Hornbach, DE0006083405

Hornbach Holding-Aktie (DE0006083405): Kurs im Blick vor den anstehenden Quartalszahlen

15.06.2026 - 10:33:23 | ad-hoc-news.de

Die Hornbach Holding-Aktie pendelt Mitte Juni 2026 um knapp 79 Euro und liegt damit rund 6 Prozent unter dem Jahresanfangsniveau. Im Fokus stehen die in Kürze erwarteten Q1-Zahlen, die in einem schwachen DIY-Markt wichtige Hinweise zur weiteren Geschäftsentwicklung liefern sollen.

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Verantwortlich: ad hoc news Fachredaktion Quartalszahlen. Vor der Veroeffentlichung am 15.06.2026, 10:31:28 Uhr geprueft. Details im Impressum.

Die Hornbach Holding-Aktie bewegt sich zur Wochenmitte in ruhigem Fahrwasser, steht aber mit Blick auf anstehende Quartalszahlen deutlich auf den Radarlisten vieler Privatanleger. Laut Daten von wallstreet-online lag der Xetra-Realtimekurs zuletzt bei 78,90 Euro (Stand 14.06.2026), nachdem die Aktie auf Wochensicht um rund 3,5 Prozent zugelegt hat. Auf Jahressicht notiert der Titel damit weiterhin etwa 6 Prozent unter dem Niveau vom Jahresanfang, während sich der Abstand zum 52-Wochen-Hoch auf gut 27 Prozent beläuft. Parallel rückt die für diese Woche avisierte Veröffentlichung der Q1-Zahlen in den Fokus, die in einem schwachen Heimwerker- und Baukonjunkturumfeld als wichtiger Belastungstest für das Geschäftsmodell gilt.

Quartalszahlen als Trigger: Was der Markt von Hornbach erwartet

Im Wochenkalender der Unternehmenstermine taucht Hornbach Holding mit der Veröffentlichung der Zahlen zum ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres prominent auf. Laut einem Unternehmenskalender von finanzen.net sind die Q1-Zahlen für Freitag in den frühen Morgenstunden angesetzt. Auch ein Wochenausblick der Deutschen Börse bestätigt, dass der Baumarkt- und Baustoffkonzern Hornbach seine aktuellen Geschäftszahlen am Freitag vorstellen will. In einem weiteren Terminüberblick wird Hornbach explizit als einer der wichtigen Zahlenlieferanten der Woche genannt, neben internationalen Konzernen wie Ørsted, Vinci, Progressive und Accenture. Damit ist klar: Die bevorstehende Bilanzrunde ist der zentrale kurzfristige Impulsgeber für die Hornbach Holding-Aktie.

Analystenseitig richten sich die Augen vor allem auf die Ergebnisentwicklung im schwierigen DIY-Markt. Ein Kommentar auf wallstreet-online verweist auf einen Konsens von rund 272 Millionen Euro EBIT für das Gesamtjahr, an dem sich die Erwartungen für die Q1-Entwicklung orientieren. Die anstehenden Zahlen werden daher als Gradmesser gesehen, ob Hornbach trotz gedämpfter Bau- und Renovierungsdynamik seine Ergebnisziele untermauern kann. Angesichts der hohen Zinsniveaus und der teilweise schwächeren Nachfrage in der Bauwirtschaft ist der Markt besonders aufmerksam, wie sich Margen und Flächenproduktivität in den Filialen entwickeln.

Mehrere Marktbeobachter betonen, dass die Hornbach Holding mit ihrem mix aus Baumärkten und Baustoffhandel in besonderer Weise an der Baukonjunktur hängt. In den jüngsten Wochen war in Branchenkommentaren immer wieder von einem "schwachen DIY-Markt" die Rede, der durch Zurückhaltung der Verbraucher bei größeren Renovierungsprojekten geprägt ist. Vor diesem Hintergrund nehmen Investoren die anstehenden Q1-Zahlen als Belastungsprobe wahr: Gelingt es Hornbach, stabile oder wachsende Umsätze zu zeigen, könnte dies als Signal gewertet werden, dass das Unternehmen Marktanteile gewinnt oder die eigene Kundenbasis besser halten kann als einige Wettbewerber.

