HomePod 2, Apple HomePod

HomePod 2 im Klang-Check: Wie gut ist der neue Apple Smartspeaker wirklich?

06.02.2026 - 19:23:47

Der HomePod 2 verspricht raumfĂĽllenden 3D-Sound, smarteres Siri und tiefere Integration ins Apple-Ă–kosystem. Reicht das, um als audiophiler Apple Smartspeaker zu ĂĽberzeugen?

Wenn ein StĂĽck Technik es schafft, einen Raum in eine BĂĽhne zu verwandeln, horcht man auf. Der Apple HomePod 2 will genau das sein: ein Smartspeaker, der Klangarchitektur, Design und Apple-Ă–kosystem so eng verzahnt, dass Musik, Filme und Smart Home wie aus einem Guss wirken. Aber ist der HomePod 2 wirklich das Upgrade, auf das Apple-Fans und Klangliebhaber gewartet haben?

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Optisch bleibt Apple beim HomePod 2 seiner klaren, textilummantelten Zylinderform treu. Wer den ersten HomePod kennt, fühlt sich sofort zuhause: dezente Farben (Mitternacht und Weiß), ein nahtloser Mesh-Stoff und oben die touch-sensitive Fläche mit den bekannten, farbig pulsierenden Siri-Animationen. Der Smartspeaker wirkt weniger wie ein Technik-Gadget und mehr wie ein akustisches Möbelstück.

Unter dem Stoff allerdings hat Apple das Innenleben neu sortiert. Im HomePod 2 arbeitet ein High-Excursion-Woofer in der Mitte, flankiert von einem Ring aus fünf Horn-Hochtönern, die das Signal präzise abstrahlen. Gesteuert wird das Ganze vom S7-Chip, den man aus der Apple Watch kennt. Dieser Chip analysiert permanent das Audiosignal und die Raumakustik, um den Klang in Echtzeit zu optimieren. Der HomePod 2 misst seine Umgebung mit eingebauten Mikrofonen aus und passt die Abstrahlung so an, dass Bässe nicht wummern und Stimmen klar bleiben – selbst, wenn er nah an der Wand steht.

In der Praxis fällt beim HomePod 2 zuerst der Bass auf: Er reicht tief hinab, bleibt aber erstaunlich kontrolliert. Der Lautsprecher pumpt nicht einfach nur Volumen in den Raum, sondern modelliert Kickdrums, Bässe und Subbass mit spürbarer, aber straffer Energie. Der Unterschied zum ersten Apple HomePod zeigt sich vor allem bei höherer Lautstärke: Weniger Dröhnen, mehr Struktur. Bei elektronischer Musik oder modernen Pop-Produktionen entsteht ein satter Teppich, der trotzdem Details freilegt.

Die Hochtöner des HomePod 2 streuen den Klang als 360-Grad-Feld in den Raum. Die Instrumente lösen sich hörbar vom Gehäuse, Stimmen stehen stabil im imaginären Raum, selbst wenn man sich durch den Raum bewegt. In Verbindung mit Dolby Atmos und 3D Audio – etwa über Apple Music – erzeugt der Smartspeaker eine Art Kuppel aus Klang: Hallfahnen schweben nach oben, Gitarren rücken seitlich und Effekte umspielen die Hörposition. Im Vergleich zum ersten Modell wirkt die Bühne etwas präziser fokussiert, die Mitten haben mehr Präsenz.

Spannend wird es, wenn zwei HomePod 2 als Stereo-Paar genutzt werden. Dann zeigt sich, dass der Smartspeaker nicht nur für Hintergrundbeschallung gebaut ist, sondern auch ernsthaftes Musikhören zulässt. Die Stereobreite wächst, die Ortung von Instrumenten wird deutlich schärfer und der Bass verteilt sich gleichmäßiger im Raum. Mit einem Apple TV 4K verwandelt ein Stereo-Setup den Fernseher in ein kompaktes Heimkino, das für viele Wohnzimmer eine Soundbar mühelos ersetzt – besonders bei Atmos-Inhalten.

Beim Thema Smart Home spielt der HomePod 2 seine Rolle als Apple Smartspeaker konsequent aus. Er dient als Home-Hub für HomeKit und – wichtig für die Zukunftssicherheit – für Matter. Das bedeutet: Der Smartspeaker vernetzt kompatible Lampen, Steckdosen, Thermostate und Sensoren, auch wenn sie von unterschiedlichen Herstellern stammen, solange sie Matter oder HomeKit unterstützen. Über die Home-App auf iPhone, iPad oder Mac lassen sich Szenen erstellen, Automationen bauen und Geräte fernsteuern – selbst, wenn man unterwegs ist.

Siri sitzt dabei ständig mit im Raum. Sprachkommandos wie „Hey Siri, dimm das Licht im Wohnzimmer“, „Stell die Heizung auf 21 Grad“ oder „Spiele meine Chillout-Playlist auf Apple Music“ werden vom HomePod 2 auch bei laufender Musik überraschend zuverlässig erkannt. Die Mikrofone hören Richtung Musik, filtern sie aktiv heraus und konzentrieren sich auf die Stimme. Deutlich zu merken: Die Reaktionszeit im Vergleich zur ersten Generation ist knackiger, Siri wirkt seltener überfordert, gerade bei Smart-Home-Befehlen.

