschäft viel Geld ein. Das kam an der Börse gut an.

Die BP-Aktie legte in London um gut ein Prozent zu. Für JPMorgan-Analyst Matthew Lofting markieren die Neuigkeiten einen Wendepunkt beim Schuldenabbau von BP. Der Konzern bewege sich nun bei der Stärke des Handelsgeschäfts und der Erträge aus dem Raffineriegeschäft auf dem Niveau des Konkurrenten Shell GB00BP6MXD84.

Sowohl der Iran-Krieg als auch die Angriffe der Ukraine auf russische Raffinerien haben das Öl- und Kraftstoffangebot in den vergangenen Monaten stark verknappt. Der Ölpreis liegt über 100 Dollar je Barrel und die Preise für Kraftstoffe sind noch stärker gestiegen. Von den Versorgungsengpässen und Preisschwankungen profitieren Ölkonzerne wie BP, Shell und Co.

BP-Chefin Meg O'Neill hatte es sich groß auf die Fahne geschrieben, die Schulden des Konzerns zu verringern. Ihren Aussagen zufolge ist BP im Branchenvergleich "seit mehr als einem Jahrzehnt am stärksten verschuldet" und muss das Kapital der Investoren besser nutzen.

BP kündigte außerdem ein Strategie-Update für den 15. Dezember an.

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