Verdi, Tarifstreit

Verdi lehnt im Tarifstreit Angebot fĂŒr Hafenarbeiter ab

23.08.2024 - 17:33:09

Im Tarifstreit zwischen den SeehÀfen und der Gewerkschaft Verdi steht eine Einigung weiter aus.

Die Verdi-Bundestarifkommission SeehĂ€fen, die sich aus BeschĂ€ftigten der zustĂ€ndigen Betriebe zusammensetzt, stimmte fĂŒr eine Nachverhandlung, wie Verdi mitteilte. Zuvor hatte eine Mitgliederbefragung ergeben, dass eine Mehrheit der in den HĂ€fen beschĂ€ftigten Verdi-Mitglieder gegen das vorliegende Arbeitgeberangebot ist. Die Verhandlungen betreffen Hamburg, Bremen und Niedersachsen.

"Die völlig unzureichenden VorschlĂ€ge der Arbeitgeberseite zu Beginn der Verhandlungen haben die BeschĂ€ftigten provoziert", sagte Verdi-VerhandlungsfĂŒhrerin Maren Ulbrich laut Mitteilung. Die Gewerkschaft fordert den Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) auf, das Angebot zu verbessern.

Der ZDS teilte mit, der Verband nehme das Ergebnis mit EnttÀuschung zur Kenntnis. Man habe sich auf Verdi zubewegt und ein faires Angebot vorgelegt. "Die zustÀndigen Verbandsgremien werden nunmehr zeitnah das Ergebnis bewerten und sich zum weiteren Vorgehen beraten."

Die Tarifverhandlungen begannen im Mai. Sie betreffen laut Gewerkschaft rund 11.000 BeschÀftigte. Es kam zu Warnstreiks in den HÀfen von Hamburg, Bremerhaven, Bremen, Wilhelmshaven, Emden und Brake.

Verdi fordert drei Euro mehr Stundenlohn

Die Gewerkschaft fordert fĂŒr die BeschĂ€ftigten rĂŒckwirkend zum 1. Juni eine Erhöhung der Stundenlöhne um drei Euro sowie eine Anhebung der SchichtzuschlĂ€ge. Der Tarifvertrag soll zwölf Monate laufen.

Der ZDS legte zuletzt zwei Angebote vor. Unter anderem offerierten die Arbeitgeber Verdi zufolge einen Inflationsausgleich von 1.000 Euro und eine Erhöhung der Stundenlöhne von Januar an um 0,95 Euro bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Zudem sollten Schichtzulagen und Urlaubsgeld erhöht werden.

@ dpa.de