Wie bei Apple üblich glänzt die Integration ins Ökosystem. Der HomePod 2 lässt sich nahtlos mit iPhone, iPad, Apple TV, Mac und Apple Watch verzahnen. Musik kann per Handoff vom iPhone einfach durch Annähern an den Smartspeaker „übergereicht“ werden – ein kurzer Taptic-Impuls am Telefon, und die Wiedergabe wechselt ohne Unterbrechung. AirPlay 2 ermöglicht Multiroom-Setups mit weiteren Apple HomePod Modellen oder anderen kompatiblen Lautsprechern. Timer, Erinnerungen oder Nachrichten landen synchron im Apple-Kosmos.

Für audiophile Nutzer bedeutet das: Wer ohnehin Apple Music nutzt, bekommt mit dem HomePod 2 die volle Breite von Lossless, 3D Audio und Dolby Atmos, ohne sich um aufwendige Konfiguration zu kümmern. Wer hingegen eher Spotify oder andere Dienste bevorzugt, muss mit AirPlay arbeiten – direkt integrierte Apps sind stark auf Apple-Dienste fokussiert. Das ist der altbekannte Kompromiss: In Apples Welt funktioniert der HomePod 2 fast schon magisch, außerhalb davon ist er weniger flexibel als viele Konkurrenz-Speaker.

Im Vergleich zum ersten Apple HomePod bietet der HomePod 2 vor allem drei relevante Verbesserungen: eine optimierte Akustik-Architektur mit besserer Raumkorrektur, Matter-Support für das moderne Smart Home sowie einen effizienteren Chip, der sowohl Klangberechnung als auch Siri flotter macht. Ausstattungsseitig kommen Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensoren hinzu, die sich in Automationen einbinden lassen – etwa, um bei zu hoher Temperatur automatisch einen Ventilator einzuschalten.

Stellt man den HomePod 2 Alternativen gegenüber, rücken vor allem Sonos und Amazon Echo Studio ins Blickfeld. Sonos punktet mit breiter Dienstunterstützung und flexiblem Multiroom, der Echo Studio mit günstigerem Einstieg und Alexa-Ökosystem. Der HomePod 2 kontert mit höherer Verarbeitungsqualität, enger iOS-Integration und einer Klangsignatur, die für seine Größe sehr erwachsen wirkt: warmer, dichter Sound mit klar artikulierten Stimmen und genügend Reserven für größere Räume. Wer allerdings keine Apple-Geräte besitzt, schöpft nur einen Bruchteil des Potenzials aus.

Die Bedienung am Gerät selbst bleibt wohltuend reduziert. Oben lassen sich Lautstärke, Play/Pause und Track-Steuerung per Touch bedienen, die bunte Siri-Animation signalisiert Sprachaktivität. Kein Display, keine überladenen Menüs – der HomePod 2 will akustisch im Mittelpunkt stehen, nicht optisch dominieren. Für viele Wohnzimmer ist das exakt die richtige Zurückhaltung.

Spannend für Heimkino-Fans: Ein Paar Apple HomePod 2 zusammen mit einem Apple TV 4K kann als Standard-Audioausgabe für den Fernseher arbeiten. Dialoge gewinnen an Verständlichkeit, der virtuelle Surround-Effekt in Atmos-Produktionen zieht den Sound leicht nach oben und erweitert die Bühne. Kein Ersatz für ein ausgewachsenes 5.1- oder 7.1-Setup, aber eine beeindruckend aufgeräumte, wohnzimmertaugliche Lösung, bei der kaum Kabel sichtbar sind.

Bleibt die Frage: Für wen lohnt sich der HomePod 2? Wer tief im Apple-Ökosystem steckt, ein aufgeräumtes Wohnzimmer-Setup bevorzugt und Wert auf dichten, raumfüllenden Klang legt, findet hier einen Smartspeaker, der sich anfühlt wie eine natürliche Verlängerung von iPhone und Apple TV. Wer dagegen Plattform-Neutralität, offene Schnittstellen und maximale Dienstvielfalt sucht, fährt mit Sonos oder anderen Ökosystemen flexibler.

Unterm Strich klingt der HomePod 2 erwachsen, dynamisch und erstaunlich groß für seine kompakte Statur. Er ist weniger ein „Gute-Laune-Gadget“ und mehr ein bewusst gesetztes Klangmöbel für Apple-Haushalte. Wer bereits den ersten HomePod besitzt, gewinnt vor allem an Zukunftssicherheit (Matter, Sensoren), leicht verbessertem Klang und smarterer Performance. Wer neu einsteigt und Apple nutzt, bekommt einen der stimmigsten Smartspeaker am Markt – vorausgesetzt, man ist bereit, sich auf Apples Regeln einzulassen.

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