G7-LÀnder rufen Iran zu direkten GesprÀchen mit den USA auf
13.11.2025 - 05:51:53 | dpa.deDiese sollten durch die sogenannten E3-Staaten Deutschland, Frankreich und GroĂbritannien unterstĂŒtzt werden, hieĂ es in einer gemeinsamen ErklĂ€rung der G7-LĂ€nder zum Abschluss ihres zweitĂ€gigen Treffens im kanadischen Niagara-on-the-Lake. Zu den G7-Staaten zĂ€hlen neben Deutschland, Frankreich und GroĂbritannien auch die USA, Italien, Japan und Kanada.
Die US-Regierung hatte dem Iran Ende September neue Verhandlungen in Aussicht gestellt. "Ein Abkommen bleibt das beste Ergebnis fĂŒr das iranische Volk und die Welt", sagte US-AuĂenminister Marco Rubio damals. DafĂŒr mĂŒsse die FĂŒhrung in Teheran direkte GesprĂ€che akzeptieren. Kurz zuvor hatte Irans oberster FĂŒhrer Ajatollah Ali Chamenei möglichen Verhandlungen mit den USA eine klare Absage erteilt.
Sowohl die USA und europĂ€ische LĂ€nder als auch Israel werfen dem Iran vor, nach Kernwaffen zu streben. Die iranische FĂŒhrung bestreitet das. Israel fĂŒhrte im Juni zwölf Tage lang Krieg gegen den Iran und bombardierte zusammen mit den USA zentrale Einrichtungen des Atomprogramms. Vor dem Krieg hatten die USA wochenlang mit Teheran ĂŒber das Nuklearprogramm verhandelt - ohne Durchbruch.
Der Iran hatte sich 2015 in einem Abkommen verpflichtet, sein Atomprogramm einzuschrĂ€nken. Nachdem die USA in der ersten Amtszeit von PrĂ€sident Donald Trump aus dem Pakt ausgestiegen waren, hielt Teheran die BeschrĂ€nkungen nicht mehr ein. Auf Initiative von Deutschland, Frankreich und GroĂbritannien wurden deshalb Ende September UN-Sanktionen gegen die Islamische Republik reaktiviert.
Die G7-LÀnder riefen den Iran in ihrer ErklÀrung nun auch dazu auf, die Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) wieder vollstÀndig aufzunehmen, inklusive der Ermöglichung von Inspektionen aller Nuklearanlagen. Seit den Angriffen durch Israel und die USA hat der Iran IAEA-Inspektoren nur Zugang zu einigen nicht beschÀdigten Nuklearanlagen gewÀhrt.
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