IBM, Aktie

IBM Aktie: KI-Schock lÀsst Kurs einbrechen

24.02.2026 - 11:48:02 | boerse-global.de

Die IBM-Aktie verzeichnet den stÀrksten Tagesverlust seit 24 Jahren, nachdem das KI-Startup Anthropic ein Tool zur Modernisierung alter COBOL-Systeme vorgestellt hat.

IBM Aktie: KI-Schock lĂ€sst Kurs einbrechen - Foto: ĂŒber boerse-global.de
IBM Aktie: KI-Schock lĂ€sst Kurs einbrechen - Foto: ĂŒber boerse-global.de

Die IBM-Aktie ist am Montag massiv unter die RĂ€der gekommen. Mit einem Minus von 13,1 Prozent auf 223,35 Dollar verzeichnete der Titel den stĂ€rksten Tagesverlust seit dem Jahr 2000. Auslöser der Panik: Das KI-Startup Anthropic hat ein neues Tool namens "Claude Code" vorgestellt, das die Modernisierung veralteter COBOL-Systeme dramatisch vereinfachen soll – ausgerechnet ein KerngeschĂ€ft von IBM.

Anthropic greift Mainframe-GeschÀft an

Seit Jahrzehnten verdient IBM Milliarden mit Mainframes und der Wartung großer Transaktionssysteme, in denen die Programmiersprache COBOL eine zentrale Rolle spielt. Die Technologie stammt zwar aus den spĂ€ten 1950er Jahren, gilt aber als stabil und wird von vielen Großunternehmen und Behörden noch immer eingesetzt. Genau hier setzt Anthropic nun mit seiner KI-Lösung an: Das Tool soll in der Lage sein, alte COBOL-Anwendungen zu analysieren und deren Modernisierung zu beschleunigen – ein Prozess, der bisher teuer und zeitaufwendig war.

Die AnkĂŒndigung traf IBM zur Unzeit. WĂ€hrend andere Tech-Konzerne vom KI-Boom profitieren, wird der Traditionskonzern nun selbst zum Opfer der Technologie. Anleger befĂŒrchten, dass kĂŒnstliche Intelligenz tief in das traditionelle Mainframe-GeschĂ€ft eingreifen und einen bislang verlĂ€sslichen Umsatzpfeiler gefĂ€hrden könnte.

Breite KI-Verunsicherung belastet MĂ€rkte

IBM ist nicht allein betroffen. Die gesamte Wall Street stand am Montag unter Druck, nachdem erneut Ängste ĂŒber eine rasche, KI-gesteuerte BranchenumwĂ€lzung aufkamen. Neben IBM erwischte es auch Finanzunternehmen: American Express rutschte um 7,2 Prozent ab, nachdem bekannt wurde, dass KI-Tools auch im Zahlungsverkehr verstĂ€rkt zum Einsatz kommen könnten.

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Das Marktforschungshaus Yardeni Research warnt bereits vor einem Szenario, in dem KI zum "Frankenstein-Monster" wird und massenhaft ArbeitsplĂ€tze vernichtet. Zwar hĂ€lt das Unternehmen selbst diese BefĂŒrchtung fĂŒr ĂŒbertrieben und erwartet eher ProduktivitĂ€tssteigerungen. Doch die Börse reagiert nervös: Daten zeigen, dass die BeschĂ€ftigung im IT-Sektor seit Ende 2022 – also seit der Veröffentlichung von ChatGPT – praktisch stagniert.

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