CSU-Chef, Söder

CSU-Chef Söder gegen striktes Verbrenner-Aus

14.11.2025 - 12:14:44 | dpa.de

Im Ringen der schwarz-roten Koalition pocht CSU-Chef Markus Söder auf einen Kurswechsel beim geplanten Aus fĂŒr Verbrenner in der EU ab 2035.

Ein "striktes, apodiktisches Aus" fĂŒr den Verbrenner wĂ€re das industriepolitisch falsche Signal, sagte Bayerns MinisterprĂ€sident bei einem Termin mit Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) in Berlin. Söder sagte, er hoffe, dass es in den nĂ€chsten Tagen eine gemeinsame Position der Koalition gebe. Beim Koalitionsausschuss am Donnerstagabend habe man darĂŒber gesprochen, welche Kompromissmöglichkeiten es gebe.

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie WÀhler) sagte, die SPD solle endlich einlenken und ihre Blockade des Abschaffens vom Verbrenner-Aus aufgeben. "Wir brauchen zur Sicherung der ArbeitsplÀtze auch den modernen Verbrenner."

Die EU hatte beschlossen, dass Neuwagen ab 2035 im Betrieb kein klimaschĂ€dliches Kohlenstoffdioxid (CO2) mehr ausstoßen dĂŒrfen. Das hĂ€tte faktisch zur Folge, dass Neuwagen mit Verbrennungsmotor nicht mehr zugelassen werden dĂŒrften. Ziel ist es, die Emissionen im Verkehrssektor zu senken. Die Neuzulassungen von Elektroautos sind zwar gestiegen, aber ursprĂŒngliche Ziele drohen deutlich verfehlt zu werden. Zudem hĂ€ngen viele Jobs in Deutschland am Verbrenner. Deswegen wird ĂŒber Änderungen am Verbrenner-Aus gesprochen.

Söder betonte die Bedeutung der Technologieoffenheit und von "High-Tech-Verbrennern". Er verwies zudem darauf, dass die MinisterprĂ€sidenten der LĂ€nder im Oktober, darunter SPD-Regierungschefs, einen breiten Konsens erzielt hĂ€tten. In dem Beschlusspapier der LĂ€nder wird die Bundesregierung gebeten, die "Zukunft des Verbrennungsmotors" durch regulatorische Maßnahmen in Bezug auf klimafreundliche und CO2-arme Kraftstoffe wie auch Wasserstoff langfristig auf europĂ€ischer und nationaler Ebene zu sichern. Es dĂŒrfe kein starres Verbot der Verbrennertechnologie ab dem Jahr 2035 geben.

Weiter hieß es, alternative klimafreundliche Antriebskonzepte, klimafreundliche Kraftstoffe und ergĂ€nzende Übergangstechnologien wie hocheffiziente Verbrenner, Plug-in-Hybride und Elektrofahrzeuge mit einem sogenannten Range Extender seien erforderlich, um BeschĂ€ftigung und Wertschöpfung in Deutschland zu sichern und ein Erreichen der Klimaziele ohne Bruch in der Industrie zu gewĂ€hrleisten.

Die SPD will generell am Ausstiegsdatum fĂŒr neue Verbrenner ab 2035 festhalten. SPD-Chef Lars Klingbeil hatte aber betont, die SPD habe sich in den vergangenen Wochen deutlich bewegt. Zuletzt zeigte sie sich offen fĂŒr klimafreundlichere Kraftstoffe und Technologien, die ElektromobilitĂ€t und Verbrennertechnologien verbinden - wie zum Beispiel Plug-in-Hybride.

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