Auch die Perspektive auf die Profitabilität spielt eine Rolle. Die Branche musste in den vergangenen Quartalen steigende Personal- und Energiekosten verkraften, während die Preissetzungsmacht im Handel begrenzt war. Der Konsens von 272 Millionen Euro EBIT für das Gesamtjahr gibt eine Messlatte vor, die Hornbach zumindest nicht verfehlen soll. Die Q1-Zahlen dienen daher als erster Indikator, ob der eingeschlagene Kurs bei Kostenmanagement, Sortimentssteuerung und Preisstrategie trägt.

Terminkalender von Deutsche Börse, Marketscreener und finanzen.net unterstreichen, dass die Hornbach-Zahlen nicht isoliert, sondern im Kontext einer ganzen Berichtswelle stehen. Für den Einzelwert erhöht das zwar nicht automatisch die Volatilität, sorgt aber dafür, dass institutionelle Investoren und Analysten ohnehin eng auf die Nachrichtenlage schauen. Für Hornbach bedeutet dies, dass die Kommunikation zum Zahlenwerk und eventueller Ausblick entscheidend dafür sein kann, wie der Markt die Aktie in den kommenden Wochen einordnet.

Von Seiten der Produktanbieter werden die anstehenden Zahlen ebenfalls beobachtet. In einem Wochenausblick zu Hebelprodukten wird Hornbach als Basiswert genannt, auf den Anleger strukturierte Produkte handeln können. Solche Hinweise zeigen, dass der Titel im Derivatehandel präsent ist und damit potenziell empfindlich auf Überraschungen reagieren kann, wenn die veröffentlichten Zahlen deutlich von den Markterwartungen abweichen.

Während konkrete Prognosedetails von Hornbach für das laufende Jahr in den frei zugänglichen Quellen im Vorfeld der Q1-Zahlen nur begrenzt erläutert werden, lässt die Einordnung im schwachen DIY-Markt Rückschlüsse auf die Erwartungshaltung zu. Der Konsens geht weniger von einem starken Wachstum als von der Fähigkeit aus, das bestehende Ertragsniveau zu verteidigen. Entsprechend dürfte der Markt positiv auf Signale reagieren, die auf stabile oder sogar leicht steigende Margen hinweisen, beispielsweise durch Effizienzmaßnahmen in der Logistik oder einem gezielten Sortimentsmix mit höheren Roherträgen.

Auf der Umsatzseite schauen Marktteilnehmer besonders auf den Vergleich mit dem Vorjahresquartal und auf die Entwicklung auf vergleichbarer Fläche. In der Vergangenheit galt Hornbach als vergleichsweise robuster Anbieter, der dank seiner großen Flächenkonzepte und einer Kombination aus stationärem Handel und Onlinegeschäft Kundenbindung aufbauen konnte. Ob dieses Profil im aktuellen Marktumfeld weiterhin trägt, sollen die Quartalszahlen nun belegen. Für viele Anleger ist dabei weniger entscheidend, ob das Wachstum zweistellig ausfällt, sondern ob der Konzern seine Marktposition verteidigt und die eigene Kostenbasis im Griff behält.

Hinzu kommt der Blick auf mögliche Aussagen zum weiteren Jahresverlauf. Auch wenn Unternehmenslenker erfahrungsgemäß vorsichtig formulieren, achten Analysten genau darauf, ob Managementaussagen eher defensiv oder verhalten optimistisch ausfallen. Jede Andeutung zu Investitionsplänen, Filialnetz-Strategie oder Digitalisierungsprojekten wird dabei mit der Frage verbunden, wie stark dies kurz- und mittelfristig auf Margen und Cashflow wirkt. Die Q1-Präsentation hat damit das Potenzial, nicht nur Rückschau zu liefern, sondern die Tonlage für den restlichen Jahresverlauf vorzugeben.

