Honeywell, Aktie

Honeywell Aktie: Auftragseingang klettert 16 Prozent

Veröffentlicht am: 24.07.2026 um 21:14 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Nach der Trennung von der Luftfahrtsparte meldet Honeywell ein Rekordwachstum im Automatisierungsgeschäft und steigert die operative Marge deutlich.

Honeywell nach Abspaltung: Fokus auf Automatisierung mit Rekordaufträgen
Industrielle Fertigungshalle in goldenem Morgenlicht als Symbol für wachsenden Auftragseingang und industrielle Stärke. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Honeywell hat seine jahrelange Transformation beendet. Seit Ende Juni ist die Abspaltung der Luftfahrtsparte offiziell vollzogen. Jetzt konzentriert sich der Konzern vollständig auf die industrielle Automatisierung.

Der Neuanfang startet mit einem Rekord beim Auftragseingang. Die organischen Bestellungen im Automatisierungsgeschäft kletterten im zweiten Quartal um 16 Prozent. Damit schwillt der Auftragsbestand für dieses Segment auf rund 20 Milliarden Dollar an.

Margen steigen trotz Inflation

Die operative Marge im Kernbereich verbesserte sich deutlich. Sie stieg um 100 Basispunkte auf nun 19 Prozent. Das Management konnte höhere Kosten für Personal und Rohstoffe durch Effizienzsteigerungen abfangen. Für die zweite Jahreshälfte stellt das Unternehmen ein organisches Wachstum von bis zu 6 Prozent in Aussicht.

In den einzelnen Sparten zeigt sich ein klares Bild. Die Nachfrage nach Gebäude-Automatisierung stieg organisch um 9 Prozent auf 2 Milliarden Dollar. Besonders Rechenzentren und Kunden aus dem Gesundheitswesen orderten massiv. In diesen Bereichen wuchsen die Bestellungen um mehr als die Hälfte.

Parallel dazu kletterte der Umsatz in der Industrie-Automatisierung um 4 Prozent. Die Prozess-Sparte verzeichnete zwar einen leichten Umsatzrückgang. Indes sprangen die Neuaufträge dort um 24 Prozent nach oben.

Portfolio wird weiter gestrafft

Honeywell ordnet seine Beteiligungen weiter neu. Die Abspaltung der Luftfahrtsparte ist seit dem 29. Juni abgeschlossen. Parallel dazu verbuchte der Konzern einen Einmalgewinn durch die Dekonsolidierung des Quantencomputing-Unternehmens Quantinuum.

Die Integration neuer Zukäufe wie des Katalysator-Geschäfts von Johnson Matthey läuft bereits. Das Management bereitet ferner den Verkauf der Logistik-Sparte vor. Der strategische Fokus liegt nun vollständig auf autonomen industriellen Systemen. Bis zum Jahresende wird sich zeigen, wie schnell diese Straffung die Profitabilität weiter steigert.

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