US-Gericht setzt Urteil gegen Trumps Zölle zunÀchst aus
12.05.2026 - 21:35:33 | dpa.deEin Berufungsgericht hat die Entscheidung einer unteren Instanz vorlĂ€ufig ausgesetzt, das Trumps temporĂ€re Zölle auf Einfuhren aus der ganzen Welt vergangene Woche als rechtswidrig eingestuft hatte. Importeure mĂŒssen nun zunĂ€chst weiter die Abgaben in Höhe von 10 Prozent zahlen.
Die Entscheidung des Berufungsgerichts ist kein finales Urteil in der Sache. Vielmehr setzt sie das Urteil der unteren Instanz - des Gerichts fĂŒr Internationalen Handel in New York - vorlĂ€ufig aus, wĂ€hrend die Berufungsrichter den Antrag der US-Regierung prĂŒfen. Die KlĂ€ger - darunter der Bundesstaat Washington und zwei Unternehmen - haben nun sieben Tage Zeit, um zu reagieren.
Sollte das Berufungsgericht ebenfalls am Ende die Zölle kassieren, bleibt der Trump-Regierung noch der Gang vor das Oberste Gericht.
Wie die US-Regierung argumentiert
Die US-Regierung begrĂŒndete ihren Antrag auf Aussetzung der Entscheidung des Handelsgerichtes unter anderem damit, dass diese die "Handelsagenda des PrĂ€sidenten erheblich untergraben und die BemĂŒhungen zur Behebung unseres langjĂ€hrigen Handelsdefizits destabilisieren" wĂŒrde. Ferner bestehe das Risiko, dass bereits eingenommene und kĂŒnftige Zölle dauerhaft verloren gingen.
Das Gericht fĂŒr Internationalen Handel in New York kam vergangene Woche zu dem Schluss, dass Trump mit der zeitlich befristeten Abgabe in Höhe von 10 Prozent seine Befugnisse ĂŒberschritten hatte. Der US-PrĂ€sident habe das als Grundlage herangezogene Handelsgesetz falsch ausgelegt, urteilten die Richter. Weder die US-Regierung noch die Zollbehörde (CBP) dĂŒrften Importabgaben von den KlĂ€gern einfordern.
Um welche Zölle es geht
Seit dem 24. Februar 2026 erheben die USA auf die meisten Einfuhren aus dem Ausland einen Zoll von zehn Prozent. Trump verhĂ€ngte sie unmittelbar, nachdem der Supreme Court viele seiner bisherigen Zölle fĂŒr rechtswidrig erklĂ€rt hatte. Der US-PrĂ€sident behalf sich danach mit einer Notlösung: FĂŒr die neuen Zölle stĂŒtzte er sich auf ein Handelsgesetz aus dem Jahr 1974, dass die Erhebung der Abgaben ohnehin auf maximal 150 Tage beschrĂ€nkt.
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