So präsentiert sich die Hornbach Holding-Aktie aktuell am Markt

Auf Kursebene zeigt sich Hornbach Mitte Juni 2026 stabil, aber ohne große Ausschläge. Der Realtimekurs auf Xetra lag laut wallstreet-online zuletzt bei 78,90 Euro (Stand 14.06.2026). In einem früheren Kursüberblick wurde für den 13.06.2026 ein ähnliches Niveau von 78,90 Euro genannt, womit die Aktie auf Wochensicht rund 3,6 Prozent im Plus lag. Damit hat sich der Titel etwas von den Tiefständen der vergangenen Monate gelöst, bleibt aber unter dem Jahresauftaktkurs, der für die Jahresperformance mit etwa minus 6 Prozent veranschlagt wird. Betrachtet man die Spanne der vergangenen zwölf Monate, notiert die Aktie aktuell rund 27 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch, zugleich aber gut 6 Prozent über dem 52-Wochen-Tief.

Ein Blick auf den Tageshandel zeigt, dass die Volatilität zuletzt überschaubar blieb. Für den frühen Handel am 15.06.2026 wird bei wallstreet-online ein Indikativkurs von 79,60 Euro genannt, was einem leichten Plus von 0,89 Prozent zum Vortag entspricht (Stand 07:58 Uhr). Diese moderate Bewegung spiegelt wider, dass viele Marktteilnehmer abwarten, bevor die neuen Quartalszahlen auf dem Tisch liegen. Der Kurs von 78,90 Euro als Referenzmarke ist zugleich ein Ankerpunkt für die Einordnung der Analystenschätzungen, insbesondere der Kursziele.

Die Aktie ist an der Frankfurter Börse im Regulierten Markt notiert und wird auf Xetra als Hauptmarkt gehandelt. Auf deutschen Handelsplätzen wie Xetra und Tradegate ist Hornbach damit für Privatanleger gut zugänglich und weist regelmäßig handelbare Volumina auf. Aufgrund der Marktkapitalisierung zählt der Titel zwar nicht zu den Schwergewichten im DAX, ist aber im Umfeld der deutschen Nebenwerte und im SDAX-Universum ein etablierter Name, der von mehreren Research-Häusern und Banken abgedeckt wird.

Für viele Anleger ist die Performance im Kontext der allgemeinen Marktentwicklung entscheidend. Während der DAX im gleichen Zeitraum von Zinseffekten, Konjunktursorgen und geopolitischen Faktoren beeinflusst wurde, verlief die Kursentwicklung von Hornbach etwas eigenständig, weil der Baumarkt- und Baustoffhandel stärker von der spezifischen Bau- und Renovierungsnachfrage abhängt. Branchenkommentare unterstreichen, dass der DIY-Sektor aktuell nicht zu den Wachstumsstars gehört, was die Bewertung von Hornbach dämpfen kann. Gleichzeitig sehen einige Beobachter in der robusten Basisnachfrage nach Baumaterialien und Renovierungsbedarf einen strukturellen Puffer gegen stärkere Einbrüche.

Die jüngste Kurserholung auf Wochensicht könnte daher auch Ausdruck einer gewissen Positionierung im Vorfeld der Quartalszahlen sein. Gerade Investoren mit mittelfristigem Anlagehorizont nutzen solche Termine häufig, um Engagements zu überprüfen oder neu aufzubauen. Wenn die Zahlen die Erwartungen bestätigen oder leicht übertreffen, kann dies kurzfristig für zusätzlichen Rückenwind sorgen. Bleiben die Ergebnisse hingegen hinter den Prognosen zurück oder fällt der Ausblick verhalten aus, sind Rücksetzer nicht ausgeschlossen. Entsprechend aufmerksam verfolgen Marktteilnehmer die Nachrichtenlage rund um den Veröffentlichungstermin.

Als Orientierungshilfe nutzen viele Privatanleger Kursinformationen von Finanzportalen. Auf wallstreet-online sind neben dem aktuellen Kursverlauf auch Kennzahlen wie die Monats-, Jahres- und 52-Wochen-Performance abrufbar. Diese Daten zeigen, dass Hornbach in den vergangenen 30 Tagen per 16.05.2026 einen minimalen Gewinn von etwa 0,2 Prozent verzeichnete, während die Monatsperformance mit rund minus 2 Prozent negativ ausfiel. Die leichte Diskrepanz zwischen kurz- und mittelfristiger Entwicklung spiegelt die Schwankungen im Vorfeld wichtiger Termine wider.

