Honeywell Aktie: Catalyst Technologies für 1,8 Milliarden übernommen
Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 21:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Vimal Kapur räumt mit einem weit verbreiteten Missverständnis auf. Die Zerschlagung des Industrieriesen Honeywell war keine panische Reaktion auf Druck von außen. Der Plan für den Umbau zum reinen Automatisierungskonzern lag bereits in der Schublade.
Aktivistische Investoren wie Elliott Management sicherten sich Ende 2024 ein Milliardenpaket und forderten lautstark die Aufspaltung. Kapur betont nun, dass die interne Vorbereitung damals bereits lief. Das Management wollte die jahrelange Renditeschwäche gegenüber der Konkurrenz aus eigener Kraft beenden.
Meilenstein in der Luftfahrt
Ende Juni 2026 wurde die Trennung von der Aerospace-Sparte endgültig vollzogen. Sie agiert nun als eigenständige Firma an der Börse. Zuvor spaltete der Konzern bereits Ende 2025 das Geschäft mit Spezialmaterialien unter dem Namen Solstice ab.
Die neue Honeywell Technologies konzentriert sich jetzt vollständig auf industrielle Automatisierung. Rund 50.000 Mitarbeiter gehören zum verbliebenen Kern des Unternehmens. Seit 2023 flossen insgesamt 11,5 Milliarden US-Dollar in strategische Zukäufe.
Milliarden-Zukauf abgeschlossen
Am 20. Juli 2026 vermeldete der Konzern den Vollzug der Catalyst-Technologies-Übernahme. Für rund 1,8 Milliarden US-Dollar kaufte Honeywell die Sparte von Johnson Matthey. Das stärkt die Präsenz in den Bereichen Raffinerie und erneuerbare Energien.
In der zweiten Jahreshälfte 2026 folgen weitere Portfoliobereinigungen. Das Management plant den Verkauf der Sparten für Lagerlogistik und Produktivitätslösungen. Aktuell bewertet der Markt das Unternehmen mit etwa 71 Milliarden US-Dollar.
Ende Juli 2026 veröffentlicht der Konzern die Ergebnisse zum zweiten Quartal. Diese Zahlen liefern den ersten echten Beleg für die operative Schlagkraft nach dem radikalen Umbau. Anleger achten dabei besonders auf die Auswirkungen des durchgeführten Reverse-Aktiensplits.
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