'Ernste Lage' - DĂ€nemark sichert Grönland UnterstĂŒtzung zu
23.01.2026 - 17:22:17Bei einem Besuch in der grönlĂ€ndischen Hauptstadt Nuuk sagte Frederiksen zum Sender DR, sie sei in erster Linie dort, "um der grönlĂ€ndischen Bevölkerung unsere starke UnterstĂŒtzung aus DĂ€nemark zu zeigen. Es war eine sehr, sehr schwierige Zeit."
Zusammen mit dem grönlĂ€ndischen Regierungschef Jens-Frederik Nielsen wolle sie sich auf den "diplomatischen, politischen Weg" vorbereiten, den die beiden LĂ€nder in dieser "ernsten Lage" weiterverfolgen werden, sagte Frederiksen zu DR. Frederiksen war direkt vom EU-Sondergipfel in die grönlĂ€ndische Hauptstadt gereist. Nach der vorĂŒbergehenden Zuspitzung des Grönlandkonflikts mit den USA hatten sich die europĂ€ischen Staats- und Regierungschefs am Donnerstag in BrĂŒssel getroffen.
Am Mittwoch kam eine ĂŒberraschende Deeskalation der Lage durch US-PrĂ€sident Donald Trump. Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos sagte er, dass er im Grönlandkonflikt doch keine gewaltsame Lösung anstrebe. Trump nahm auch seine Drohung mit Strafzöllen gegen DĂ€nemark, Deutschland und andere europĂ€ische LĂ€nder zurĂŒck und begrĂŒndete das damit, dass wĂ€hrend eines Treffens mit Nato-GeneralsekretĂ€r Mark Rutte ein Rahmen fĂŒr eine zukĂŒnftige Vereinbarung ĂŒber Grönland und die gesamte Arktisregion entstanden sei.
Frederiksen erklĂ€rte, die Sicherheit in der Arktis sei ein Anliegen fĂŒr die ganze Nato. Deshalb sei es gut und natĂŒrlich, dass dieses Thema auch zwischen dem Nato-Chef und dem US-PrĂ€sidenten besprochen werde. "DĂ€nemark setzt sich seit langem dafĂŒr ein, dass die Nato ihr Engagement in der Arktis stĂ€rkt." Der Nato-Chef habe aber kein Mandat, im Namen von Grönland und DĂ€nemark zu verhandeln.
MilitĂ€rĂŒbung soll bis Jahresende laufen
Am Freitag teilte das dĂ€nische MilitĂ€r mit, dass die von DĂ€nemark koordinierte MilitĂ€rĂŒbung "Arctic Endurance" in und um Grönland, an der sich auch weitere Nato-VerbĂŒndete beteiligen, begonnen habe. Sie solle noch bis zum Jahresende fortgefĂŒhrt werden. In der vergangenen Woche waren neben den dĂ€nischen Soldaten auch internationale Soldaten - unter anderem aus Deutschland, Norwegen, Schweden und GroĂbritannien - zu einer mehrtĂ€gigen Erkundungstour als Vorbereitung auf die Ăbung in Grönland angekommen. Inzwischen sind die deutschen Bundeswehrsoldaten wieder abgereist.
Weitere Teilnehmer an der Ăbung sind Frankreich, Finnland, die Niederlande, Island und Belgien. Nach dĂ€nischen MilitĂ€rangabenhaben haben weitere Nato-VerbĂŒndete ihre UnterstĂŒtzung in Grönland angekĂŒndigt.