Im Handelsalltag spielt auch die Spanne zwischen Geld- und Briefkurs sowie das durchschnittliche tägliche Volumen eine Rolle. Konkrete Intraday-Daten variieren je nach Quelle und Zeitpunkt, doch gilt Hornbach im Vergleich zu sehr kleinen Nebenwerten als relativ liquide. Das erleichtert es institutionellen wie privaten Investoren, Positionen schrittweise auf- oder abzubauen. Für Anleger, die mit Limit-Orders agieren, bietet die aktuelle Kursspanne um 79 Euro einen verhältnismäßig stabilen Rahmen, in dem die anstehenden Zahlen als potenzieller Katalysator für neue Preisniveaus fungieren können.

Eine zusätzliche Ebene für die Marktwahrnehmung ergibt sich aus der Präsenz von Hornbach in strukturierten Produkten. Einige Emittenten führen Zertifikate und Hebelprodukte auf Hornbach im Programm, um auf Kursbewegungen des Titels zu setzen. Für den Aktienkurs bedeutet dies, dass positive wie negative Überraschungen in den Quartalszahlen überproportionale Reaktionen auslösen können, wenn Knock-out-Schwellen oder andere Produktspezifika berührt werden. Damit verstärken sich kurzfristige Bewegungen, ohne dass sich an den fundamentalen Rahmenbedingungen unmittelbar etwas ändert.

Analysteneinschätzungen und Bewertungsspanne im Überblick

Ein wichtiger Orientierungspunkt für viele Marktteilnehmer sind die aktuellen Analystenurteile und Kursziele. Laut einer Auswertung von wallstreet-online liegt das durchschnittliche Kursziel für die Hornbach Holding derzeit bei 104,30 Euro. Diese Durchschnittsschätzung basiert auf Einschätzungen von 20 Analysten, die den Titel regelmäßig beobachten. Gegenüber dem Referenzkurs von 78,90 Euro entspricht dies einem theoretischen Aufwärtspotenzial von gut 32 Prozent. Die Spanne der Kursziele ist dabei durchaus breit: Das niedrigste Ziel liegt bei 88,00 Euro, das höchste bei 118,00 Euro, was einer Bandbreite von etwa plus 12 bis knapp 50 Prozent über dem aktuellen Kursniveau entspricht.

Die breite Zielspanne signalisiert, dass die Experten den weiteren Kursverlauf von mehreren Faktoren abhängig machen. Dazu zählen neben der Entwicklung im DIY- und Bausektor vor allem die Fähigkeit von Hornbach, seine Profitabilität zu stabilisieren und Investitionen in Expansion und Digitalisierung effizient zu steuern. Einige Research-Häuser betonen, dass Hornbach historisch gesehen solide gearbeitet habe und im Vergleich zu einigen Wettbewerbern als gut geführt gilt. Gleichzeitig machen die Analysten darauf aufmerksam, dass das Unternehmen im derzeitigen Umfeld keine einfache Ausgangslage hat, da sowohl private Bauherren als auch professionelle Kunden von höheren Finanzierungskosten betroffen sind.

Die Marktbewertung spiegelt diese Ambivalenz wider. Mit einem Kurs, der deutlich unter den höchsten Analystenzielen liegt, preist der Markt bereits einen Teil der Risiken ein. Das durchschnittliche Kursziel von 104,30 Euro deutet darauf hin, dass ein Großteil der Analysten die Aktie fundamental höher einschätzt als es der aktuelle Kurs widerspiegelt. Ob sich diese Einschätzung durchsetzen kann, hängt allerdings maßgeblich davon ab, ob die anstehenden Quartalszahlen und mögliche Ausblicke des Managements die zugrunde gelegten Annahmen stützen.

