Frankreich: Durchsuchung bei Nestlé wegen behandeltem Mineralwasser
10.07.2025 - 19:35:36Die Ermittlungen seien im Februar nach einer Anzeige der Organisation Foodwatch bezĂŒglich NestlĂ© und NestlĂ© Waters eingeleitet wurden, teilte die DGCCRF in Paris mit. NestlĂ© Waters bestĂ€tigte die Durchsuchungen, man kooperiere weiter umfĂ€nglich mit den Behörden, sagte eine Sprecherin.
Um Mineralwasser von NestlĂ© (Perrier, HĂ©par, Contrex, Vittel) gibt es in Frankreich schon lĂ€nger Wirbel. Der Vorwurf lautet, dass Quellwasser, was zeitweise nicht den Anforderungen entsprach, auf eine fĂŒr Mineralwasser unzulĂ€ssige Weise gefiltert und dann dennoch als natĂŒrliches Mineralwasser vertrieben worden sein soll. Im Pariser Parlament hatte NestlĂ©-Vorstandschef Laurent Freixe im April vor einem Untersuchungsausschuss sein Bedauern geĂ€uĂert. NestlĂ© Waters habe alles getan, um den beanstandeten Praktiken ein Ende zu setzen.
Foodwatch spricht von massivem Betrug und verlangt, dass die Verantwortlichkeiten bei dem Unternehmen sowie bei den Aufsichtsbehörden aufgedeckt werden. "Der gröĂte Lebensmittelkonzern der Welt hat Wasser aus verunreinigten Brunnen illegal gefiltert und als "natĂŒrlich" verkauft - ein klarer Fall von Lebensmittelbetrug und zudem vielleicht gesundheitsgefĂ€hrdend", sagte der GeschĂ€ftsfĂŒhrer von Foodwatch Deutschland, Chris Methmann. "Wenn globale Konzerne mit der TĂ€uschung von Verbrauchern davonkommen, untergrĂ€bt das die Grundlagen der Regulierung der Lebensmittelsicherheit."

