Verdi-Chef droht LĂ€ndern mit Streiks im Tarifstreit
14.01.2026 - 06:00:42"Wir sind im öffentlichen Dienst in der Lage zu streiken", sagte Werneke der "Augsburger Allgemeinen". "Ob und in welchem Umfang wir streiken, hĂ€ngt vom Verhandlungsverlauf ab." Klar sei: "Die Arbeitgeber mĂŒssen jetzt liefern."
Werneke bekrĂ€ftigte, dass die BeschĂ€ftigten der LĂ€nder mindestens die gleichen Gehaltserhöhungen erhalten mĂŒssten wie die Arbeitnehmer bei Bund und Kommunen - "unter keinen UmstĂ€nden schlechter". Dort waren ein Plus von zunĂ€chst 3 Prozent und anschlieĂend weitere 2,8 Prozent vereinbart worden. "Es gibt schlicht keinen Grund, fĂŒr die BeschĂ€ftigten der LĂ€nder eine niedrigere Tariflohnsteigerung zu vereinbaren", sagte der Gewerkschaftsvorsitzende. Die Finanzlage der LĂ€nder sei besser als die der Kommunen.
Die von Verdi erhobene Forderung nach sieben Prozent mehr Lohn verteidigte Werneke gegen Kritik der Arbeitgeber, die von "astronomischen" Forderungen gesprochen hatten. "Unsere Lohnforderung von sieben Prozent ist nicht astronomisch hoch", sagte er. Zugleich rÀumte er ein: "Uns ist klar, dass wir diese Forderung nicht eins zu eins durchsetzen." Ziel sei es, "dass die realen Löhne der BeschÀftigten ansteigen".
Die zweite Runde der Tarifverhandlungen fĂŒr den öffentlichen Dienst der LĂ€nder ist fĂŒr Donnerstag und Freitag in Potsdam angesetzt. Sollte es zu Warnstreiks kommen, könnten je nach Bundesland unter anderem UniversitĂ€tskliniken, Hochschulen oder Studierendenwerke betroffen sein. GefĂ€hrdungen fĂŒr die Bevölkerung werde es dabei nicht geben, betonte Werneke.

