Hoffnung, Unterzeichnung

Hoffnung auf baldige Unterzeichnung eines USA-Iran-Deals

14.06.2026 - 10:58:17 | dpa.de

Im zÀhen Ringen zwischen den USA und dem Iran um ein Kriegsende scheint ein Durchbruch bevorzustehen.

Beide Seiten sowie der Vermittler Pakistan sprechen von der zeitnahen Unterzeichnung eines Abkommens. Laut US-PrĂ€sident Donald Trump soll die Vereinbarung heute finalisiert werden. Das pakistanische Außenministerium schrieb auf der Plattform X, eine virtuelle Zeremonie zur Unterzeichnung sei fĂŒr heute geplant. Von iranischer Seite wurde dies zunĂ€chst weder bestĂ€tigt noch dementiert. Außenamtssprecher Esmail Baghai sagte am Samstag, die Unterzeichnung könnte in den kommenden Tagen stattfinden.

Zuletzt hatten sich die Anzeichen fĂŒr eine mögliche baldige Einigung auf ein Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran verdichtet. Dieses soll Ausgangspunkt sein fĂŒr vertiefte GesprĂ€che zwischen Washington und Teheran. Neben der Öffnung der Straße von Hormus soll das Rahmenabkommen Berichten zufolge die - fragile und mehrfach gebrochene - Waffenruhe um 60 Tage verlĂ€ngern und Startpunkt fĂŒr Verhandlungen ĂŒber das iranische Atomprogramm sein.

Trump machte bei seinem Post auf der Plattform Truth Social keine Angaben dazu, wo, wie oder von wem die Vereinbarung unterzeichnet werden soll. Zwischenzeitlich war von einer Zeremonie in Genf die Rede gewesen. Von iranischer Seite hieß es am Samstag lediglich, in den nĂ€chsten ein bis zwei Tagen seien keine Reisen iranischer Vertreter nach Genf oder in die pakistanische Hauptstadt Islamabad geplant. Weniger als eine Autostunde von Genf entfernt findet nĂ€chste Woche der G7-Gipfel im französischen Ort Évian-les-Bains statt.

Das US-Nachrichtenportal "Axios" berichtete, US-Beamte und Quellen in den Vermittlerstaaten hĂ€tten bestĂ€tigt, dass die Unterzeichnung virtuell stattfinden solle. Das soll demnach vor allem logistische GrĂŒnde haben: VizeprĂ€sident JD Vance, der die US-Delegation anfĂŒhrt, hĂ€tte es sonst nicht geschafft, rechtzeitig in die USA zurĂŒckzukehren, bevor Trump am Montagmorgen zum G7-Gipfel nach Frankreich aufbricht. Aus SicherheitsgrĂŒnden wird in den USA meist vermieden, dass der PrĂ€sident und sein Stellvertreter gleichzeitig im Ausland sind.

Zunehmender Optimismus

Zuletzt kamen auch aus Teheran optimistische Töne: Man sei noch nie so nah an einer Einigung gewesen, sagte Außenamtssprecher Baghai am Samstag laut dem Staatssender Irib. Mit Blick auf die erhoffte Unterzeichnung sagte er demnach weiter: "Den genauen Zeitpunkt sollte man lieber abwarten, denn aufgrund der UnbestĂ€ndigkeit der Gegenseite ist Vorsicht geboten."

Der MinisterprĂ€sident des Vermittlers Pakistan, Shehbaz Sharif, schrieb auf X: "Wir sind einem Friedensabkommen nĂ€her als je zuvor." Man sei "zuversichtlich, dass dieses historische Friedensabkommen eine solide Grundlage fĂŒr dauerhaften Frieden bilden wird".

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