IG Metall: Auto-AktionÀre sollten Dividenden-Abstrich machen
15.08.2025 - 07:26:46Die Shareholder sollten bei der Dividendenhöhe Abstriche machen. "Wir mĂŒssen da zusammen durch", sagte Benner.
Die deutschen Autobauer Mercedes-Benz DE0007100000, BMW DE0005190003 und der VW-Konzern, zu dem auch der Sportwagenbauer Porsche DE000PAG9113 und Audi zĂ€hlen, hatten zuletzt deutliche GewinneinbrĂŒche verkĂŒndet. Dennoch lag bei Volkswagen die Dividende in diesem Jahr bei 6,30 Euro je dividendenberechtigter Stammaktie DE0007664005 beziehungsweise 6,36 Euro je Vorzugsaktie DE0007664039. Bei BMW und Mercedes waren es jeweils 4,30 Euro.
Bei Volkswagen profitiert hauptsĂ€chlich die Beteiligungsholding Porsche SE DE000PAH0038, die knapp ein Drittel der Stamm- und Vorzugsaktien hĂ€lt, von der AusschĂŒttung. Porsche SE wird wiederum von den Familien Porsche und PiĂ«ch kontrolliert, die auch die HĂ€lfte des Aktienkapitals halten. Von der Dividende bei BMW flieĂt wiederum die HĂ€lfte der insgesamt ausgeschĂŒtteten 2,7 Milliarden Euro an die Firmen-Erben Stefan Quandt und Susanne Klatten.
"Die Probleme einzelner Unternehmen sind unterschiedlich gelagert, aber die Situation fĂŒr die Industrie und die BeschĂ€ftigten ist insgesamt aber schon prekĂ€r", teilte die Gewerkschafterin mit. Die Herausforderungen nĂ€hmen zu. Die Absatzzahlen von vor der Corona-Pandemie wĂŒrden in der EU derzeit nicht erreicht. "In der Folge sind Werke nicht ausgelastet, und wir fĂŒhren harte Auseinandersetzungen darĂŒber, dass BeschĂ€ftigte nicht einseitig die Lasten tragen", so Benner. Es gebe auch hausgemachte Probleme, fĂŒr die das Management die Verantwortung ĂŒbernehmen sollte.
Die Unternehmen mĂŒssten jetzt einen langen Atem beweisen und weiter in Zukunftsprodukte investieren. "Das wird sich auszahlen, allerdings wird die Durststrecke fĂŒr den einen oder anderen gerade etwas lang", betonte Benner. Es brauche Innovationen, aber auch industriepolitische UnterstĂŒtzung aus Berlin und BrĂŒssel. Zulieferer brĂ€uchten UnterstĂŒtzung bei der Finanzierung im Umbau und Europa eine eigene Batterieindustrie.
Zudem seien die Rahmenbedingungen fĂŒr den elektrifizierten Autoverkehr noch nicht ausreichend. "Kaufanreize, Ladeinfrastruktur, Rohstoffversorgung, Recycling: Das sind die Themen fĂŒr eine europĂ€ische automobile Industriepolitik", so Benner.

