Holcim Susteno: Zement mit Recyclinganteil für ressourcenschonendes Bauen
13.06.2026 - 07:24:06 | ad-hoc-news.deVerantwortlich: ad hoc news Fachredaktion B2B & Profi. Vor der Veroeffentlichung am 13.06.2026, 07:23:14 Uhr geprueft. Details im Impressum.
Holcim Susteno ist ein Zement, der bis zu 20 Prozent recycelte Feinfraktion aus Bauabfällen als Klinkerersatz nutzt und damit auf ressourcenschonendes Bauen zielt. Der Baustoff richtet sich an Planer, Bauunternehmen und öffentliche Auftraggeber, die Beton mit reduzierter CO?-Bilanz ohne grundlegende Umstellung ihrer Prozesse einsetzen wollen. Der Zement ist für typische Anwendungen im Hoch- und Wohnungsbau ausgelegt und wird in Europa bereits in einer Reihe von Pilot- und Referenzprojekten genutzt. Im Fokus steht dabei nicht ein experimentelles Nischenprodukt, sondern ein regulär einsetzbarer Baustoff, der sich in bestehende Normen und Ausschreibungen integrieren lässt.
Was Holcim Susteno im B2B-Alltag leisten soll
Holcim positioniert Susteno als Zement, der Primärrohstoffe wie Kies und Kalkstein spart, indem ein Teil des Klinkers durch aufbereitete, mineralische Bauabfälle ersetzt wird. Grundlage ist die sogenannte Recycling-Feinfraktion, also feine Bestandteile aus dem Rückbau von Gebäuden, die in einem aufwendigen Prozess sortiert, gereinigt und für die Produktion von Zementklinkerersatz aufbereitet werden. Laut Hersteller kann der Zement je nach Rezeptur bis zu 20 Prozent dieser recycelten Bestandteile enthalten und so den Bedarf an frischem Klinker reduzieren, der der CO?-intensivste Teil der Zementproduktion ist. Für Bauunternehmen ist relevant, dass Susteno als eigenständige Produktlinie mit definierten Eigenschaften angeboten wird und nicht nur als Beimischung zu bestehenden Zementsorten.
Technisch zielt Susteno auf Standardanwendungen wie tragende und nichttragende Bauteile in Wohn- und Gewerbebauten, bei denen üblicherweise Zemente der Festigkeitsklassen CEM II oder vergleichbarer Kategorien eingesetzt werden. Die Rezepturen sind so ausgelegt, dass Verarbeitbarkeit, Erstarrungsverhalten und Druckfestigkeit im Rahmen der üblichen Anforderungen bleiben, um Planern keine zusätzlichen Nachweise aufzubürden. Für Betonwerke ist entscheidend, dass der Zement in bestehenden Mischanlagen verarbeitet werden kann und sich die Frischbetoneigenschaften wie Pumpbarkeit und Verdichtbarkeit in den bekannten Parametern bewegen. Holcim verweist darauf, dass sich der Zement in verschiedenen regionalen Märkten bereits in der Praxis bewährt hat, was für Ausschreibungen mit Nachhaltigkeitskriterien ein Argument sein kann.
Ein weiterer Punkt ist die Planbarkeit in der Beschaffung: Der Einsatz von recycelten Feinfraktionen erfordert eine stabile Lieferkette für Rückbaumaterial, einschließlich logistischer und qualitativer Kontrolle der eingesetzten Bauabfälle. Holcim betreibt dafür eine eigene Aufbereitungskette, in der die Materialien sortiert und auf definierte Spezifikationen gebracht werden, bevor sie als Klinkerersatz in die Zementproduktion einfließen. Das soll sicherstellen, dass Betonwerke und Bauunternehmen Susteno langfristig mit gleichbleibender Qualität bestellen können, auch wenn die Zusammensetzung der Rückbaumaterialien regional variiert. Für kommunale und gewerbliche Auftraggeber ist diese Prozessstabilität wichtig, um Nachhaltigkeitsziele mit verbindlichen Zeit- und Budgetvorgaben zu kombinieren.
Im deutschen Markt ist Holcim als Hersteller von Zement, Transportbeton und weiteren Baustoffen aktiv und adressiert mit Produkten wie Susteno insbesondere Projekte mit Fokus auf Kreislaufwirtschaft und CO?-Reduktion. Wo Standardzemente bisher vor allem über Festigkeitsklassen und Preis verglichen wurden, rücken bei Susteno auch Kennzahlen wie Recyclinganteil und potenzielle Einsparung von Primärrohstoffen in den Vordergrund. Ausschreibungen, in denen Kriterien wie „zirkuläres Bauen“, „Urban Mining“ oder „Rückbaukonzept“ genannt werden, können von einem Zement mit dokumentiertem Recyclinganteil profitieren, weil Nachweise zu Materialherkunft und Verarbeitungsqualität vorliegen. Für Bauunternehmen ergibt sich daraus eine zusätzliche Option, um Nachhaltigkeitsanforderungen ihrer Kunden zu erfüllen, ohne komplett neue Baustoffklassen einführen zu müssen.
In der Portfolio-Logik von Holcim ergänzt Susteno klassische Zementprodukte und CO?-reduzierte Varianten, die etwa mit vermindertem Klinkeranteil oder alternativen Bindemitteln arbeiten. Der Ansatz, Bauabfälle gezielt als Rohstoffquelle zu nutzen, fügt sich in die Strategie des Konzerns ein, den Materialkreislauf im Bausektor stärker zu schließen. Aus Unternehmenssicht kann ein etabliertes Recycling-Zementprodukt dazu beitragen, regionale Deponiemengen zu senken, die Abhängigkeit von Primärrohstoffen zu mindern und gleichzeitig neue Erlösquellen im Rückbaugeschäft zu erschließen. Die Holcim Ltd. (CH0012214059) ist an der Schweizer Börse SIX notiert; die Aktie wird unter anderem in Deutschland im Handel über entsprechende Broker und Plattformen angeboten.
Holcim Susteno im Kurzprofil
- Produkt: Holcim Susteno
- Hersteller: Holcim Ltd.
- Kategorie: B2B-Zementprodukt (Samstag: B2B/Profi)
- Markteinfuehrung: erste Markteinfuehrung in der Schweiz, schrittweise Ausweitung auf weitere Maerkte laut Unternehmensangaben
- UVP / Preis: projektspezifische B2B-Konditionen, Preise auf Anfrage bei Holcim und regionalen Vertriebspartnern
- Verfuegbarkeit: Vertrieb ueber Holcim-Standorte und Handelspartner in Europa; regionale Verfuegbarkeit in Deutschland projekthaengig
- Zielgruppe: Bauunternehmen, Betonwerke, Planer, Projektentwickler und oeffentliche Auftraggeber mit Fokus auf CO?- und Ressourceneinsparung
- Besonderheit / USP: Zement mit bis zu 20 Prozent Recyclinganteil aus Bauabfaellen als Klinkerersatz fuer ressourcenschonendes Bauen
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