Weniger ArbeitsunfÀlle - Sorge wegen Krisen
25.03.2026 - 12:31:35 | dpa.deDie Zahl dieser UnfÀlle sank im vergangenen Jahr um rund 24.000 auf 731.000, wie die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung in Berlin mitteilte.
Die Zahl sinkt seit Jahrzehnten fast kontinuierlich. 1995 waren es noch mehr als 1,6 Millionen solcher UnfĂ€lle. Der HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer der Unfallversicherung, Stephan Fasshauer, machte fĂŒr das Absinken vor allem mehr und gezielte PrĂ€vention verantwortlich. Ohne den RĂŒckgang wĂ€ren weit höhere Millionenkosten etwa fĂŒr Reha angefallen, sagte Fasshauer.
Zehn weniger Menschen als im Vorjahr starben bei einem Arbeitsunfall, 335 Menschen. Erstmals eine Rente wegen eines Arbeitsunfalls erhielten 9.690 Versicherte - ein RĂŒckgang um 233.
Wie Unternehmen auf Krisen vorbereitet sind
In einer Befragung von BeschĂ€ftigten und FĂŒhrungskrĂ€ften ging die Unfallversicherung dem Bewusstsein möglicher Krisen und NotfĂ€lle nach. Am hĂ€ufigsten gut vorbereitet sehen die BeschĂ€ftigten ihre Unternehmen demnach mit 64 Prozent auf Pandemien. Fast zwei von drei schĂ€tzen dies auch im Fall von BrĂ€nden oder Explosionen so ein, 52 Prozent im Hinblick auf Cyberangriffe.
Nur eine Minderheit sieht das eigene Unternehmen nach der im Februar durchgefĂŒhrten Forsa-Befragung hingegen auf andere Störungen gut vorbereitet: auf eine BeeintrĂ€chtigung von Lieferketten 38 Prozent, auf Naturkatastrophen nur 30 Prozent.
Dabei gibt es Branchenunterschiede. In der Finanzbranche sei man ĂŒberdurchschnittlich gut etwa auf Cyberangriffe vorbereitet, im verarbeitenden Gewerbe beispielsweise auf BrĂ€nde. "Das Baugewerbe weist dagegen bei den meisten Krisen oder StörfĂ€llen eher unterdurchschnittliche Werte auf", so die Unfallversicherung. Den Angaben nach wurden reprĂ€sentativ 2.015 ErwerbstĂ€tige in Deutschland befragt, darunter 544 FĂŒhrungskrĂ€fte.
Erste Hilfe und NotfallplÀne
Wie wappnen sich Unternehmen konkret fĂŒr NotfĂ€lle oder Krisen? Ausbildung und Ăbung, zum Beispiel in den Bereichen Brandschutz, Erste Hilfe oder Notfalltraining sind laut Umfrage mit 67 Prozent die hĂ€ufigsten Antworten. IT-SicherheitsmaĂnahmen folgen mit 61 Prozent, Notfall- und KrisenplĂ€ne bei 50 Prozent. Je kleiner das Unternehmen oder die Einrichtung, desto seltener wurden laut Unfallversicherung bereits MaĂnahmen zur Krisen- oder Notfallvorsorge getroffen.
Allerdings stimmen generell neun von zehn Befragten der Aussage zu, dass PrÀvention Unternehmen stÀrke und die Krisenfestigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland erhöhe.
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.

