IBM Aktie: KI-Angriff auf KerngeschÀft
25.02.2026 - 07:54:23 | boerse-global.deDer Tech-Riese IBM erlebte am Montag einen der brutalsten Börsentage seiner Geschichte. Die Aktie brach um ĂŒber 13 Prozent ein â der stĂ€rkste Tagesverlust seit Oktober 2000. Der Februar summiert sich mittlerweile auf ein Minus von 27 Prozent. Damit steuert das Papier auf den gröĂten Monatsverlust seit mindestens 1968 zu. Der Auslöser: Das KI-Start-up Anthropic stellte ein neues Werkzeug namens "Claude Code" vor, das IBMs lukratives COBOL-GeschĂ€ft frontal angreift.
Das MilliardengeschÀft wackelt
Jahrzehntelang war IBM der unangefochtene HĂŒter einer in die Jahre gekommenen, aber unverzichtbaren Programmiersprache. COBOL hĂ€lt weltweit Geldautomaten, Flugbuchungen und Bankensysteme am Laufen. Wenn eine Bank ihr System modernisieren wollte, rĂŒckten IBM-Berater an. Solche Projekte dauerten oft zehn Jahre und verschlangen Milliarden. Ein sicheres, hochprofitables GeschĂ€ft â bis jetzt.
Anthropics "Claude Code" verspricht, diese Mammutaufgaben nicht in Jahren, sondern in wenigen Monaten zu erledigen. Die KI versteht alte Strukturen, dokumentiert sie und hilft beim Umzug in moderne Sprachen. FĂŒr IBM ein direkter Angriff auf das HerzstĂŒck des BeratungsgeschĂ€fts. Die Anleger reagierten mit PanikverkĂ€ufen.
IBM kontert â aber ĂŒberzeugt nicht
Rob Thomas, CCO fĂŒr Software bei IBM, versuchte am Montag in einem Blogbeitrag gegenzusteuern. Seine Kernbotschaft: Die bloĂe Ăbersetzung von COBOL-Code sei keine echte Modernisierung. IBM-Chef Arvind Krishna betonte zudem, dass der Konzern mit "Watsonx" lĂ€ngst eigene KI-Assistenten im Einsatz habe, die genau dasselbe leisten.
Doch die Börse lieĂ sich davon nicht beeindrucken. Die Sorge sitzt tief, dass Anthropic mit seinem Werkzeug jahrzehntelange Wettbewerbsvorteile in kĂŒrzester Zeit pulverisieren könnte. Auch wenn IBM heute breiter aufgestellt ist â mit Cloud-GeschĂ€ft und moderner Software â bleibt das COBOL-BeratungsgeschĂ€ft ein wichtiger Umsatzbringer.
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Charttechnisch am Abgrund
Die Aktie stand bei 221,65 Dollar vorbörslich am Dienstag. Die wichtige UnterstĂŒtzungszone zwischen 240 und 250 Dollar wurde nach unten durchbrochen. Der mehrmonatige AufwĂ€rtstrend ist Geschichte. Alle Blicke richten sich nun auf die psychologisch wichtige Marke von 200 Dollar. Eine erste kleine Gegenbewegung nach dem Absturz macht zwar Hoffnung, doch der Boden ist noch nicht gefunden. Erst eine Stabilisierung ĂŒber 250 Dollar wĂŒrde den BĂ€ren wieder den Garaus machen.
Erschwerend kommt hinzu, dass IBM auch mit verschÀrften Cybersecurity-Herausforderungen kÀmpft. Der am Dienstag veröffentlichte X-Force Threat Intelligence Index 2026 zeigt einen Anstieg KI-getriebener Cyberangriffe um 44 Prozent. Zwar positioniert sich IBM hier als Lösungsanbieter, doch die Zahlen unterstreichen den Druck auf alle Tech-Konzerne.
Aktuell gleicht der Griff in die IBM-Aktie dem sprichwörtlichen Griff ins fallende Messer. Die fundamentalen Werte mögen stabil erscheinen, doch die Angst vor strukturellen UmwĂ€lzungen durch KI ĂŒberwiegt. FĂŒr einen Neueinstieg scheint es ratsam, eine klare Bodenbildung abzuwarten.
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