In Kommentaren wird darauf hingewiesen, dass die Konsensschätzungen zum EBIT von 272 Millionen Euro nicht nur eine reine Momentaufnahme sind, sondern in vielen Bewertungsmodellen eine zentrale Rolle spielen. Anpassungen dieser Prognosen nach oben oder unten wirken sich typischerweise auf Kursziele aus, da sie direkt in Berechnungen zu Multiples wie EV/EBIT oder KGV einfließen. Sollte Hornbach beispielsweise signalisieren, dass Kostensenkungen besser greifen als erwartet, könnten einige Analysten ihre Margenerwartungen anheben. Umgekehrt wären bei anhaltendem Druck auf die Bruttomarge oder höheren Fixkosten auch Abwärtsrevisionen denkbar.

Die Marktteilnehmer beobachten daher nicht nur den absoluten Wert des EBIT, sondern auch qualitative Aussagen, etwa zu Investitionen in digitale Vertriebswege, Filialmodernisierung oder Lagerlogistik. Solche Projekte sind oft mit hohen Anfangskosten verbunden, sollen aber mittel- bis langfristig Effizienzgewinne bringen. In der Bewertungslogik bedeutet dies, dass kurzfristig niedrigere Margen in Kauf genommen werden, wenn die Perspektive auf künftige Ergebnisbeiträge überzeugend ist. Analysten differenzieren hier stark zwischen reinen Kostenerhöhungen und strategischen Investitionen mit erkennbarem Return-on-Investment.

Immer wieder wird zudem diskutiert, wie stark Hornbach im Wettbewerbsvergleich positioniert ist. Während einige internationale Baumarktketten aggressiv auf Online-Vertrieb und Marktplatzmodelle setzen, kombiniert Hornbach große stationäre Märkte mit eigenen digitalen Angeboten. In Analystenberichten wird die Marke häufig als verlässlicher Anbieter mit breitem Produktsortiment beschrieben, der sowohl Heimwerker als auch professionelle Kunden adressiert. Wie effizient dieses Setup im aktuellen Marktumfeld ist, wollen viele Research-Abteilungen anhand der kommenden Zahlen neu justieren.

Für Privatanleger ist wichtig zu wissen, dass die Analystenurteile naturgemäß auseinandergehen können und nicht als einheitliche Meinung verstanden werden sollten. Die Bandbreite der Kursziele von 88 bis 118 Euro verdeutlicht, dass es innerhalb der Expertenlandschaft unterschiedliche Einschätzungen zur Zyklik des Geschäfts und zur Tragfähigkeit der Margenentwicklung gibt. Wer den Wert beobachtet, kann daher nicht nur auf den Mittelwert der Kursziele schauen, sondern sollte sich bewusst machen, welche Annahmen jeweils dahinterstehen, etwa zur Baukonjunktur, zum Konsumklima und zu den Investitionsplänen des Unternehmens.

Branchenumfeld: DIY-Markt im Gegenwind, aber strukturelle Nachfrage bleibt

Die anstehenden Hornbach-Zahlen lassen sich nur vor dem Hintergrund des Branchenumfelds vollständig einordnen. Mehrere Marktkommentare verweisen darauf, dass der DIY-Markt aktuell unter einem Mix aus gedämpfter Konsumstimmung, hohen Zinsen und einer abgekühlten Baukonjunktur leidet. Viele Haushalte schieben größere Renovierungsprojekte auf, weil Finanzierungskosten gestiegen sind und Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung besteht. Für Anbieter wie Hornbach bedeutet dies, dass Impulskäufe und großvolumige Projekte weniger dynamisch ausfallen als in Boomphasen.

Gleichzeitig bleibt eine Grundnachfrage nach Produkten rund um Reparatur, Instandhaltung und kleinere Verschönerungsmaßnahmen bestehen. Gerade in Zeiten, in denen der Neubau stockt, rückt der Bestandserhalt stärker in den Vordergrund. Für den DIY-Handel kann dies bedeuten, dass zwar weniger umfassende Umbauten stattfinden, dafür aber kontinuierlich kleinere Projekte umgesetzt werden. Die Herausforderung für Unternehmen wie Hornbach liegt darin, Sortimente und Services so auszurichten, dass sie diesen Bedarf optimal adressieren und gleichzeitig die eigene Kostenstruktur im Griff behalten.

