HomePod 2, Apple HomePod

HomePod 2 im Klang-Check: Wie gut ist Apples Smartspeaker-Update wirklich?

06.02.2026 - 19:52:11

Der HomePod 2 verspricht besseren Sound, 3D Audio und tiefere Smart-Home-Integration. Wie audiophil ist Apples Smartspeaker wirklich – und lohnt sich das Upgrade für Apple-Nutzer?

Wenn der HomePod 2 loslegt, wirkt ein Wohnzimmer plötzlich größer, als es tatsächlich ist. Stimmen schweben frei im Raum, der Bass bleibt kontrolliert statt zu wummern, und man spürt dieses typische Apple-Gefühl: reduziert, aber durchdacht. Doch reicht das, um den Apple HomePod 2023 zur klaren Empfehlung unter den Smartspeakern zu machen – und ist er ein echtes Upgrade gegenüber dem ersten Modell?

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Apple positioniert den HomePod 2 klar als Premium-Smartspeaker für Menschen, die bereits tief im Apple-Ökosystem stecken. Im Inneren arbeitet der hauseigene S7-Chip, der sonst in der Apple Watch zu finden ist, und steuert ein akustisches Setup aus High-Excursion-Woofer und Beamforming-Hochtönern. Das Ziel: Klang, der sich dynamisch an Raum und Inhalt anpasst, statt stur ein Preset abzuspulen.

Der zentrale Tieftöner ist ein High-Excursion-Woofer mit langer Membranauslenkung. Er wird von einem eigenen Verstärker angetrieben und sitzt nach oben gerichtet im Gehäuse. So kann der Apple HomePod erstaunlich viel Luft bewegen, ohne ins Dröhnen abzurutschen. Gerade bei leisen Pegeln fällt die Präzision auf: Kickdrums haben Punch, Basslinien bleiben lesbar und verschwimmen nicht im Matsch. Wer von günstigeren Apple Smartspeaker-Alternativen kommt, merkt schnell, wie stark die untere Oktave hier kontrolliert wird.

Rund um den Woofer gruppiert Apple fünf Hochtöner (im ersten HomePod waren es noch sieben). Jeder dieser Tweeter besitzt ein eigenes Horn und wird per Beamforming-Technologie angesteuert. Das ermöglicht gerichtete Schallabstrahlung: Der HomePod 2 erfasst per eingebauten Mikrofonen und Software, wo er im Raum steht, reflektierte Schallanteile und direkte Schallwege, und passt dann Abstrahlwinkel und Pegel an. Ergebnis: Ein erstaunlich breites Sweet-Spot-Gefühl, bei dem der Klang auch seitlich versetzt noch klar und differenziert bleibt.

Spannend wird es bei 3D Audio mit Dolby Atmos über Apple Music. Der HomePod 2 kann Atmos-Spuren so aufbereiten, dass Instrumente und Effekte sich deutlich voneinander lösen. In Kombination mit einem zweiten HomePod für Stereo entsteht eine Bühne, die man typischerweise eher von kompakten HiFi-Systemen kennt als von einem einzelnen Smartspeaker. Film-Soundtracks profitieren im Verbund mit Apple TV 4K besonders: Dialoge stehen sauber im Raum, Effekte legen sich wie eine Klangkuppel darüber, ohne zu scharf oder nervig zu werden.

Im Direktvergleich mit dem ersten HomePod klingt der HomePod 2 etwas erwachsener. Der Bass wirkt straffer, weniger aufgebläht, Stimmen sind präsenter und natürlicher. Der alte HomePod hatte einen beeindruckenden, aber manchmal etwas "showigen" Bass. Das neue Modell geht kontrollierter zu Werke, was bei längeren Hörsessions schlicht entspannter ist. Wer häufig akustische Musik, Stimmen, Podcasts oder Jazz hört, wird den Zugewinn an Klarheit und Mittenauflösung schnell schätzen.

Als Apple Smartspeaker ist der HomePod 2 tief in das Ă–kosystem eingebettet. AirPlay 2 ist gesetzt und funktioniert nahtlos mit iPhone, iPad, Mac und Apple TV. Ein Fingertipp mit einem iPhone mit U1-Chip an die Oberseite reicht, um Musik per Handoff zu ĂĽbergeben. Der Wechsel vom Kopfhörer auf Raumklang fĂĽhlt sich so fast physisch an: iPhone hinhalten, Musik geht flieĂźend vom Ohr in den Raum ĂĽber.

Siri bleibt die zentrale Steuerinstanz. Und ja, Siri ist immer noch nicht so flexibel wie Alexa in Sachen Skills, aber für klassische Smart-Home- und Musikaufgaben hat Apple deutlich nachgelegt. Sprachbefehle wie "Stell die Lichter im Wohnzimmer auf warmweiß", "Spiele meine Chill-Playlist" oder "Wie warm ist es im Schlafzimmer?" werden zügig und zuverlässig umgesetzt, solange das Smart Home auf Apple HomeKit ausgerichtet ist. Mit dem HomePod 2 lässt sich das Haus hörbar steuern, ohne jedes Mal zum iPhone greifen zu müssen.

