Produktion/Absatz, Wettbewerb

Erneut Erfolg fĂŒr Porsche-BetriebsrĂ€te vor Gericht

02.10.2024 - 13:19:30

Im Streit um die KĂŒrzung der GehĂ€lter von mehreren BetriebsrĂ€ten bei Porsche haben die Arbeitnehmervertreter vor dem Landesarbeitsgericht Baden-WĂŒrttemberg einen erneuten Sieg errungen.

Das Gericht stellte fest, dass die Herabsetzung durch die Volkswagen DE0007664039-Tochter ungerechtfertigt gewesen ist, wie ein Sprecher in Stuttgart mitteilte. Das Landesarbeitsgericht habe der Klage der BetriebsrĂ€te auf Zahlung einer höheren VergĂŒtung stattgegeben. Damit wurde ein Urteil des Arbeitsgerichts Stuttgart bestĂ€tigt.

Vor dem Hintergrund eines Strafprozesses gegen VW DE0007664039-Manager hatte der BGH die langjĂ€hrige Praxis fĂŒr unzulĂ€ssig erklĂ€rt, die GehĂ€lter von BetriebsrĂ€ten nach deren "hypothetischer Entwicklung" zu bemessen. Nach Auffassung des Landesarbeitsgerichts hat Porsche die hypothetische Karriere- und VergĂŒtungsentwicklung der freigestellten BetriebsrĂ€te ursprĂŒnglich, vor der KĂŒrzung, korrekt nachvollzogen. Der Autobauer durfte dabei auch Eigenschaften, etwa die Fortbildungsbereitschaft der BetriebsrĂ€te mitbewerten, die sich wĂ€hrend der Freistellungszeit gezeigt hatten. Die Urteile sind bisher nicht rechtskrĂ€ftig.

ZunĂ€chst hatten "Stuttgarter Nachrichten" und "Stuttgarter Zeitung" berichtet. Das Kuriose an dem Fall ist dem Bericht zufolge, dass Porsche und Betriebsrat vor Gericht zwar als Gegner auftreten, aber nicht erbittert miteinander streiten. Vielmehr herrsche in der Sache weitgehend Einigkeit. Im Kern will die Arbeitgeberseite bei der VergĂŒtung ihrer BetriebsrĂ€te demnach aber rechtlich auf der sicheren Seite stehen und damit eine möglichst hohe VerlĂ€sslichkeit fĂŒr ihre leitenden Mitarbeiter erreichen, die ĂŒber diese GehĂ€lter entscheiden.

@ dpa.de | DE0007664039 PRODUKTION/ABSATZ