ROUNDUP, Hornbach

Hornbach mit mehr Umsatz - Höhere Personalkosten belasten Ergebnis

30.09.2025 - 10:47:31

Hornbach Holding DE0006083405 hat den Umsatz im zweiten GeschÀftsquartal weiter gesteigert.

Dabei konnte der Baumarkt- und Baustoffkonzern vor allem in seinem europĂ€ischen GeschĂ€ft punkten. In Deutschland blieb das Wachstum angesichts der verhaltenen Konsumstimmung eher mau. Nach einem starken Jahresauftakt belasteten nun höhere Personalkosten die Gewinne. Die Prognose fĂŒr das laufende GeschĂ€ftsjahr (per Ende Mai) bestĂ€tigte Hornbach. Dabei hat das Unternehmen sein Ergebnisziel fĂŒr das Gesamtjahr bereits nach dem ersten Halbjahr nahezu erreicht.

Am Markt reagierten Investoren enttÀuscht und schickten die im SDax DE0009653386 notierte Aktie zunÀchst auf Talfahrt. Das Papier verlor zum Handelsauftakt fast acht Prozent, konnte die AbwÀrtsbewegung dann aber stoppen. Zuletzt lag das Minus noch bei rund vier Prozent. Die Aktie ist in diesem Jahr allerdings auch stark gelaufen, mit einem Plus von rund 30 Prozent.

Umsatz und vor allem bereinigtes operatives Ergebnis seien hinter seinen Erwartungen zurĂŒckgeblieben, monierte Baader-Analyst Volker Bosse. Auch Metzler-Experten Felix Dennl hatte sich auf der Ergebnisseite etwas mehr erhofft. Er lobte jedoch die Ausweitung der Marktanteile auch in Deutschland. Die bislang starke Kursentwicklung, eine anhaltend gedĂ€mpfte Konsumstimmung in Verbindung mit einem Ausbleiben einer Erhöhung der Prognose dĂŒrften seiner Ansicht nach zu Gewinnmitnahmen fĂŒhren.

In den drei Monaten bis Ende August stiegen die Erlöse um drei Prozent auf knapp 1,7 Milliarden Euro, wie das Unternehmen in Bornheim mitteilte. Das BaumarktgeschĂ€ft, das den Löwenanteil zu Umsatz und Ergebnis beitrĂ€gt, wuchs um 3,4 Prozent. Dabei bekam der Konzern in Deutschland die zurĂŒckhaltende Konsumstimmung zu spĂŒren: Hier stiegen die Erlöse um 0,9 Prozent, wĂ€hrend sie im ĂŒbrigen Europa um 5,8 Prozent zulegten. Dabei konnte Hornbach seine Marktanteile ausbauen. Das BaustoffgeschĂ€ft war hingegen rĂŒcklĂ€ufig.

Höhere Personalkosten belasteten das Ergebnis. Vor Zinsen und Steuern sank der um Sondereffekte bereinigte Gewinn (Ebit) um 7,2 Prozent auf 110,5 Millionen Euro, wie es weiter hieß. Dabei wirkten sich Gehaltssteigerungen sowie ein leicht höherer Personalstand aufgrund von Neueröffnungen negativ aus. Unter dem Strich verdiente Hornbach mit 68,4 Millionen Euro 15,3 Prozent weniger.

Die Prognose fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr bestĂ€tigte das Unternehmen. Den Umsatz erwartet das Management auf oder leicht ĂŒber dem Vorjahresniveau. Im vergangenen GeschĂ€ftsjahr hatte Hornbach 6,2 Milliarden Euro erlöst. Das bereinigte operative Ergebnis wird auf dem Vorjahresniveau erwartet - dies bedeutet bei Hornbach eine Spanne von minus fĂŒnf bis plus fĂŒnf Prozent, verglichen mit den im vergangenen Jahr erzielten 270 Millionen Euro.

Angesichts der guten Ertragsentwicklung insbesondere im ersten Quartal hĂ€lt Hornbach Holding weiter ein Erreichen der oberen Spanne fĂŒr wahrscheinlich. Im ersten Halbjahr hat das Unternehmen bereits ein bereinigtes operatives Ergebnis von gut 272 Millionen Euro eingefahren.

@ dpa.de