Ein wichtiger Punkt: Der HomePod 2 fungiert als Thread-Border-Router und unterstützt Matter. Damit wird er zu einer Art Schaltzentrale für kompatible Smart-Home-Geräte – herstellerübergreifend. Lampen, Steckdosen, Sensoren und Thermostate, die Matter sprechen, lassen sich künftig einfacher integrieren. Wer sein Smart Home nicht in einer Hersteller-Sackgasse enden sehen möchte, bekommt hier eine vergleichsweise zukunftssichere Basis, vor allem in Verbindung mit der Home-App auf iOS, iPadOS und macOS.

Im Alltag wirken diese Funktionen angenehmer Nebeneffekt, nicht Hauptprogramm. Der Apple HomePod ist in erster Linie ein Lautsprecher, der Musik gerne in den Vordergrund stellt. Und das gelingt ihm auch bei leiser Hintergrundbeschallung überzeugend. Feinheiten bei Vocals, Raumanteile in Live-Aufnahmen, Nachhallfahnen bei Piano-Stücken – all das bleibt selbst bei moderater Zimmerlautstärke präsent. Wer abends nicht das ganze Haus beschallen, aber trotzdem Details hören will, bekommt genau das.

Als Stereopaar spielt der HomePod 2 seine Stärken noch deutlicher aus. Zwei Stück vor dem Fernseher oder auf einem Lowboard erzeugen ein plastisches Stereobild, das vielen klassischen Soundbars in Sachen Musikalität überlegen ist. Für Filme mit Apple TV 4K taugt die Kombi als schlanke, elegante Soundlösung – besonders dann, wenn man keinen separaten AV-Receiver oder Lautsprechertürme aufstellen möchte. Dennoch: Wer maximalen Heimkino-Druck sucht, landet weiterhin bei dedizierten Surround-Systemen.

Im Vergleich zu Alternativen von Sonos oder Amazon Echo positioniert sich der HomePod 2 klanglich eher am oberen Ende seiner Größenklasse. Ein Sonos One (oder Era 100) spielt solide, erreicht die Bass-Tiefe und Luftigkeit in den Höhen aber nicht ganz. Ein Echo Studio kann in Punkto Lautstärke mithalten, wirkt jedoch weniger kontrolliert und nicht so fein aufgelöst. Wer allerdings plattformneutral unterwegs ist oder Spotify als primären Streamingdienst nutzt, wird mit Sonos flexibler fahren, weil Apple Music im Apple Smartspeaker am elegantesten eingebunden ist.

Optisch bleibt Apple seiner Linie treu: Der HomePod 2 kommt im schlichten, textilbespannten Zylinderdesign mit leicht abgerundeten Kanten. Neu ist unter anderem, dass das Stromkabel jetzt abnehmbar ist und sich im Zweifel leichter tauschen lässt. Die Touch-Oberfläche oben ist belebt, reagiert auf Gesten für Lautstärke, Play/Pause und erlaubt die direkte Steuerung von Inhalten – falls man Siri mal nicht rufen möchte. Das Design fügt sich unaufdringlich in moderne Wohnräume ein und wirkt eher wie ein dezentes Objekt als wie ein Technik-Klotz.

Ein paar Einschränkungen sollte man kennen: Ohne Apple-Geräte verliert der HomePod 2 einen Großteil seiner Stärken. Android-Smartphones können nicht nativ per AirPlay streamen, und die direkte Integration vieler Drittanbieter-Dienste ist limitiert. Außerdem gibt es keinen klassischen Line-In oder Bluetooth-Audio im offenen Sinne – alles läuft über AirPlay oder direkt angebundene Dienste. Wer seine HiFi-Quelle analog verbinden will, ist hier schlicht falsch.

Auch beim Thema Sprachassistent bleibt Raum nach oben. Siri reagiert inzwischen schneller und versteht Alltagsbefehle zuverlässig, ist aber in komplexen Abfragen und bei Drittanbietern noch eingeschränkter als Alexa oder Google Assistant. Wenn du also dein Smart Home stark über Routinen, Skills und exotische Dienste steuern willst, könnte ein anderer Smartspeaker flexibler sein. Wer primär Musik, Timer, Wetter, HomeKit-Geräte und ein paar Standardfragen nutzt, wird dagegen wenig vermissen.

Unterm Strich präsentiert sich der HomePod 2 als audiophiler Smart-Lautsprecher, der seinen Fokus klar auf Klangqualität und nahtlose Integration ins Apple-Universum legt. Für Nutzerinnen und Nutzer, die bereits iPhone, iPad, Mac und Apple TV einsetzen und ihr Zuhause mit HomeKit- oder Matter-fähigen Geräten betreiben (oder das planen), ist er ein fast schon logischer Baustein im Wohnzimmer.

Wer hingegen möglichst günstig einen Allround-Smartspeaker sucht, frei zwischen Alexa, Google und Co. springen möchte oder Spotify im Zentrum hat, findet abseits von Apple vielseitigere Angebote. Aber genau das ist der Punkt: Der HomePod 2 ist kein Lautsprecher für alle, sondern ein sehr guter Lautsprecher für eine sehr klar definierte Zielgruppe – und in diesem Rahmen einer der überzeugendsten Optionen auf dem Markt.

Fazit: Für Apple-Fans mit Fokus auf Klang, schlichtes Design und zuverlässige HomeKit-Integration ist der Apple HomePod der zweiten Generation das Gerät, das den Fernseher klanglich rettet, das Wohnzimmer homogen beschallt und das Smart Home akustisch zusammenhält. Wer sich darin wiederfindet, bekommt einen HomePod 2, der in seiner Klasse beeindruckend erwachsen wirkt.

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