Produktion/Absatz, Wettbewerb

Spotify gegen Medienanstalt - Gericht will EuGH anrufen

19.12.2024 - 13:49:27

Im Streit um Transparenzregeln bei Spotify LU1778762911 hat die Streaming-Plattform zunÀchst einen Erfolg vor Gericht erzielt.

Das Verwaltungsgericht Berlin Ă€ußerte im Eilverfahren Zweifel daran, ob die Vorgaben des Medienstaatsvertrages fĂŒr im EU-Ausland ansĂ€ssige Unternehmen gelten, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Spotify muss daher vorerst keine ErgĂ€nzungen bei den Transparenzangaben vornehmen. Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg hatte dies von Spotify, mit Hauptsitz im schwedischen Stockholm, gefordert.

Das Gericht beabsichtigt, den Fall dem Gerichtshof der EuropĂ€ischen Union (EuGH) in Luxemburg vorzulegen, wie es hieß. Einen entsprechenden Beschluss wolle die zustĂ€ndige 32. Kammer demnĂ€chst fassen, wenn sie ĂŒber die Klage von Spotify im Hauptsacheverfahren berate, so der Sprecher. Da der Ausgang aus Sicht des Gerichts bislang völlig offen ist, hat es dem Antrag von Spotify auf vorlĂ€ufigen Rechtsschutz stattgegeben.

Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg hatte von dem Streamingdienst eine ErgĂ€nzung seiner Transparenzangaben gefordert und auf den Medienstaatsvertrag verwiesen. Danach mĂŒssen zur Sicherung der Meinungsvielfalt bestimmte Informationen leicht wahrnehmbar, unmittelbar erreichbar und stĂ€ndig verfĂŒgbar gehalten werden. Dazu zĂ€hlen beispielsweise auch Informationen ĂŒber die Funktionsweise der eingesetzten Algorithmen.

@ dpa.de | LU1778762911 PRODUKTION/ABSATZ