Modekonzern Hugo Boss will sich von Russland-GeschÀft trennen
24.04.2024 - 20:43:58Der Modekonzern wolle seine russische Tochtergesellschaft an den langjĂ€hrigen GroĂhandelspartner Stockmann JSC verkaufen, teilte eine Sprecherin des Luxuslabels auf Anfrage am Mittwoch mit. Die Ăbernahme des GeschĂ€fts durch eine europĂ€ische Behörde stehe noch aus. Die russischen Behörden hĂ€tten bereits zugestimmt. Zuvor hatte die russische Nachrichtenagentur Interfax berichtet, eine russische Regierungskommission habe den Verkauf an Stockmann gebilligt.
Kurz nach Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine hatte Hugo Boss im MÀrz 2022 eigenen Angaben nach seine Filialen in Russland geschlossen und auch das Online-GeschÀft ausgesetzt. Zusammen mit der Ukraine hatte das Russland-GeschÀft 2021 laut dem Label rund drei Prozent des Konzernumsatzes ausgemacht.
Nun will sich der Metzinger Konzern komplett aus Russland zurĂŒckziehen. Durch die Vereinbarung mit dem GroĂhandelspartner werde Hugo Boss nicht mehr mit einer eigenen juristischen Person in Russland vertreten sein, hieĂ es.
Das Modelabel war im vergangenen Jahr in die Kritik geraten, weil ĂŒber den GroĂhandel weiter Ware in Russland verfĂŒgbar ist. Daran wird sich laut der Sprecherin auch nach dem kompletten RĂŒckzug aus dem Russland-GeschĂ€ft nichts Ă€ndern. "Hier erfĂŒllen wir nach wie vor unsere vertraglichen Verpflichtungen gegenĂŒber den russischen GroĂhandelspartnern."