In Deutschland und anderen europäischen Kernmärkten kämpft der Bausektor weiterhin mit regulatorischen Anforderungen, Fachkräftemangel und einer schwankenden Nachfrage im Wohnungsbau. Dies wirkt auf Zulieferer, Handwerksbetriebe und damit indirekt auch auf die Nachfrage im Baustoffhandel. Hornbach ist mit seinem Baustoffsegment an diesem Teil der Wertschöpfungskette beteiligt und spürt Entwicklungen auf der Profikundenseite entsprechend. In Kommentaren wird hervorgehoben, dass die Sichtbarkeit der Auftragslage im Baugewerbe für Unternehmen wie Hornbach eine wichtige Frühindikatorfunktion hat.

Im Wettbewerb mit anderen Baumarktketten spielt zudem das Thema Preispositionierung eine Rolle. Kunden vergleichen zunehmend online und achten stärker auf Angebote und Aktionen. Für Anbieter bedeutet dies, dass Preiskämpfe die Margen belasten können, wenn es nicht gelingt, sich über Service, Beratung oder Sortiment zu differenzieren. Hornbach setzt traditionell auf großflächige Märkte mit breitem Sortiment und einer Kombination aus Eigenmarken und Markenartikeln. Inwieweit dieses Konzept im aktuellen Umfeld hilft, sich gegenüber Wettbewerbern zu behaupten, werden Analysten auch anhand von Kennzahlen wie Bruttomarge und Kostenquote beurteilen.

Digitalisierung und Omnichannel-Strategien sind ein weiterer Faktor, der das Branchenbild verändert. Kunden erwarten zunehmend, Produkte online zu recherchieren, Verfügbarkeiten in Märkten zu prüfen und zwischen Lieferung und Abholung wählen zu können. Hornbach hat in den vergangenen Jahren seine Onlineangebote ausgebaut und Click-and-Collect-Modelle etabliert, um der Nachfrage nach flexiblen Einkaufskanälen gerecht zu werden. Investitionen in IT, Logistik und digitale Services schlagen jedoch zunächst in der Kostenstruktur zu Buche, bevor sie sich voll auf Umsatz- und Ertragsseite auszahlen. Die Q1-Zahlen werden daher auch Hinweise liefern, wie weit das Unternehmen auf diesem Pfad vorangekommen ist und ob Skaleneffekte greifen.

Vor diesem Hintergrund wird deutlich, warum der Markt den anstehenden Zahlen von Hornbach besondere Aufmerksamkeit schenkt. Sie geben nicht nur Auskunft über das abgelaufene Quartal, sondern dienen als Testfall für zentrale Fragen des ganzen Sektors: Wie robust ist die Nachfrage im DIY-Bereich wirklich? Lassen sich Kostensteigerungen durch Effizienzmaßnahmen kompensieren? Und in welchem Tempo zahlen sich Investitionen in Digitalisierung und Filialnetz aus? Die Antworten darauf fließen unmittelbar in die Bewertung von Hornbach ein und dienen vielen Anlegern als Referenzpunkt für den gesamten Branchenkomplex.

Im Ergebnis bleibt Hornbach als etablierter Player in einem zyklischen, aber strukturell relevanten Markt positioniert. Die Aktie handelt derzeit deutlich unter dem Durchschnitt der Analystenziele, während die Branche insgesamt vor einer Phase der Bewährung steht. Ob sich daraus mittelfristig Chancen oder Risiken dominanter ergeben, hängt entscheidend davon ab, wie überzeugend das Unternehmen die anstehenden Quartalszahlen und die weitere strategische Ausrichtung präsentieren kann.

Kurzprofil zur Hornbach Holding-Aktie

  • Name: Hornbach Holding AG & Co. KGaA
  • Branche: Baumärkte, Baustoffhandel, DIY-Einzelhandel
  • Hauptsitz: Neustadt an der Weinstraße, Deutschland
  • Kernmaerkte: Deutschland und weitere europäische Länder mit Fokus auf Mitteleuropa
  • Umsatztreiber: Bau- und Renovierungsprojekte im Privat- und Profisegment, DIY-Produkte, Baustoffe und Gartensortiment
  • Heimatboerse / Notierung: Xetra / Frankfurt, WKN 608340 (Stand: Kursangaben per 14.06.2026)
  • Handelswaehrung: Euro

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