WDHBiofachhandel Nach, Halbjahr

WDH / Biofachhandel: Nach schwachem ersten Halbjahr kehren Kunden zurĂŒck

11.12.2023 - 07:45:00

(Im 1. Satz wurde das Wort "Fachhandel" ergĂ€nzt)BERLIN - Statt zu Bio vom Fachhandel haben viele Verbraucher wegen der hohen Preise im vergangenen Jahr lieber zu herkömmlichen Produkten gegriffen oder gĂŒnstigere Bioware in Discountern gekauft - doch allmĂ€hlich wird es nach Branchenangaben in BiomĂ€rkten wieder voller.

(Im 1. Satz wurde das Wort "Fachhandel" ergÀnzt)

BERLIN (dpa-AFX) - Statt zu Bio vom Fachhandel haben viele Verbraucher wegen der hohen Preise im vergangenen Jahr lieber zu herkömmlichen Produkten gegriffen oder gĂŒnstigere Bioware in Discountern gekauft - doch allmĂ€hlich wird es nach Branchenangaben in BiomĂ€rkten wieder voller. "Insgesamt zeigt sich der Bio-Fachhandel 2023 entgegen vielen Erwartungen robust", teilte Kathrin JĂ€ckel, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin des Bundesverbands Naturkost Naturwaren (BNN), am Montag mit. Insbesondere im laufenden zweiten Halbjahr sei die Nachfrage wieder deutlich gestiegen.

Dass die steigenden Umsatzzahlen der zweiten JahreshĂ€lfte die Einbußen des ersten Halbjahres kompensieren können, bleibt indes abzuwarten. Bislang geht die Branche von einer Stagnation aus. Allenfalls ein leichtes Umsatzplus könnte am Jahresende drin sein, hieß es.

In der ersten JahreshĂ€lfte lagen die UmsĂ€tze demnach noch deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Allein im Januar gingen die Erlöse der Branche laut BNN um sieben Prozent zurĂŒck. Viele Menschen kauften Bioprodukte dem Verband zufolge nicht mehr in reinen BiomĂ€rkten, sondern griffen hĂ€ufiger auf gĂŒnstigere Biowaren in Discountern zurĂŒck - wenn ĂŒberhaupt. Die hohen Preise infolge des Ukrainekriegs hatten den jahrelangen Bioboom vorerst gestoppt.

Seit die Inflation in Deutschland wieder nachlÀssst, kaufen Verbraucherinnen und Verbraucher hÀufiger in BiolÀden ein. Seit Juni verzeichnet der Branchenverband durchweg steigende Umsatzzahlen im Vergleich zu den jeweiligen Vorjahresmonaten - und das, obwohl die durchschnittliche Anzahl an gekauften Artikeln und der durchschnittliche Bonwert, also der Einkaufsbetrag, gleich blieben.

"Jetzt ist die Politik gefordert", teilte JĂ€ckel weiter mit. "Sie sollte konkrete Maßnahmen fördern, um das Ziel von 30 Prozent Bio bis 2030 zu erreichen." Gemeint ist das Vorhaben der Bundesregierung, dass bis zum Ende des Jahrzehnts 30 Prozent der landwirtschaftlichen FlĂ€che in Deutschland ökologisch bewirtschaftet wird.

@ dpa.de